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Einstieg in eine neue Ära

Raimund Baumschlager peilt im nagelneuen Mitsubishi EVO VIII den Hattrick im Lavanttal an, Lokalmatador Thomas Zeltner freut sich auf den Einsatz.

Für Staatsmeister Raimund Baumschlager beginnt bei der Pirelli Lavanttal Rallye am 1. und 2. April im Raum Wolfsberg ein neues Zeitalter. Nach zwei Meistertiteln in Folge mit einem Mitsubishi Evo V startet der Remus-Pilot am Freitag mit neuem Gerät das Unternehmen Hattrick.

Der Mitsubishi Evo VIII Gruppe A ist wie schon sein Vorgänger eine Version N plus – Restriktor, Airbox und Fahrwerk unterscheiden den neuen Dienstwagen des Rosenauers von den N-Autos der Red Bull Rallye Juniors, die ebenfalls in der BRR-Rallye-Schmiede in Micheldorf aufgebaut wurden.

Die erste Ausfahrt vor fünf Tagen verlief Erfolg versprechend. „Es gab nicht die geringsten Probleme, das Auto lief auf Anhieb. Meine Mechaniker bei BRR haben wirklich einen tollen Job gemacht“, lobte der Chef.

Nur eines weiß Baumschlager noch nicht: Ist der Evo VIII schneller als der Fünfer? Die modernere Technik fällt ins Gewicht. Der BRR Mitsubishi Evo VIII ist um 40 Kilogramm schwerer als das alte Auto. Trotzdem freut sich der Remus-Pilot auf die Rallye im Lavanttal.

„Unser Sport ist mächtig im Aufschwung. Die Zuschauerzahlen bei der IQ Jänner Rallye sprechen eine deutliche Sprache und auch die Starterliste im Lavanttal mit rund 140 Teams sagt das aus. Rallye ist in Österreich wieder in.“

Der Gejagte in Kärnten ist Achim Mörtl. Der Lokalmatador hat mit 22 Punkten in der Meisterschaft ein Polster von 10 Punkten auf Baumschlager. Dazwischen liegen zwar Manfred Stohl (18) und Beppo Harrach (15), beide sind aber nicht am Start.

Die Zahl der Jäger ist groß. Da ist neben Baumschlager einmal der zweite „Platzhirsch“, Alfred Kramer, und Ruben Zeltner, der diesmal mit Dieter Hawranke in einem Mitsubishi Evo VII unterwegs ist und der im Lavanttal mit seinem Bruder schon gezeigt hat, wie schnell er fahren kann. Und dann ist da noch David Doppelreiter, der mit einem Skoda Octavia WRC anrückt und der papierform gemäß auch Favorit ist.

Ganz ohne Kärntner Touch geht es heuer aber auch bei Raimund Baumschlager nicht ab, denn sein neuer Kopilot Thomas Zeltner hat eine „Kärntner Vergangenheit“. Geboren 1956 in Nerenstetten bei Ulm - Bruder Ruben ist drei Jahre jünger – kam er mit seiner Familie 1968 nach Österreich, zuerst nach Niederösterreich und 1972 nach Arriach.

„Meine Familie wohnt jetzt in St. Veit, Kärnten ist meine Wahlheimat“, sagt Thomas der sich in Kärnten bei der legendären Alpenfahrt auch mit dem Bazillus Rallye infizierte.1974 absolvierte er bei Porsche Salzburg einen Beifahrerlehrgang. Zur Lavanttal-Rallye hat Thomas Zeltner eine besondere Beziehung.

„1987 hab ich mit Georg Fischer in einem Audi Coupe die Rallye gewonnen, eine Sekunde vor Franz Wittmann, seit dieser Zeit ist sie für mich eine besondere Rallye“, kramt der EDV-Techniker in Erinnerungen.

„Die gemischten Prüfungen, bergauf, bergab, der Split im Frühjahr und die Witterungsverhältnisse, trocken, im Wald teilweise feucht, machen die Rallye fahrerisch interessant und schwierig. Aber das ist hauptsächlich Sache des Fahrers, ich sitz eh nur daneben“, schmunzelt Zeltner, der am Wochenende zum 10. Mal im Lavanttal am Start sein wird.

„Zum ersten Mal mit Raimund und darauf freu ich mich besonders“, sagt Thomas der sich durchaus als „Lokalmatador“ fühlt.

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