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Rallye-ÖM: OMV-Rallye

Die Schatten der Alpenfahrt

Es sollte auch diesmal wieder ein recht kurzer Auftritt für Walter Zöckl bei der OMV-Rallye werden.

War es letztes Jahr ein Motorschaden auf SP 3, so war diesmal ein Missgeschick auf SP 5 (Zöbern II) für das frühe Ende verantwortlich. Also weiterhin kein Grund, an der Zuverlässigkeit des BMW M3 zu zweifeln.

Natürlich wartete alles gespannt auf die Kult-SP Krieau, das stimmungsvolle Mega-Event, das von tausenden Gästen live mitverfolgt wurde. Allerdings mussten Walter Zöckl und Maros Certan schnell einsehen, dass der PS-starke, aber an der angetriebenen Hinterachse schwach belastete BMW M3 für diese Art von Untergrund ganz und gar ungeeignet war.

Gleiches galt für die notgedrungen montierten Regenreifen, weil sich eine Anschaffung von Schotterreifen für diese kurze Strecke nicht rechnete. So gelang es dem gleichzeitig mit Walter Zöckl auf die Bahn geschickten Martin Ertl mit dem Citroën Saxo spielend, den mächtig brüllenden und von Alfred Frais bildschön in den Farben der früheren Werkswagen lackierten bayerischen Kampfstier abzuhängen.

Walter zeigte jedoch in jeder Lage eine perfekte Haltungsnote, auch dann, als er sich verbremste und, um nicht mit einem Strohballen zu kollidieren, die Bahn halt etwas später wechselte als beabsichtigt (Szenenapplaus!).

Es ergab sich schnell ein faszinierendes Duell mit dem Zweier-Golf GTI des Waldviertlers Manuel Wurmbrand, dem einzigen Konkurrenten in der Gruppe H. Walter blieb auch dann in Schlagdistanz, als eine drohende Motorüberhitzung eine Beschränkung auf 7.500 Umdrehungen erzwang.

Ansonsten lief der BMW klaglos, auch die Bremsen machten diesmal keine Schwierigkeiten. Doch so wie im Wechsel-Gebiet schon zu Alpenfahrt-Zeiten ein Zöckl-BMW gewaltsam zum Stillstand gekommen ist (damals war es ein Baum), forderte auch die jüngste OMV-Rallye ihren Tribut, diesmal in Form einer schwerstens ramponierten Hinterradaufhängung.

Der Übeltäter wurde als ungefähr 60 cm tiefer Brunnenschacht an der Kurveninnenseite identifiziert, der beim Besichtigen (auf alles kann man schließlich nicht schauen) durch den Graswuchs vom Fahrerteam nicht wahrgenommen und daher auch nicht von Maros Certan als No-Cut in den Schrieb aufgenommen wurde.

Auch zeigte sich Walter Zöckl darüber irritiert, dass im Vorjahr ein Strohballen an der besagten tückischen Stelle gestanden ist, heuer dagegen nicht. Insgesamt ist es natürlich ein Rallye-Ausfall wie jeder andere, auch wenn der Verlust des Gruppe H-Sieges schmerzhaft ist, denn auch der stark fahrende Manuel Wurmbrand war ausgeschieden.

Aufgrund der nun anstehenden umfangreichen Reparaturarbeiten muss der geplante Start bei der Herbstrallye der MIG Leiben abgesagt werden, weiterhin fest auf dem Zöcklschen Terminkalender steht jedoch die Steiermark-Rallye in den Gebieten um Admont und Bad Mitterndorf.

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