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Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

High-Noon zum Jahresbeginn

Die IQ-Jänner-Rallye wartet bei ihrer 23. Ausgabe mit Top-Starterfeld, beinahe WM-Lauf würdiger Streckenlänge und vielen neuen Sonderprüfungen auf.

Manfred Wolf

Schon traditionsgemäß wird die heimische, aber auch die internationale Rallye-Saison mit der IQ-Jänner-Rallye, diesmal vom 6. bis 8. Jänner 2005, im Raum Freistadt eröffnet. Wie schon im Vorjahr ist es der Organisationsleitung unter der Führung von Christian Weissengruber und Ferdinand Staber gelungen, dass dieser Rallye Klassiker wieder als Meisterschaftslauf zum tschechischen Championat zählt.

Neben dem Meisterschaftsstatus für Österreich und Tschechien hat man für 2005 mit der Neu-Installierung des „Wintercups“ einen zusätzlichen Anreiz geschaffen, diese länderübergreifenden Aktivitäten zu intensivieren. Mit einem hoch dotierten Preisgeldtopf von 60.000.- Euro können die erfolgreichen Teilnehmer der IQ-Jänner-Rallye 2005 und der tschechischen Mogul-Sumava-Rallye 2005, ihr Budget wesentlich verbessern.

Wie jedes Jahr hoffen Veranstalter, Fahrer und Fans natürlich auch für 2005 auf eine richtige Winter-Rallye – sprich viel Schnee und Eis auf den Sonderprüfungen. Genaue Wetterprognosen kann zum jetzigen Zeitpunkt freilich noch niemand abgeben, folgt man aber dem Bauernkalender, dann ist ein sehr strenger Winter zu erwarten.

Im Jahr 2004 sorgten die verschneiten Sonderprüfungen jedenfalls für ein Rallye-Spektakel der besonderen Art, unter diesen schwierigsten Bedingungen trennte sich sehr bald die Spreu vom Weizen. Dieses Jahr wird es für die Teams noch einmal länger, noch einmal schwerer. Von der Gesamtstreckenlänge weist die IQ-Jänner-Rallye 844,98 Kilometer auf, 20 Sonderprüfungen mit insgesamt 289,36 Kilometern gilt es zu bewältigen.

Baumschlager will seinen Sieg verteidigen, die Zahl der „Jäger“ ist groß!

Zu schlagen gilt es dabei den großen Triumphator des Vorjahres: Raimund Baumschlager wird bei der 2005er-Ausgabe versuchen, seinen Sieg aus dem Jahr 2004 zu verteidigen, er vertraut dabei auf seinen bewährten Mitsubishi Lancer Evo V.

Doch die Konkurrenz hat nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ noch einmal zugelegt. Beinahe unglaubliche sieben FIA-B- und insgesamt 26 ASN-Prioritätsfahrer stellen sich der Herausforderung der IQ-Jänner-Rallye 2005.

Angeführt wird die Gruppe der Baumschlager-Jäger von Manfred Stohl, der ebenso wie Beppo Harrach mit einem Gruppe-A-Mitsubishi starten wird. Auch Achim Mörtl schickt sich an, Raimund Baumschlager im Mühlviertel den Kampf anzusagen, der Kärntner hat ebenfalls mit einem A8-Fahrzeug genannt, welches Auto er pilotieren wird, steht allerdings noch nicht endgültig fest. Die weiteren österreichischen Herausforderer: Mario Saibel, Johann Holzmüller und Gerwald Grössing (alle mit Mitsubishi Evos), Lokalmatador Bernhard Jahn geht mit einem nagelneu aufgebauten Subaru Impreza WRX STi an den Start.

Die tschechische WRC-Armada ist etwas geschrumpft, unterschätzen darf man die Kollegen aus dem Norden aber nicht: Stepan und Tomas Vojtech bringen wieder ihre beiden Peugeot 206 WRC ins Mühlviertel, auch Vaclav Pech (Ford Focus WRC) und Emil Triner (Seat Cordoba WRC) gehen mit den beliebten Top-Allradlern an den Start. Ferenc Kiss aus Ungarn hat ebenfalls mit einem WRC (Hyundai Accent) genannt, auf Jan Kopecky im Skoda Fabia WRC müssen die Fans in diesem Jahr hingegen leider verzichten.

