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ORM Rebenland Rallye 2022: Nachbericht [ANDA]STEER

Keine Scharte, Alles Gutschi

Nach dem Ausfallspech beim ARC-Saisoneröffnungslauf zwei Wochen zuvor durfte sich Andreas Schart über ein echtes Erfolgserlebnis freuen: Mit seinem vorübergehend wieder zurückgekehrten Stamm-Copiloten Christoph Gutschi erreichte er in der Klasse 8 den respektablen dritten Platz. Der Weg dorthin war zwar mit viel Schottersplitt gespickt, letztendlich aber bewährten sich das große Können von Andreas sowie die Harmonie im Cockpit ebenso wie das perfekt vorbereitete Auto – ein bewährter Mitsubishi Lancer Evo IX.

Neuer Einsatz – neues Glück: Diese schlichte Rechnung ist für das Team von [ANDA]STEER-RACING bei der Rebenland-Rallye perfekt aufgegangen. Auch wenn es auf den einmal mehr sehr selektiven Strecken kein leichtes Unterfangen war, konstant schnell und dabei auch auf der sicheren Seite zu sein, schlugen sich Andreas Schart und sein vorübergehend wieder zurückgekehrter Stamm-Beifahrer Christoph Gutschi im auch landschaftlich sehr reizvollen Umland von Leutschach prächtig. Die Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg in allen Belangen der richtige wäre, zeigte sich deutlich.

Schon auf Schirmerberg I, der Eröffnungsprüfung, die einen starken Sprint-Charakter aufwies, konnten sich Andreas Schart und Christoph Gutschi mit ihrem Mitsubishi auf den dritten Platz der Kategorie 8 (Proto) einreihen. Und das trotz einer zahlenmäßig recht starken Konkurrenz (immerhin acht Mitbewerber). Dass gegen den haushohen Klassenfavoriten Christoph Zellhofer mit seinem Suzuki Swift-Prototypen nicht anzukommen wäre, war im Vorhinein schon relativ klar. Und auch Ariel Gyarmati, wie [ANDA]STEER-RACING mit einem Mitsubishi des gleichen Typs im Bewerb, zeigte sich so hervorragend disponiert, dass schnell sichtbar wurde, dass es wohl besser wäre, auf den dritten Platz hinzuarbeiten. Das gelang den Lavanttalern in der Folge sehr gut, auch zeitenmäßig waren sie während des ersten Renntages durchgehend auf dritte Plätze in ihrer Klasse abonniert.

Der zweite Tag lief beinahe völlig identisch wie der erste. Weiterhin galt es, der Tücken auf den Strecken Herr zu sein. Wie Andreas bemerkte, waren die Strecken noch stärker mit Schmutz und grobem Sand übersät als bei seiner Rallye-Premiere an den gleichen Schauplätzen vor drei Jahren. Auch der in den vergangenen Wochen weitgehend ausgebliebene Regen, der sonst den Unrat stärker von der Strecke gespült hätte, könnte daran Anteil gehabt haben.

Wie auch immer: Andreas Schart und Christoph Gutschi hielten sich weiter beständig und souverän, wobei es ihnen zumeist gelang, den Vorsprung auf ihre härtesten Verfolger, Markus Stockinger und Harald Bachmayer mit dem Mazda 2 Proto, auszubauen. Dass auf der 13. Prüfung am Start kurz der Motor ausgegangen war und es auf eben dieser SP kurz zu einem Dreher kam, vermochte das Ergebnis nicht zu beeinflussen.

Dieses blieb wie gehabt bis zum Schluss der dritte Platz in der „Proto“-Kategorie, dazu gab es einen 16. Gesamtrang. Beides stimmt zuversichtlich für die nähere Zukunft. Bemerkenswert auch: Andreas Schart und Christoph Gutschi beendeten die Rebenland-Rallye 2022 als erfolgreichste Teilnehmer, die unter der Flagge und Betreuung des Race Rent Austria Teams angetreten waren. Das Team-interne Duell gegen den am Schluss etwas stärker aufgekommenen Mazda-Piloten Stockinger ging relativ klar zugunsten der Kärntner aus, zudem wurde man von dem bekannten bayerischen Routinier und mehrfachen deutschen Meister, Hermann Gaßner, lediglich um 13,8 Sekunden in der Gesamtwertung geschlagen. Es kommt gewiss nicht alle Tage vor, dass man im Wettbewerb auf einen solchen Star-Piloten trifft. Wenngleich – das ist viel mehr gewiss – da sicher ein dummer Zwischenfall seitens des übermächtigen Konkurrenten im Spiel war.

Alles in allem: Eine bravourös bestandene Bewährungsprobe, bei der auch die Qualitäten des Fahrzeuges zum Vorschein gekommen waren. Und das laut Aussagen des Fahrers sogar stärker als erwartet. Alles gute Gründe, um der in Bälde stattfindenden Lavanttal-Rallye im April mit großer Vorfreude entgegenzublicken. Dort wird Rolf Offner wieder als Copilot zum Zug kommen. Und hoffentlich große Lorbeeren (mit) ernten dürfen.

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