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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Lohn der harten Arbeit

Michael Böhm, der bei der Castrol Rallye seinen 30. Geburtstag feierte, hat sich und dem Team mit dem 2. Platz in der Dieselwertung das tollste Geschenk gemacht.

Hoch motiviert und bestens vorbereitet ging das AUTO-aktuell Rallye Team in die wohl härteste Rallye des Jahres. Der Fiat Stilo war gut vorbereitet und das Team Böhm/Schmirl ebenfalls.

Trotzdem blieb das Team von Überraschungen nicht verschont. Das in Italien bestellte neue Getriebe wurde leider nicht geliefert, und so musste man mit dem Seriengetriebe vorlieb nehmen.

Die neue Bremsanlage wurde zwar rechtzeitig fertig, doch schon auf der Fahrt zur technischen Abnahme platzte der linke Bremsschlauch. Ein Tausch der gesamten Bremsleitungen wurde vorgenommen und nun schien alles perfekt zu laufen.

Michael Böhm eröffnete die Rallye mit einer dritten Dieselzeit, lediglich sechs Zehntel Sekunden hinter Hannes Danzinger im VW KitCar, aber noch vor Rosenberger und Ölsinger in den starken Gruppe N Autos. In SP 2 verlor Michael Böhm 2 Minuten auf Danzinger und klagte über Bremsprobleme, schaffte es aber noch bis zum Serviceplatz, wo wieder eine geplatzte Bremsleitung festgestellt wurde.

Da nicht genügend Zeit war die Leitung wieder zu tauschen wurde die Bremsleitung des linken Vorderrades abgeklemmt , und das Duo Böhm/Schmirl mußte mit dem angeschlagenen Stilo die nächsten beiden Sonderprüfungen bestreiten. Trotzdem markierte Michi Böhm auf der 21 Kilometer langen Prüfung eine 17. Gesamtzeit, 20 Sekunden hinter Danzinger.

Da Lippitsch, der bis zur SP 3 die Dieselwertung angeführt hatte, mit einem Motorschaden ausfiel, beendete das AUTO-aktuell Rallye Team den ersten, sehr turbulenten Tag auf Platz zwei in er Dieselwertung und am sensationellen 15. Gesamtrang.

„In SP 2 dachte ich – jetzt ist die Rallye gelaufen –ich hatte keine Bremsleistung mehr und musste fast die gesamte Prüfung mit der Handbremse bremsen. Schade, denn gegen Danzinger wäre vielleicht etwas mehr möglich gewesen, aber wir müssen froh sein, das Ziel der ersten Etappe erreicht zu haben „ resümierte Michael Böhm.

Am zweiten Tag der Rallye, an dem Michael Böhm seinen 30. Geburtstag feierte, sollte es aber noch dicker kommen. Die erste Sonderprüfung (SP 5) des zweiten Tages, der ebenfalls von argen Regenfällen gekennzeichnet war, lief perfekt, die Yokohamareifen waren extrem griffig und mit 11:35 Minuten legte man eine 18. Gesamtzeit, 27 Sekunden hinter Danzinger, auf die rutschige Strecke.

In der folgenden SP begann das Drama: der dritte und vierte Gang ließen sich nicht mehr schalten und die Kupplung rutsche. Ein Getriebeschaden zeichnete sich ab. Da beim nächsten Service aber nur 20 Minuten Zeit zur Verfügung stand, war ein Getriebe- und Kupplungstausch ein Spiel mit dem Feuer. Zu allem Überfluss war auch noch die Hinterachse, nach einer Mauerberührung, verbogen.

Das Mechanikerteam um Josef Bogenreiter schaffte mit Hilfe anderer Teams das schier Unmögliche. Man tauschte das Getriebe und die Kupplung in nur 24 (!) Minuten und konnte dazu auch noch die Hinterachse gerade richten. Durch diese Rekordleistung war es möglich, mit einer 40-Sekundenstrafe, die Rallye weiterzufahren.

Da der Drittplazierte Pfeiffenberger zu Beginn der Veranstaltung arge Probleme hatte und fast 30 Minuten verlor, hatte man noch hinten einen enormen Zeitpolster und konnte in der Gangart etwas zurückschalten. Trotzdem lag Böhm beispielsweise in der 30 Kilometer langen Sonderprüfung Nr. 10 mit einer siebzehnten Gesamtzeit nur sieben Sekunden hinter dem KitCar von Danzinger.

Der siebzehnte Platz in der Gesamtwertung und der tolle zweite Rang in der Dieselwertung waren es auch, die das Trio Fiat Stilo, Michael Böhm und Günter Schmirl nach hause brachten. Dabei hatten sie am Rundkurs Althofen noch eine Schrecksekunde.

Als der vor Böhm gestartete Mitsubishipilot Willi Polesznig seinen Boliden zerstörte und die Strecke blockierte musste Böhm anhalten und eine Minute warten, bis der Mitsu von der Straße geborgen werden konnte.

„Ich bin überglücklich über diese Plazierung und muß meinen Mechanikern und Allen die geholfen haben das Getriebe und die Kupplung zu tauschen, herzlichst danken. Ohne diese Rekordleistung wären wir nicht ins Ziel gekommen. Ich hätte mir selbst kein schöneres Geschenk zu meinem Geburtstag wünschen können“, erklärte Michael Böhm im Ziel in Althofen.

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