RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Vereinfachtes Punktesystem Neues Punktesystem in der WRC? Evans holte schon mehr Punkte als ein Rallye-Sieger
Toyota

Vereinfachtes Punktesystem: FIA will Format erneut anpassen

Das neue WRC-Punktesystem für die Saison 2024 hat für viel Diskussionsstoff gesorgt - Die FIA will das Format deshalb erneut anpassen

Es sieht so aus, als würde der Automobil-Weltverband FIA das Punktesystem der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) für das Jahr 2025 erneut anpassen. Dazu wurde eine Alternative entwickelt, die nun dem Weltmotorsportrat vorgelegt werden soll. Das neue Format 2024 steht in der Kritik, da ein Rallye-Sieg deutlich an Wert verloren hat und es sogar möglich ist, mehr Punkte zu sammeln als der Sieger der Veranstaltung.

Daher soll das Format verbessert und vereinfacht werden. Das System wurde 2024 eingeführt, um das Spektakel am Sonntag zu verbessern, denn dort wurde mit dem herkömmlichen Punktesystem meist sehr defensiv gefahren. Aus diesem Grund wurden die Punkte auf die einzelnen Tage verteilt, aber die Grundvoraussetzung ist nach wie vor, die Rallye am Sonntag zu beenden.

Am Ende des Samstags erhalten die Top-10-Piloten, wenn sie am Sonntag ins Ziel kommen, folgende Punkte: 18-15-13-10-8-6-4-3-2-1. Am Sonntag erhalten die Top-7-Fahrer basierend auf dem Tagesklassement folgende Punkte: 7-6-5-4-3-2-1. Dazu gibt es auf der Powerstage noch diese Bonuspunkte: 5-4-3-2-1. Mit diesem System wurde es am Sonntag spannender, aber auch umstrittener.

Elfyn Evans wurde bei der Zentral-Europa-Rallye zwar nur Zweiter, nahm aber mehr Punkte mit nach Hause als Rallyesieger Ott Tänak. Der Waliser sammelte zwei Zähler mehr als der Este. Das ist den Fahrern und Teams ein Dorn im Auge, weshalb die FIA nun Änderungen am Punktesystem vornehmen will, die aber erst vom Rat bestätigt werden müssen.

"Wir haben eine Option entwickelt, die wir dem Rat beim nächsten Mal zeigen können und mit der mehr oder weniger alle einverstanden sind", sagt FIA-WRC-Managerin Marina Dunach. "Dann wird im Weltmotorsportrat darüber abgestimmt und vielleicht haben wir im nächsten Jahr ein neues Punktesystem."

Die FIA-Verantwortlichen haben verschiedene Szenarien in Excel durchgespielt, um das verbesserte Punktesystem zu simulieren. Wie dieses System aussehen wird, ist aber noch nicht bekannt. "Wir haben das Gefühl, dass es vielleicht etwas gerechter wird. Wir denken immer daran, was das Beste für die Meisterschaft ist", so Dunach.

Auch FIA-Straßensport-Direktor Andrew Wheatley äußert sich: "Unsere Priorität war es, die Diskussionen über den Sonntag im Keim zu ersticken. Das hat natürlich neue Diskussionen ausgelöst. Jetzt haben wir eine Option und hoffen, dass die Änderungen das System vereinfachen." Wie genau die FIA dieses Ziel erreichen will, darüber schweigt sie sich bislang aus.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, ET König Judenburg Rallye: Vorschau

Hochklassiges PS-Spektakel ist garantiert

Mit der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg geht die TEC 7 Rallye-Staatsmeisterschaft in die vierte Runde des laufenden Jahres.

CZ, Rally Cesky Krumlov: Bericht

Wagner: „Potential nicht ausgeschöpft“

Auch beim zweiten Lauf zur CZ Meisterschaft lief es für Simon Wagner nicht wunschgemäß, er belegte Platz vier. Lukas Dirnberger zweitbester Österreicher.

Nach harscher Kritik von Teamkollege Sebastien Ogier bezieht Oliver Solberg Stellung zum Japan-Unfall - Und bekommt Rückendeckung von seinem Teamchef

ERC, Skandinavien: Bericht

Beide Youngsters mit Podestpotential

Bei der Skandinavien Rallye konnten Maximilian Lichtenegger in der ERC3 und auch ERC4-Debütant Marcel Neulinger in ihren Kategorien mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten. Die Rallye gewann der Finne Heikkilä vor Martins Sesks.

Mitropa Rally Cup: Rally Velenje

Start-Ziel-Sieg für Kößler/Hofmann

Manuel Kößler/Benedikt Hofmann gewinnen in ihrem Hyundai i20 R5 die Mitropa Rally Cup (MRC) Wertung bei der 41. TIKI Rally Velenje. Die Italiener Alessandro Pulz/Stefano Ierman stehen im Ford Sierra RS Cosworth ganz oben auf dem Podium in der Wertung für historische Fahrzeuge.