RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Lavanttal-Rallye

Bitte warten...

Willi Rabl jun. erlebte eine schwierige Lavanttal-Rallye, der Golf-Pilot holte nach einem frühen Ausrutscher immerhin Platz sieben in der Dieselklasse.

Dass bei einer Rallye andere Gesetze herrschen als auf der Rundstrecke oder bei Bergrennen, das hat Willi Rabl Junior schon im vorigen Jahr festgestellt. Nichtsdestoweniger konnte er sich erstaunlich schnell einleben, und so waren nach einer kaum nennenswerten Umstellungsphase recht bald erstaunlich gute Ergebnisse zu erkennen.

Bei der Lavanttal-Rallye begann der Lernprozeß wieder einmal bei Null, denn verglichen mit anderen durchschnittlichen ÖRM-Rallyes, muss ein Debüt bei der Oberkärntner Traditionsveranstaltung wie ein Umstieg vom Grand Prix zum Motocross wirken.

Den Turbodiesel-Golf aber einfach nur über die Prüfungen zu tragen, das war Willi Rabl auch nicht in den Sinn gekommen, schließlich ging es auch darum, den Grenzbereich zu erforschen, und da muss man schon auch ein bißchen was riskieren.

Was es heißt, eine Kurve im Wald mitten in der Kärntner Bergwelt anzubremsen, wurde ihm gleich auf der Eröffnungsprüfung Schönweg - Siegelsdorf sichtbar gemacht, als er eine Kurvenkombination, die leicht bergab geführt hatte und wie vieles Anderes bei dieser Rallye mit verunreinigtem Schmelzwasser umspült war, etwas zu forsch angegangen war und das Ganze auch noch mit einem artgerechten Drift krönen wollte.

Denn dabei verfing sich der Golf in einem leichten Graben in der Kurveninnenseite, und bis er wieder festen Boden unter den Antriebsrädern hatte, waren beinahe zwei Minuten verlorengegangen.

Wie leicht auszurechnen war, musste das zu einer äußerst farblosen Platzierung – konkret Platz 14 in der Dieselwertung – führen. Im Gegensatz zu manchem anderen Konkurrenten, auch in der Dieselklasse (unter anderem war auch der Favorit Ing. Michael Böhm mit seinem Fiat Stilo heftig ausgeritten und damit aus dem Rennen), blieb bei ihm der Zwischenfall jedoch sonst glücklicherweise ohne Folgen, und so konnte die Rallye fortgesetzt werden.

Es blieb zwar für den Niederösterreicher ein schwieriges Unterfangen, aber mit etwas Selbstdisziplin und ungebrochener Motivation, sich fahrerisch zu steigern, konnten einige Plätze in der Gesamtwertung gutgemacht werden. In der Dieselklasse konnte der erste Tag immerhin an der elften Stelle beendet werden, vor Peter Schauberger mit dem etwas älteren Golf IV.

Eine Phase der Unsicherheit gab es zwischendurch auch noch, als von einem Rad deutlich spürbare Vibrationen ausgegangen waren, sodaß es sogar zu der Befürchtung kam, dass man unversehends dreirädrig weiterfahren müßte, so man das schaffen würde. Im Nachhinein zeigte sich, daß sich lediglich eine große Menge Erde angesammelt hatte und so diese Unwucht zustande gekommen war. Bei einer Rallye wie dieser nicht weiter verwunderlich.

Am Samstag konnte der Berg-Spezialist aus Mautern schon deutlich von den am Freitag gemachten Erfahrungen profitieren, die Zeiten wurden besser und besser, auch wenn natürlich weiterhin nicht auf volles Risiko gefahren wurde.

Im Klassement hätte das nicht viel gebracht, und die Rallye als Trainingsfahrt für die kommenden Läufe zu nützen, konnte auf keinen Fall falsch sein. Gelegentlich wurde auch einmal eine gute Zeit geopfert, um andere Reifen zu probieren, was sich ebenfalls bei späteren Rallyes bezahlt machen könnte.

Am Ende wurde es noch Platz Sieben in der Dieselklasse, vor drei weiteren Klassenkonkurrenten, aber mehr noch als das Ergebnis zählt hier die Gewißheit, sich wieder fahrerisch enorm verbessert zu haben und damit bei den folgenden Rallye-Veranstaltungen mit noch höheren Chancen ins Rennen gehen zu können.

Es war sicher von Vorteil, sich nicht von Vornherein mit dem Druck zu belasten, ein gutes Ergebnis schaffen zu müssen, sondern einfach einmal zu sehen, was passiert, und dann das Beste daraus zu machen. Denn eines steht fest: Wer bei der Lavanttal-Rallye durchkommt und dabei im Lauf der Veranstaltung schon auf gute Zeiten kommt, der hat auch mit allen anderen Rallyes keine größeren Schwierigkeiten.

Man darf sicher gespannt sein auf die weiteren Rallyes von Willi Rabl Junior und seinem verläßlichen Partner Martin Brunner.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Lavanttal-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

MRC, 3 Städte Rallye: Vorschau

Vorletzte Rallye zum Mitropa Cup

Die 59. Ausgabe der ADAC 3 Städte Rallye (08.-10.10.26) steigt als neunter und somit vorletzter Wertungslauf des Mitropa Rally Cup (MRC)

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Mayer

Neues Geschäftsmodell im Hause Mayer

Die Familie Mayer aus Gießhübl hat ihr Portfolio erweitert: Neben dem Autohaus in Gießhübl und der Landwirtschaft in Kaltenleutgeben wurde nun die Mayer Motorsport S.R.O. ins Leben gerufen.

8. Golf- und Rallye-Turnier

Nicht nur Rallyefahrer auf dem Grün

Zum achten Mal luden Sigi Schwarz und Audi Laimer zum Golf- und Rallye-Turnier in den Golfclub Schladming. Promis aus Sport, Show und Wirtschaft feierten bei der „Golf Night“ und am Tag darauf auf dem Grün. Der „Alex“ ging diesmal an Schauspiel- und Film-Legende Otto Retzer.

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 2

Hoher Spaßfaktor im Ford-Fiesta-Cockpit

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier haben den zweiten Tag der WM-Rallye in Sardinien als 24. unter 51 Teams erfolgreich absolviert / Die Schotter-Prüfungen verlangen Mensch und Material alles ab

Ford kehrt 2028 als Werksteam in die Rallye-Weltmeisterschaft zurück: Gemeinsam mit M-Sport plant der Konzern zudem ein neues WRC-Auto für 2029