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Elfyn Evans WM-Favorit? Elfyn Evans will die Favoritenrolle nicht annehmen
Motorsport Images

Elfyn Evans WM-Favorit? "Wer weiß, was noch alles passiert?"

Trotz WM-Führung will Elfyn Evans die Favoritenrolle im Kampf um den WRC-Titel nicht annehmen - Frust bei Teamkollege Ogier nach doppeltem Defekt

Nach seinem Sieg bei der Rallye Türkei geht Toyota-Pilot Elfyn Evans als Tabellenführer in die Schlussphase der Saison 2020 der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Bei noch zwei geplanten Rallyes in Italien und Belgien hat der Waliser 18 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen Sebastien Ogier.

Als Favorit auf den WM-Titel sieht sich Evans nach seinem zweiten Saisonsieg aber nicht. "Es ist besser so als anders herum, aber viel nachgedacht habe ich darüber nicht", sagt er. "Wer weiß, was bis zum Saisonende noch alles passiert? Ein Ausfall, und das Blatt kann sich wieder wenden. Wir müssen bei den nächsten Rallyes konzentriert bleiben."

Evans profitierte in der Türkei auch von den Ausfällen seiner WM-Rivalen Ogier und Ott Tänak (Hyundai), die bei der härtesten Rallye im WRC-Kalender von technischen Problemen heimgesucht wurden. Bei Tänak versagte am Samstag die Lenkung, Ogier musste seinen Toyota am Schlusstag mit einem Motorschaden abstellen.

"Nicht mein schönster Sieg"

Deshalb will Evans seinen Sieg in der Türkei nicht überbewerten. "Natürlich freue ich mich, aber ich würde nicht sagen, dass es mein schönster Sieg war. Unter solchen Umständen möchte man nicht gewinnen", sagt er mit Blick auf die Probleme seiner Rivalen.

"Wir wissen, dass es hier eine Art Lotterie ist, die man nur teilweise beeinflussen kann. Diesmal waren wir auf der richtigen Seite", so Evans. "Es war aber auch schon einmal anders herum."

Während Evans das Glück auf seiner Seite hatte, erwischte Ogier eine völlig gebrauchte Rallye. "Wir hatten wirklich Pech, denn es sind zwei schwerwiegende Probleme aufgetreten, die das Team vorher noch nie erlebt hat", so Ogier gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Ogier: Wochenende ohne Punkte nie gut

Am Samstag hatte ein Defekt der Elektrik an seinem Yaris zum Ausfall des Antriebs auf der Hinterachse geführt, ehe seine Rallye am Schlusstag durch den Motorschaden endgültig beendet wurde.

"Manchmal ist es besser, wenn an einem Wochenende alle Probleme zusammenkommen als wenn jedes Wochenende irgendwas passiert", versucht Ogier etwas Positives von der Rallye Türkei mitzunehmen. "Mit Blick auf die Meisterschaft ist es aber nicht gut, wenn man ein Wochenende nach technischen Problemen ohne Punkte abschließt."

Motorsport-Total.com

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