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Rallye-ÖM: Ostarrichi-Rallye

Frühes Ende

Konrad Friesenegger musste nach guter Vorstellung seinen historischen Opel mit einem Differenzial-Schaden leider vorzeitig abstellen.

Nach dem bisher sehr erfolgreichen Saisonverlauf ist das beliebte Opel-Team aus dem Industrieviertel mit großer Zuversicht zur Ostarrichi-Rallye nach Bad Hall in Oberösterreich angereist, vor allem aufgrund des Kräftemessens mit starker internationaler Konkurrenz bei den Historischen war eine Teilnahme bei dieser Veranstaltung von hohem Wert.

Die Rallye begann dann für Konrad Friesenegger und Jürgen Hilmbauer, die wieder wie gewohnt ihren Kadett GT/E in den Farben der früheren Werkswagen eingesetzt hatten, auch erstaunlich gut, mit einer viertschnellsten SP-Zeit auf der Prüfung Eins „Steinbach/Steyr“, hinter Hans-Georg Lindner, Josef Pointinger (beide Ford Escort) und Paolo Pasutti sowie vor den Porsche-Piloten Bo Axelsson aus Schweden und Michael Stoschek aus Deutschland, zwei Top-Fahrern aus der FIA European Historic Sporting Rally, lagen sie deutlich besser im Rennen als erwartet.

Auf Prüfung Nummer Zwei bei Ternberg bestätigten sie mit einer fünftbesten Zeit ihre gute Form bei dieser Rallye. Eine Prüfung später gelang ihnen wieder eine viertbeste SP-Plazierung, es lief also alles ganz hervorragend.

Danach aber, wieder auf der Prüfung Ternberg, zeichnete sich ein Schaden am Differential ab, sodaß sich nur mehr eine elftbeste Zeit ausging. Und schnell zeigte sich, daß eine Aufgabe unvermeidbar sein würde.

Wäre das Gebrechen nicht aufgetreten, wäre vielleicht Paolo Pasutti im Lauf der Rallye noch zu schlagen gewesen, denn der Rückstand betrug nur wenige Sekunden. Es hätte somit eine gute Chance auf einen Podestplatz bestanden, und das bei einer Rallye, die zur FIA European Historic Sporting Rally zählt!

Möglicherweise litten die ausländischen Starter auch in erhöhtem Maß unter den regennassen Fahrbahnen, die aber auch für die dominierenden österreichischen Teams ein starkes Erschwernis dargestellt hatten. Wie dem auch sei, es hat sich bei dieser Veranstaltung der Aufwärtstrend des Teams Friesenegger bestätigt, und nach vier Rallyes, die meist sehr erfolgreich beendet werden konnten, ist ein einzelner Ausfall sicher zu verkraften.

Er könnte sogar, obwohl gewiß ärgerlich, einen guten Nebeneffekt gehabt haben: Am Samstag waren die Strecken durch den nun fast permanenten Regen noch schwieriger zu befahren, das Risiko eines Abflugs, der vielleicht zu einer kostspielig zu restaurierenden Beschädigung am Auto geführt hätte, war extrem hoch.

Auch die bloße Materialbelastung durch die teilweise vielen Löcher und Fahrbahnwellen war überdurchschnittlich. Immerhin hier blieb dem Team Friesenegger und seinem Rallye-Fahrzeug einiges an Brutalitäten erspart. Und freiwillig natürlich wäre man dem sicher nicht aus dem Weg gegangen.

Bei der Castrol Pölstal Judenburg-Rallye wird die Marschroute in Sachen Castrol Historic Rallye Staatsmeisterschaft fortgesetzt werden, wobei vor allem der Verlauf der Ostarrichi-Rallye bis zum Ausfall Anlaß zu Optimismus gibt. Damit sollte sich auch die Unterstützung der Sponsoren lohnen.

Bereits in zwei Wochen steht die nächste Kraftprobe im Pölstal auf dem Programm. Konrad Friesenegger und Jürgen Hilmbauer sind dabei.

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