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Der Defektteufel schlug gleich doppelt zu

Achim Mörtl fightete mit Baumschlager lange um die Gesamtführung, ein Technikdefekt zwang den Kärntner aber schließlich zur Aufgabe.

Am ersten Tag der Bosch Super Plus Rallye im steirischen Wechselland klappte für das Duo Achim Mörtl/Sigi Schwarz noch alles nach Plan: Der Subaru Impreza aus dem tschechischen Team von Jan Stepanek lief wie am Schnürchen.

Auf dem schnellen Rundkurs von Pinggau, der als erste Sonderprüfung gefahren wurde, konnte der Kärntner trotz strömenden Regen eine sensationelle Gesamt-Bestzeit gegen die versammelte Gruppe-A-Konkurrenz erzielen, im zweiten Durchgang mußte er sich nur um wenige Zehntelsekunden dem regierenden Staatsmeister Raimund Baumschlager im Gruppe-A-Mitsubishi geschlagen geben.

Und nach einer weiteren tollen zweiten Zeit auf SP 3 und der Absage der SP 4 „übernachteten“ Mörtl/Schwarz auf Rang zwei, mit klarem Vorsprung auf den zweiten der Gruppe-N, Lokalmatador Willi Stengg (Mitsubishi Evo VII).

Der zweite Tag begann dann ähnlich hoffnungsvoll: Nicht nur, daß das Wetter deutlich besser wurde und die Regenschauer aufhörten: Achim Mörtl und Sigi Schwarz fuhren auf SP 5, der ersten Prüfung der zweiten Etappe, erneut die zweitschnellste Zeit.

Doch die Freude darüber währte nur kurz: Auf der Verbindungsetappe zur nächsten Sonderprüfung platzte ohne jede Vorwarnung ein Ölschlauch: Mörtl gelang es zwar, den Schaden mit Stanley-Messer und Kabelbinder zu beheben, aufgrund seiner bescheidenen Mechaniker-Kenntnissen verlor er dabei aber neun Minuten, die bei der nächsten Zeitkontrolle fehlten.

Mit 90 Strafsekunden startete der Subaru-Pilot in die sechste SP – es sollte, trotz der tollen zweiten Gesamtzeit – die letzten Kilometer bei der Bosch-Rallye werden.

Im Service wurde der defekte Ölschlauch von den Mechanikern getauscht und der Subaru „auf Vordermann“ gebracht, doch nach wenigen Kilometern auf der Verbindungsetappe zur siebenten SP platzte derselbe Schlauch zum zweiten Mal. Und zwar dermaßen ungünstig, daß an eine provisorische Reparatur nicht mehr zu denken war.

Achim Mörtl war klarerweise enttäuscht, aber nicht verärgert: „Ein blöder Defekt kann immer passieren. Daß er gleich zwei Mal hintereinander passiert, ist einfach Pech, da kann man niemand einen Vorwurf machen. Wichtig ist, daß wir bis dahin eine gute Vorstellung abgeliefert haben und zeigen konnten, wie schnell wir sind."

"Für die Meisterschaft ist es auch nicht sonderlich tragisch, unser Vorsprung vor der nächsten Rallye ist immer noch verhältnismäßig groß. Sigi und ich hätten halt nur ganz gerne den vierten Sieg in der vierten Rallye gefeiert – aber wenn die Technik-Hex’ nicht will, bist chancenlos…“

Co-Pilot Sigi Schwarz stößt ins selbe Horn: „Schade, aber das kann passieren. Es war eine tolle Rallye bis zum Ausfall, jetzt konzentrieren wir uns auf die nächsten zwei Wochen, wo gleich zwei Rallyes anstehen: Zuerst die Cesky Krumlov, wo wir die Führung in der tschechischen Meisterschaft verteidigen wollen und dann die Ostarrichi-Rallye, wo’s wieder um ÖM-Punkte geht. Das ist quasi meine Heimrallye, da müssen der Achim und ich unbedingt ganz vorne dabei sein!“

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