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Das Auto, das zu gut für die WRC gewesen wäre Prototyp des Toyota GR Yaris WRC 2021
Tom Howard

Der radikale Toyota, der vielleicht zu gut für die WRC gewesen wäre

Toyota hat erstmals den Prototyp eines geplanten WRC-Autos für die Saison 2021 gezeigt, vom dem das Team selbst sagt: War vielleicht gut, dass er niemals kam

Im Vorfeld der Rallye Finnland (3. bis 7. August) hat Toyota die Türen seiner Fabrik in Finnland geöffnet und dabei erstmal den Prototypen eines GR Yaris gezeigt, der ursprünglich in der Saison 2021 in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) hätte eingesetzt werden sollen.

Das Fahrzeug verfügt über eine noch radikalere Aerodynamik als die erste Generation des Yaris WRC und hätte nach Einschätzung des Teams so viele Vorteile gehabt, dass es im Sinne des Wettbewerbs in der WRC vielleicht sogar gut war, dass das Auto nie zum Einsatz kam.

"Das [Auto] ist eine unglaubliche Geschichte. Es ist unfassar", sagt Technikchef Tom Fowler. "Wäre die Situation mit dem Coronavirus nicht gewesen, wären wir damit in der Saison 2021 gefahren. Doch mittendrin eine komplett neue Homologation eines komplett neuen Autos zu machen, war nicht wirklich machbar."

Corona setzt der Testarbeit ein Ende

Toyota hatte 2019 mit der Entwicklung des Autos begonnen, welches auf der Straßenversion des GR Yaris basierte. Doch nach einem ersten Test des Fahrzeugs Anfang 2020 kam die COVID-19-Pandemie über die Welt. In der Folge standen auch in der WRC die Räder monatelang still, und es wurde ein Testverbot erlassen.

"Als das Testverbot kam, hatten wir das Auto vier Tage lang gefahren, und sollten es wenige Monate später einführen", erinnert sich Fowler. "Es wurde sehr kompliziert, aber nach diesen vier Tagen war es bereits schneller als der Yaris. Es war eine sehr enttäuschende Situation, denn dieses Auto ist wirklich unglaublich."

Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf den Umstellung auf das Rally1-Reglement in der Saison 2022 stellte Toyota die Entwicklung des 2021er-Yaris ein, und das Auto verschwand in den Hallen der Fabrik in Finnland.

Erfahrungen halfen auch beim Rally1-Auto

Was nach Ansicht von Fowler für den Wettbewerb in der WRC sogar gut war, denn dieser Toyota wäre der Konkurrenz von Hyundai und Ford wahrscheinlich haushoch überlegen gewesen. "Die Art und Weise, wie es als Paket mit dem Straßenauto entwickelt wurde, bot so viele Vorteile, dass es wahrscheinlich gut für die WRC war, dass dieses Auto nie zustande kam."

Notwendig wäre das neue Auto rückblickend betrachtet auch nicht gewesen, denn auch mit dem Vorgängermodell gewannen Toyota und Sebastien Ogier in der Saison 2021 die Fahrer- und Hersteller-Weltmeisterschaft.

Doch was bleibt nun von der Arbeit an einem Auto, welches letztlich nie eine Rallye fuhr? Laut Fowler in mehrfacher Hinsicht ein Lerneffekt. "Wir haben viel von diesem Auto gelernt, auch für die Rally1, und wir haben einige der Informationen genutzt, um Updates für das vorherige WRC-Auto zu machen."

Motorsport-Total.com

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