RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Pirelli-Rallye

Vergebliche Liebesmüh

Ankommen um jeden Preis - mehr noch als sonst war dies die oberste Priorität des Teams Zöckl anlässlich der Pirelli-Lavanttal-Rallye.

Kein Wunder, wollte man doch nach fünf Ausfällen endlich einmal ein Ergebnis vorlegen. Um das Ausfallsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren, nahmen Walter Zöckl und Maros Certan die hochschaubahnartigen SPs der Kärntner Renommee-Veranstaltung mit größtmöglicher Vorsicht in Angriff.

Ein taktisch kluger Entschluß, denn gegen Bernd Rothensteiner im Ford Escort RS 2000 und erst recht gegen Eduardo Muner im Porsche 911 SC wäre selbst mit härtestem Einsatz jeder Angriffsversuch sinnlos gewesen. Die technische Überlegenheit der genannten Wagen war einfach zu groß. Andererseits bestand während keiner Phase der Rallye eine Gefahr durch die Historik-Kollegen Stefan Dangl im Fiat Spider und Ossi Posch im Alfa Romeo 2000 GTV.

Von einer bezogenen Position zu sprechen wäre dennoch fehl am Platz, schließlich sollte sich sogar herausstellen, dass nur ein einziger Bewerber im Histo-Cup das Ziel in Wolfsberg erreichen sollte. Allen Bemühungen zum Trotz: Walter Zöckl war es nicht.

Das Drama begann schon vor der Rallye, als sich bei einer kurzen Probefahrt herausstellte, dass der Motor des BMW 2002 nur auf drei Zylindern lief. Als Fehlerquelle stellte sich ein gebrochener Kipphebel an der Ventilsteuerung heraus, der von den Mechanikern rechtzeitig vor Beginn der Rallye ausgetauscht werden konnte.

Die wahre Heldentat aber vollbrachte Gabi Zöckl, die bereits nach Kärnten gereist war und anschließend noch nach Wien fuhr, um das benötigte (fehlende) Teil zu beschaffen. Unterstützung erhielt sie dabei von Bernhard Tötschinger, dem Vorjahres-Beifahrer von Walter Zöckl.

Lange Zeit sah es danach aus, als würde sich der enorme Einsatz jedes einzelnen Teammitgliedes bezahlt machen. Letztendlich aber sollte trotz dieses nicht zu unterschätzenden positiven Faktors und trotz der selbst auferlegten Zurückhaltung seitens des Fahrers alle Mühe vergeblich sein.

Das dramatische Ende kam auf SP 9 (Prebl-Weißenbach 2), als ohne Vorwarnung der Antriebsstrang blockierte. Die genaue Ursache steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest, ein Bruch an einem Teil der Kupplung bzw. der Schwungmasse gilt als sehr wahrscheinlich.

Somit ging ein bis dahin sicher gehaltener zweiter Platz in der Historischen Klasse verloren, am Ende kam sogar Bernd Rothensteiner als einziger Teilnehmer dieser Kategorie über die gesamte Distanz. Walter Zöckl, der seine Verbitterung über die neuerliche unverschuldete Niederlage kaum verbergen konnte: „So viele Ausfälle habe ich früher nie gehabt. Und wenn, dann nur, weil ich mich weggeschmissen hab’.”

Damit scheint das Kapitel BMW 2002 abgeschlossen zu sein. Mit so gut wie hundertprozentiger Sicherheit wird schon bei der Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye ein BMW M3 am Start stehen, der schon Markus Moufang zuverlässigen Dienst erwiesen hat. Fahrerteam: Walter Zöckl/Maros Certan.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Pirelli-Rallye

Weitere Artikel:

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ET König Judenburg Rallye: Vorschau ARC

Hartes Duell um die ARC-Spitze!

Mit Hans Georg Lindner kommt ein „Historischer“ als ARC-Tabellenleader nach Judenburg - doch Gerolf Schuller liegt nur knapp dahinter. In der ART1 gibt Raimund Baumschlager ein Comeback - als Tabellenleader startet Gastgeber Peter Hopf.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Baumschlager

Baumschlager plant Start in Judenburg!

Comeback im Renntempo: Vor genau vier Wochen musste sich Raimund Baumschlager einer Schulteroperation unterziehen. Jetzt plant der Rekordstaatsmeister bereits sein Comeback im Rallye-Cockpit!

Simon Wagner hat sich kurzfristig dazu entschlossen, am Judenburg-Wochenende die zur Tschechischen Meisterschaft zählende Rally Hustopece zu fahren. Eine Entscheidung, die gleich in zwei Meisterschaften die Spannung erhöht.