RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Dakar: Walkner will jetzt "einfach nur Spaß haben" Etwas mehr als zwei Stunden beträgt der Rückstand von Matthias Walkner
KTM

Nach Kupplungsschaden will Matthias Walkner "einfach nur Spaß haben"

Seit dem Zeitverlust durch Kupplungsschaden genießt Matthias Walkner jeden Dakar-Tag - Der Österreicher schwärmt von seiner Fahrt mit Ross Branch

Beim Kampf um den Gesamtsieg spielt Matthias Walkner keine Rolle mehr. Schon auf der zweiten Etappe der Rallye Dakar trat an seiner KTM ein Kupplungsdefekt auf. Der Österreicher musste in der Wüste lange reparieren und büßte rund zweieinhalb Stunden ein. Das bedeutete den Rückfall auf Platz 69.

Am dritten Tag meldete sich Walkner mit Rang drei zurück. Dann folgte mit Platz 23 wieder eine schwierige Etappe. Die letzten beiden Tage vor dem Ruhetag beendete der Salzburger auf den Positionen acht und fünf.

In der Gesamtwertung kletterte Walkner auf Platz 24 nach vor. Sein Rückstand auf die Spitze beträgt bei Halbzeit der Rallye zwei Stunden und elf Minuten. "Es gibt nicht viel zu analysieren", seufzt der Gesamtsieger von 2018.

"Am zweiten Tag hatte ich einfach Pech, wobei ich mehr oder weniger mein Rennen verloren habe. Ich will jetzt Spaß haben und gesund bleiben. Mein bester Moment der ersten Woche war die sechste Etappe, als ich mit Ross gemeinsam gefahren bin."

"Ab dem Refueling bin ich gemeinsam mit Ross Branch gefahren, der gleich hinter mir in die Etappe gestartet ist und mich einholen konnte. Dass er drei Minuten gutmachen konnte, hat mich etwas überrascht, weil auch ich ein ordentliches Tempo gefahren bin."

"Ich vermute, er hat sich eher an den Spuren orientiert. Zwei Tage zuvor, als ich mit Skyler Howes gefahren bin, dachte ich mir schon: Wahnsinn was der für ein Tempo vorgibt. Aber das Tempo von Ross Branch ist nochmal eine Steigerung."

"Wir haben auf Skyler dann noch drei Minuten bis ins Ziel aufgeholt. Ross hat ein unfassbares Tempo", schwärmt Walkner von seinem Yamaha-Konkurrenten. "Ich habe mich gefühlt wie in der Quali-Runde bei einem Motocross-Rennen, wo man sich in jeder einzelnen Kurve am Limit bewegt."

"Ich hab nur noch auf Branch geschaut, wie die Dünen weitergehen, wann Abrisskanten kommen. Jede Düne, die zwei bis drei Meter hoch war, ist er hinten ins Flache runtergesprungen. Das Problem war, ich musste nachspringen und habe versucht dranzubleiben."

"Wenn ich sein Fahrtempo nicht mitgegangen wäre, dann wäre ich abgerissen und hätte sicher zwei, drei Minuten verloren. Zum Teil sind wir so schnell in die Dünen reingefahren, dass wir in der Kompression abgehoben und ins Steile rein gelandet sind."

"Das ist irgendwie eine neue Art Dünen zu fahren. Also entweder bin ich zu alt oder den Speed nicht mehr gewohnt, aber es war glaube ich die schnellste Etappe, die ich je gefahren bin. Branch kommt aus Botswana und da merkt man einfach, dass er ein extrem guter Sandfahrer ist."

"Er fuhr ja auch die Motocross-WM. Es war sehr technisch zum Fahren, hier ging es weniger um Risiko oder Mut. In den Dünen muss man echt Motorradfahren können. Das Motorrad mitnehmen, leicht machen, quer über die Düne andriften."

"Am Ende konnte ich noch einige Minuten aufholen und mit Platz fünf und drei Minuten Rückstand bin ich echt zufrieden, vor allem war es ein richtig cooler Tag! Ich bin aber auch ziemlich müde und freue mich jetzt schon sehr auf den Ruhetag."

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Herbstrallye: Vorschau ZM Racing

ZM-Racing beendet erfolgreichste Saison

Am Start sind Max (Martin) u. Christoph Zellhofer, sowie Gerold Neumayr - Rennteam aus St.Georgen am Ybbsfelde feiert so seine bisher beste Saison

ORM- & ORM2-Champions dabei

Comeback der 3 Städte Rallye

Beim Comeback der 3 Städte Rallye (8. bis 10. Oktober) sind Österreichs zurzeit erfolgreichen Fahrer und Teams am Start, darunter die beiden Staatsmeister Neubauer und Zellhofer.

ARC, Herbstrallye: Vorschau Schindelegger

Heimspiel vor dem Grande Finale

Das Rallyeteam Schindelegger startet bei der Herbstrallye in Dobersberg und legt vor dem Grande Finale auf Schotter in Italien ein Heimspiel auf Asphalt ein.

Statement Christina Ettel

„Ich werde sehr gut versorgt“

Beim tödlichen Unfall von Klaus Rader auf Mallorca war Christina Ettel die Copilotin - ein von ihr verfasstes Statement sorgt nun für große Erleichterung.

ARC, Herbstrallye: Vorfreude

Herbstrallye 2026: Die Vorfreude ist groß…

Auf die Fans warten ein sensationelles Starterfeld mit über hundert Teams, der Flugplatz Dobersberg als einzigartige Kulisse für den Servicepark und die legendäre Fahrerpräsentation am Freitagabend sowie am Samstag erstmals der große Zieleinlauf plus Siegerehrung in Waidhofen an der Thaya.

M-Sport testet den Ford Fiesta Rally2 für die WRC 2027: Neue Aerodynamik, weniger Gewicht und ein angepasster Turborestriktor sollen den Unterschied machen