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WRC Rallye Monte-Carlo 2022: Loeb stürmt in Front Sebastien Loeb im Ford Puma Hybrid Rally1 bei der Rallye Monte-Carlo 2022
Motorsport Images

WRC Rallye Monte-Carlo 2022: Loeb stürmt in Front - Fourmaux crasht wild

Sebastien Loeb gewinnt am Freitagvormittag alle drei WP und führt die Rallye Monte-Carlo an: Adrien Fourmaux sorgt für den ersten schweren Unfall der Saison

Altmeister Sebastien Loeb (Ford) hat am Freitagvormittag bei der Rallye Monte-Carlo, Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, eine Glanzleistung gezeigt und nach Siegen bei allen drei Wertungsprüfungen (WP) die Führung übernommen.

Nach fünf von 17 WP hat der WRC-Rekordchampion einen Vorsprung von 10,6 Sekunden auf Elfyn Evans (Toyota). Dritter ist sein Teamkollege Sebastien Ogier (+13,0), der die Gesamtwertung nach vier Wertungsprüfungen noch angeführt hatte, bei der letzten WP der Vormittagsschleife aber viel Zeit verlor.

Thierry Neuville (Hyundai), Craig Breen (Ford), Ott Tänak (Hyundai), Gus Greensmith (Ford), Takamoto Katsuta (Toyota), Kalle Rovanperä (beide Toyota) und Oliver Solberg (Hyundai) komplettieren die Top 10.

Loeb pusht, Ogier ist "zu vorsichtig"

"Ich habe den ganzen Morgen hart gepusht, und das Auto ist großartig", sagt Loeb, der in seiner WRC-Karriere nun 928 WP gewonnen hat. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl mit diesem Auto, also mache ich weiter Druck. Es war schwierig mit dem Eis, aber meine Eisspione haben einen sehr guten Job gemacht und ich habe versucht, von Anfang bis Ende zu pushen."

Das zeigte sich vor allem bei der fünften WP "Val-de-Chavagne / Entrevaux 1", bei die Straßen im Schlussabschnitt leicht vereist waren. Bei der letzten Zwischenzeit lag Loeb, der seit September 2020 nicht mehr in der WRC gefahren war, noch 2,6 Sekunden hinter Evans zurück. Auf der glatten Fahrbahn machte der Franzose im Schlussabschnitt der WP noch 4,9 Sekunden auf den Toyota-Piloten gut.

Ogier hingegen, der am Freitag als erster Fahrer startete, ließ des bei den schwierigen Bedingungen vorsichtig angehen und verlor bei der fünften WP 15,8 Sekunden auf Loeb. "Ich war etwas zu vorsichtig. Die Informationen unserer Eisspione waren extremer", sagte der amtierende Weltmeister. "Jetzt muss ich am Nachmittag angreifen."

Wilder Abflug von Adrien Fourmaux

Nicht rund läuft es weiterhin bei Hyundai. Alle drei Fahrer klagten am Vormittag über unterschiedliche Probleme. "Es ist ein Alptraum. Ich hatte beim Fahren noch nie so viel Angst", sagte Neuville nach der dritten WP. Aus der Onboard-Perspektive schien sein Auto stark zu Untersteuern, hinzu kam ein Dreher in einer Haarnadelkurve. Im weiteren Verlauf kam der Belgier aber besser mit dem i20 N Rally1 zurecht.

Auch Teamkollege Tänak berichtete nach der dritten WP von technischen Problemen: "Die Fahrt war nicht so schlecht, aber nach zwei Kurven hat das Hybrid-System Error angezeigt." Und Oliver Solberg konnte zwar die Verständigungsschwierigkeiten mit seinem Beifahrer beheben, dafür wurde der Sohn von Petter Solberg am Vormittag von einer unklaren Rauchentwicklung im Cockpit abgelenkt.

Für den negativen Höhepunkt des Freitagvormittags sorgte Adrien Fourmaux (Ford) in Form des ersten schweren Unfalls der neuen Saison. Bei der dritten WP streifte der Franzose an der Innenseite einer Rechtskurve die Böschung. Dort wurde sein Puma Hybrid Rally1 ausgehebelt, überschlug sich über die Leitplanke und rollte mehr als 20 Meter einen Abhang hinab.

Die gute Nachricht: Fourmaux und Beifahrer Alexandre Coria entstiegen dem Wrack aus eigener Kraft und offensichtlich unverletzt, doch für den Ford Puma endete der Abflug weniger glimpflich. "Das Auto sieht ziemlich schwer beschädigt aus, sodass ich vermute, dass dies das Ende der Rallye für ihn sein wird", schätzt Teamchef Richard Millener ein.

Am Nachmittag werden die drei Wertungsprüfungen des Vormittags noch einmal gefahren.

Motorsport-Total.com

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