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Jännerrallye: Nach Tag 2 (SP10)
Foto: Harald Illmer

Entscheidender Sonntag verspricht Spannung²

Staatsmeister Simon Wagner führt die 39. LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by WIMBERGER nach dem zweiten Tag an / Aber der Freistädter Titelverteidiger Michael Lengauer bläst zum Generalangriff

Schnee, Eis, Matsch, Dreck, Sonne und Kälte – alles, was der Winter zu bieten hat und einen Jännerrallye-Fan erfreut, hatte die heute gestartete 39. Auflage des Klassikers im oberösterreichischen Mühlviertel zu bieten. Die nach dem gestrigen Quaklfying letztendlich 74 ins Rennen gegangenen Teams nahmen die glitschig-kitschigen Bedingungen dankend an und boten den Zuschauern die von diesen erhoffte Drift-Show. So wirklich kalt, so schien es, blieb dabei nur einer. Simon Wagner trotzte (mit seiner Copilotin Hanna Ostlender) jedweder Schwierigkeit und spulte zumindest nach außen hin die ersten zehn Sonderprüfungen makellos herunter. Ergo dessen es nicht verwundert, dass der fünffache Staatsmeister nach dem zweiten Tag der LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by WIMBERGER von der Spitze lacht. Dass er sich trotz aller Cooleness fast verkühlt hätte, hatte einen Namen – Michael Lengauer!

Mit entspannter Miene kann auch der zweifache Jännerrallye-Sieger der letzten beiden Jahre vor dem morgigen Entscheidungstag zu Bett gehen. Für „Hausherr“ Michael Lengauer lief zwar nicht alles nach Plan. So würgte er einmal den Motor ab, schlug ihm eine Schneestange die Windschutzscheibe ein und sah er sich überhaupt das eine oder andere Mal „nicht so gut in der Spur“. Trotzdem liegt er mit „nur“ 7,4 Sekunden Rückstand in absoluter Schlagdistanz zum Spitzenreiter. Was er vor allem einem Husarenritt durch die Sportarena Tannermoor Liebenau verdankt. Mit einer Fahrt als gäbe es kein morgen nahm er Wagner acht Sekunden(!) ab und verspricht der Sonntag mit noch acht Sonderprüfungen also Hochspannung². Zumal der momentane Zwischenstand auch noch einen beinharten Fight zwischen Österreichs Hermann Neubauer und dem routinierten WM-Piloten Mads Østberg aus Norwegen und um einen Platz auf dem Podium erwarten lässt. Aus diesem ursprünglichen Dreikampf wurde heute der schnelle Este Romet Jürgensen leider herausgerissen. Ein Reifenschaden auf der vorletzten Prüfung kostete ihn eineinhalb Minuten.

Bewundernswert in jeder Hinsicht sind auch die Leistungen von Martin Rossgatterer, und vor allem auch dem erst 21 Jahre jungen Kärntner Maximilian Lichtenegger, die mit ihren Rally3-Boliden einige renommierte Namen in leistungsstärkeren Rally2-Autos hinter sich halten konnten. Rossgatterer blieb auf allen acht Prüfungen des heutigen Tages in den Top ten. Lichtenegger hatte seine Sternstunde am Abend in Liebenau mit einem dritten SP-Platz, nur Lengauer und Simon Wagner vor ihm! Die zwischenzeitlichen Gesamtplätze sieben bzw. acht sind für die Rally3-Heroes ein mehr als verdienter Lohn.

Damit ergibt sich naturgemäß auch die Zwischenwertung in der TEC7 ORM 2, die also Martin Rossgatterer in Führung zeigt, Zweiter ist Maximilian Lichtenegger, Dritter der ebenfalls stark fahrende Tscheche Petr Kacirek.

Die TEC7 ORM 3 führt nach zehn Prüfungen der Oberösterreicher Marcel Neulinger vor dem Norweger Martin Stenberg. Dritter ist Nico Neulinger.

Marcel Neulinger führt auch in der ORM Junior. Hier liegt auf Platz zwei wie in der ORM 3 Martin Stenberg und auf Platz drei der Oberösterreicher Lukas Dirnberger.

Und last but not least hält Staatsmeister und damit auch Titelverteidiger Günther Königseder in der TEC7 Historischen Staatsmeisterschaft die Spitze vor Patrik Gaubinger und Horst Stürmer.

Einen hab‘ ich noch – in der TEC7 ORM Trophy, den Fahrern über 50 Jahre, führt der deutsche Titelverteidiger Hermann Gassner vor Martin Fischerlehner und Gerald Bachler.

Jännerrallye 2026, Zwischenstand nach dem 2. Tag (10 von 18 Sonderprüfungen)

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