RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC-Zukunft zu "70 Prozent" fix Auf welchen Antrieb setzt die WRC ab 2025? (Symbolbild)
Motorsport Images

Roadmap zur WRC-Zukunft laut FIA zu "70 Prozent" festgelegt

Die Grundzüge des künftigen WRC-Reglements ab 2025 stehen laut FIA-Rallyedirektor Wheatley zum größten Teil fest: Größtes Fragezeichen ist der Antrieb

Anfang des Jahres 2022 hat der Automobil-Weltverband FIA zusammen mit dem WRC-Promoter und Herstellern die Arbeit am Technischen Reglement der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ab der Saison 2025 aufgenommen. Und Stand Ende Oktober stehen die Grundzüge der künftigen Ausrichtung laut FIA-Rallyedirektor Andrew Wheatley zum größten Teil fest.

"Prozentweise würde ich sagen zu 70 Prozent", sagt Wheatley der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'. Mit dem zur Saison 2022 eingeführten Rally1-Reglement, welches erstmals Hybridantriebe in die WRC brachte und zudem auf nachhaltigen Treibstoff setzt, wollte die FIA die WRC für Autohersteller relevanter machen.

Das Ziel, neue Hersteller in die Weltmeisterschaft zu locken, wurde damit aber nicht erreicht. Weiterhin sind nur Hyundai und Toyota mit einem Werksteam in der WRC vertreten, hinzu kommt das von Ford unterstützte Team M-Sport.

FIA drückt beim Reglement aufs Tempo

Aus diesem Grund hatte FIA-Vizepräsident Robert Reid, der 2001 als Beifahrer von Richard Burns Rallye-Weltmeister war, schon am Rande der Rallye Monte-Carlo angemahnt, zügig die Arbeit am künftigen Reglement aufzunehmen, das auf den aktuellen Zyklus nach 2024 folgen soll.

"Wir haben uns bei Herstellern umgehört, die an der WRC beteiligt sind, und wir haben mit einigen Herstellern gesprochen, die allgemein im Rallyesport tätig sind", berichtet Wheatley. "Wir haben auch einige Gespräche mit Herstellern geführt, die nicht an der WRC beteiligt sind, um zu versuchen, die Richtung zu verstehen, in die sich die Automobilwelt bewegt, wenn wir über Fahrzeuge sprechen, die für die WRC relevant sind."

"Es gibt viele Rückmeldungen und Möglichkeiten, es ist klar, dass niemand eine feste Vorstellung davon hat, wie die Zukunft aussehen wird", so der FIA-Rallyedirektor weiter. "Im Moment versuchen wir, dem Motorsport-Weltrat eine Vision zu unterbreiten, wie die WRC in Zukunft aussehen soll, um sicherzustellen, dass wir eine klare Vorstellung haben."

Rally1-Konzept soll grundsätzlich beibehalten werden

Dabei soll das grundsätzliche Fahrzeugkonzept der Rally1-Autos, die nicht mehr auf einer Serienkarosserie basieren, auch nach 2024 beibehalten werden. "Wir wissen, dass der Kern eines Rally1-Autos, also die Sicherheitszelle, die Aerodynamik, die Aufhängung und die Bremsen, zu 75 Prozent gleich bleiben", sagt Wheatley.

"Die Flexibilität, die wir mit dem aktuellen Format haben, sei es durch die Skalierung, um das Auto in einer bestimmten Umgebung konkurrenzfähig zu machen, oder durch die Flexibilität, die uns die Sicherheitszelle gibt, denke ich, dass wir im Moment ziemlich viele Grundlagen abgedeckt haben."

Offen bleibt jedoch die Frage, auf welche Antriebstechnik das künftige WRC-Reglement setzen wird. "Der Teil, der sich ändern könnte, ist entweder der Treibstoff, der in den Motor kommt, oder ob es ein Elektromotor oder ein Verbrennungsmotor ist", sagt Wheatley.

Die große Frage nach dem Antrieb der Zukunft

Beispiele für alternative Antriebe im Rallyesport gibt es bereits. So entwickelte Hayden Paddon zusammen mit Hyundai in Neuseeland ein Rallyeauto mit Elektroantrieb. Im Rahmen der Ypern-Rallye der WRC fuhr im August ein mit Wasserstoff angetriebener Toyota Yaris.

"Wenn man sich das Hybridauto ohne fossile Brennstoffe ansieht, das wir jetzt haben, den elektrischen Hyundai und das Wasserstoffauto von Toyota, dann liegt die Zukunft irgendwo in diesem Bereich", philosophiert Wheatley. "Die Frage ist nur, wo?"

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC Rallye Paraguay: Nach SP17

Sturm sorgt für Schäden im Servicepark

Sami Pajari führt weiterhin die Rallye Paraguay an - Starker Samstag von Adrien Fourmaux - Schrecksekunde durch Unwetter im Servicepark

ORM/ARC, OBM Rallye: Bericht

Hermann Neubauer holte die Rallye-Krone 2026

Mit einem Sieg bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Krumbach gewann der Salzburger seinen dritten Titel in der TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft / Der fünffache Champion Simon Wagner musste nach einem Unfall aufgeben / Auch der dritte Meisterkandidat Michael Lengauer flog im Finish von der Strecke

EHRC Gravel, Lahti: Bericht Schindelegger

Schindeleggers mit Top-Platzierung in EHRC

Das Rallyeteam Schindelegger spielt seine bisherigen Finnland Erfahrung komplett aus und sichert sich trotz starker Konkurrenz viele Punkte für die Meisterschaftswertung.

ORM, OBM Rallye: Nach SP2

Führungs-Quartett in Krumbach

Nach zwei Prüfungen liegen bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye die ersten Vier fast gleichauf / Die erwartete Sekundenschlacht im Titelkampf wurde schon in der Anfangsphase bestätigt / Simon Wagner führt momentan

ORM/ARC, OBM Rallye: Nach SP9

Der Titelkampf ist noch immer offen!

Vor den fünf Nachmittagsprüfungen liegt Simon Wagner bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Führung / Hermann Neubauer hat mit seinem derzeitigen zweiten Platz die besten Titelchancen / Michael Lengauer muss hoffen

ORM, OBM Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Fix ist nur, dass noch nix fix ist

Nach dem ersten Tag der OBM Land der 1000 Hügel Rallye ist der Titelkampf noch immer völlig offen / Simon Wagner führt, Favorit Hermann Neubauer folgt ihm nach und Michael Lengauer wirft eine 10-Sekunden-Strafe leicht zurück