Eine wahre Flut an Top-Piloten in Top-N4-Geräten

Doch der Tscheche kommt ins Mühlviertel, er pilotiert einen Mitsubishi Lancer und führt damit eine ganze Heerschar von N4-Piloten an. Die Liste der N4-Nennungen ist nämlich mehr als beeindruckend.

Vorjahres-Sieger Kris Rosenberger, Tibor Cserhalmi, Hermann Gaßner, der N4-Meister 2004 Martin Zellhofer, Walter Kovar, Miroslav Cais, die Red Bull-Junioren Andreas Aigner und Quirin Müller, die Rallyesprint und WM erprobte Natalie Barrat, Vojtech Stajf, Miroslav Jandik, Jan Votava, Robert Skola, Jiri Tosovsky, der Mühlviertler Bäckermeister Ernst Haneder, der schnelle Ungar Krisztian Hideg, Josef Semerad, David Marek, Willi Stengg der sich die IQ-Jänner-Rallye dieses Jahr nicht entgehen lässt, Nachwuchshoffnung Franz Wittmann jun. mit neuer Beifahrerin Tina-Maria Monego, Diesel-Aussteiger Christian Lippitsch, Jan Stepanek, Java Javos, Karl Schiefermüller, dann eine ganze Italo-Abordnung mit Pierluigi Bergometti, Ricardo Andreis und Alessandro Taddei, die Lokalmatadoren Karl Schiefermüller und Johannes Keferböck, Milan Liska, Jaromir Tomastik, der Schweizer Chris Marti und Rundstrecken-Spezialist Toto Wolff, der einen nagelneuen Mitsubishi Lancer Evo VIII aus dem Hut zaubert.

Auch in den anderen Klassen herrscht Gedränge

Wem das noch nicht genug ist, der darf sich auf KitCar-Geräte vom Feinsten freuen: Josef Petak kommt mit seinem, beim Rallyesprint in Prag eingeweihten Renault Clio KitCar. Die ungestümen Junioren Martin Prokop und Pavel Valousek (im Vorjahr noch mit Skoda Octavia WRC bzw. Toyota Corolla WRC im Mühlviertel) werden mit ihren Suzuki Ignis Super1600 ebenfalls eine tolle Show bieten. Die Tschechen Dousan Kouril, Milan Kneifel und Pavel Kundrat befriedigen Ohr und Auge mit je einem Skoda Felicia S1600 und ihr österreichischer Kollege Andreas Waldherr hat in diesem Jahr – wie schon im Waldviertel erprobt – dieses Mal bestimmt die richtigen Reifen für sein VW Golf KitCar im Gepäck.

Auch die Dieselklasse verspricht einmal mehr viel Spannung: VW-Pilot Hannes Danzinger will seinen Titel verteidigen, Manfred Pfeiffenberger (Seat) und Michi Böhm (Fiat) haben bestimmt auch im nächsten Jahr einiges dagegen. Ob Martin Ertl am Start sein wird ist leider fraglich, auch das zweite Golf IV Diesel-KitCar ist offenbar noch nicht vergeben.

Für Action ohne Ende werden auch die kleineren Klassen, sprich die Piloten mit höheren Startnummern zeigen. So finden sich in der Klasse H10 knapp 25 Nennungen, darunter fast ausschließlich Allrad-Geräte wie Mazda Turbo oder Audi Quattro, auch der eine oder andere Hecktriebler ist dabei.

Prominentester „Heckschleudern-Pilot“ wird zweifelsohne Herbert Grünsteidl sein. Grünsteidl, seines Zeichens Rallycross-Europameister 1977 und davor Spitzen-Rallyepilot im Team von Porsche Austria, wird 33 Jahre nach seinem Start bei der Jänner Rallye 1972 wieder mit einem BMW 2002 TI an den Start gehen – für den zweiten Platz, wie damals, wird es 2005 zwar nicht reichen, dennoch darf man gespannt sein, wie sich Herbert Grünsteidl schlagen wird bzw. wie „daquer“ er unterwegs sein wird.

Die Nennliste finden Sie in der rechten Navigation!

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