RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye St Veit: Vorschau Hulak
Foto/Video Polt

Neue Chance

Für Andreas Hulak und Thomas Stock waren die letzten beiden Versuche, sich an das große Rallye-Abenteuer heranzuwagen, eine recht unmäßige Niederlage. Doch ihr Einsatzwille und ihre Motivation, sich im praktischen Rallye-Wettbewerb überzeugend zu präsentieren, sind ungebrochen. Die Suche nach einem neuen Erfolgserlebnis führt sie nun zur Hirter Rallye St. Veit im nördlichen Kärnten. Hier wollen sie in der ARC-Wertung ihr Glück versuchen.

Dass es im Sport generell, und auch im Rallyewettbewerb, sehr viel auf die Gunst des Moments ankommt, um erfolgreich aus der Aktion auszusteigen, ist allgemein bekannt. Dass man noch dazu auch sehr viel verlieren kann, wenn zur Abwesenheit des Glücks auch noch sehr viel Pech dazukommt, ist ebenso eine Tatsache. Diese Erfahrung mussten zuletzt auch Andy Hulak und Thomas Stock machen.

In der Tat gab es bei den letzten beiden Rallyes des bestens befreundeten Duos aus dem Industrieviertel einige sehr bittere Momente, aber ans Aufgeben wird dennoch nicht gedacht. Vielmehr wird alle Anstrengung darauf gesetzt, die nächste mögliche Chance bestmöglich zu nützen. Nunmehr ist es die Hirter Rallye St. Veit im malerischen Kärnten, die eine willkommene Gelegenheit darstellt, es aufs Neue zu versuchen, und die wird sehr dankbar angenommen. Auch wenn Andy Hulak und Thomas Stock das „reduzierte“ Programm der Austrian Rallye Challenge nützen, nicht das der österreichischen Rallye-Meisterschaft (drei Prüfungen weniger). Der Grund liegt schlicht im stark reduzierten Nenngeld, zudem ist das Preis-Leistungsverhältnis hier deutlich günstiger, wenn man es auf die Kosten pro Kilometer umlegt.

Wie dem auch sei: Wichtig ist wie gewohnt, das Verlangen nach ausgiebigem Quertreiben zu befriedigen, aber auch die Strecken erfolgreich zu bezwingen. Diesbezüglich bieten die Rallyes in Kärnten traditionell besonders viel, bei einem technisch störungsfreien Verlauf kann ein beherzter Fahrer wie Andy Hulak, der sein Fach vortrefflich beherrscht, hier sehr viel herausholen. Und auch wenn im Endergebnis der Vergleich zur Konkurrenz nicht relevant ist, da ja die Austrian Rallye Challenge und die ÖRM getrennt gewertet werden, wird es doch interessant werden, wie gut sich das Team Hulak/Stock gegen hochkarätige Gegner wie Schindelegger & Schindelegger oder die Besatzung Kogler/Matusch tempomäßig durchsetzen können. Immerhin bestreiten sie den überwiegenden Teil der SP’s gemeinsam.

Letztendlich auch ist die Vorfreude speziell von Andy Hulak deswegen so groß, weil er den Mini-Rundkurs auf der ehemaligen Rallycross-Piste von St. Veit an der Glan als sehr faszinierendes Beiwerk betrachtet. Andy, der in seiner frühen Motorsport-Laufbahn selbst auch Rallycrosser war, wird da sicher von nostalgischen Eindrücken begleitet werden. Während diese Spezial-Prüfung für ihn neu ist, werden ihm andere Streckenabschnitte durchaus bekannt vorkommen. Auch wenn das letzte Antreten bei einer Rallye in der Umgebung von St. Veit nunmehr 18 Jahre zurückliegt.

Alles in allem ist das Gefühl vor der Rallye sehr von Spannung und positiven Eindrücken geprägt, was sicher sehr vorteilhaft sein kann, wenn es dann richtig zur Sache gehen wird. Gewiss wird es auch diesmal wieder auf das entscheidende Maß Glück ankommen. Aber es überwiegt in jedem Fall die Zuversicht.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Lavanttal: Bericht Gschwandner

Rallyefahrende Fahrschullehrer mit „Bildungsauftrag“

Der Obmann der Austrian Rallye Challenge und des MCL 68 fuhr nach siebenjähriger Pause wieder eine gezeitete Rallye. Traditionelle Rallye als Bühne für wichtiges Verkehrssicherheitsprojekt.

Lavanttal Rallye: Mitropa Rally Cup

Stengg & Kobal gewinnen Mitropa Cup

Roland Stengg gewinnt mit Beifahrerin Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) die Mitropa Rally Cup Wertung. In der Gruppe der historischen Fahrzeuge siegen Alois Nothdurfter/Manfred Cerny auf ihrem Ford Sierra RS Cosworth.

Mitropa Cup: Vorschau Rally Porec

24 MRC-Teams bei 27. Rally Porec

Erst zum zweiten Mal im Meisterschaftskalender vertreten, gehen 24 Teams des Mitropa Rally Cup (MRC) bei der Rally Porec in Kroatien an den Start.

Takamoto Katsuta: Hintergrund

Wie der Japaner zum WM-Anwärter wurde

Takamoto Katsuta führt die WRC-Weltmeisterschaft an - Als erster japanischer Fahrer überhaupt - Was sich im Hintergrund zum Positiven verändert hat

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

ARC, Lavanttal: Bericht Zellhofer

Zellhofer Gesamt-Sechster & ARCP-Sieg

Er verteidigt damit derzeitigen zweiten Platz in der ORM2-Staatsmeisterschaft - Superleistung auf Asphaltabschnitten, aber Pech bei Regen und auf Schotter