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ORM: Lavanttal-Rallye

Böhm reist als Topfavorit ins Lavanttal

Bei der Lavanttal-Rallye stehen in der Division II die meisten Autos am Start. Daniel Wollinger lenkt in Wolfsberg ein Opel Adam Werksauto.

Fotos: Daniel Fessl/Harald Illmer

Die Lavanttal-Rallye 2014 wartet auf ihren Auftakt. Auf den Startschuss am kommenden Freitag um 15 Uhr in Wolfsberg-Kleinedling freuen sich 122 Teams, die sich zum dritten Saisonlauf zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft angemeldet haben. Eine sensationelle Anzahl, über die sich der Chef des Veranstalters MSC Wolfsberg, Gerhard Leeb, natürlich sehr freut: „Das ist eine Zahl, auf die man in wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten schon stolz sein kann. Für den oft schon totgesagten österreichischen Rallyesport bedeutet das ein eindrucksvolles Lebenszeichen.“

Von den 122 Teams duellieren sich im Lavanttal die meisten in der Division II. Hier kämpfen gleich 62 Piloten um Meter und Sekunden. Die Favoritenrolle gehört dem Staatsmeister. Michael Böhm gilt als Siegertipp Nummer eins, obwohl er einen heftigen Abflug von der Rebenland-Rallye zu verdauen hat. „Vielleicht werden wir ein paar Meter brauchen, um gleich wieder in die Spur zu finden, aber ich gehe doch sehr zuversichtlich in die Rallye“, meint der Suzuki-1600-Pilot. Als dessen ersten Verfolger muss man wohl Aleks Humar sehen. Der dreifache und auch amtierende slowenische Rallye-Staatsmeister hat schon in Leutschach Böhms Fehler geschickt genützt und seinen Renault Clio zum Sieg gelenkt. In Führung liegt in der Division II aber ein anderer Renault-Clio-Pilot, der in Kärnten ebenfalls am Start steht. Der Ungar Kristof Klausz gilt weniger als Siegfahrer, macht aber kaum Fehler und zieht somit erfolgreichen Profit aus seiner Konstanz.

Gespannt ist man nicht nur im Opel-Lager auf den Auftritt von Daniel Wollinger. Der steirische Opel-Corsa-OPC-Cupsieger sitzt erstmals in einem brandneuen Opel Adam R2 Werksauto. Dieses wurde erst am Sonntag aus Deutschland angeliefert. Wollinger fiebert dieser Österreich-Premiere im Lavanttal entgegen. „Ich kann es gar nicht erwarten, da drin zu sitzen“, meint er. „Mein Ziel ist es, mich so schnell wie möglich an das Auto zu gewöhnen und dann in weiterer Folge natürlich die Besten in der Division II zu fordern.“

Ein erfrischendes Duo, das ebenfalls aus dem Opel-Lager stammt, hat im Rebenland überrascht. Der 20-jährige Burgenländer Andreas Kainer fuhr in seiner erst fünften Rallye sensationell auf den siebenten Platz in der Gesamtwertung. Druck für Wolfsberg sieht er dadurch nicht: „Ich muss noch viel lernen. Die Lavanttal-Rallye kenne ich im Gegensatz zu vielen meiner Konkurrenten gar nicht. Da leben wir wirklich nur von Kurve zu Kurve.“ Geleitet wird Kainer im Auto von Elke Aigner. Die Grestnerin gilt trotz ihrer erst 26 Jahre als Routinier, kann schon auf Copiloten-Jobs bei Mario Klammer, Alexander Tazreiter oder Franz Sonnleitner (Platz drei bei der Waldviertel-Rallye 2013) verweisen. Und besticht auch im Opel von Kainer mit Durchsetzungsvermögen, wie folgender Dialog beweist. Kainer: „Am Erfolg im Rebenland gehören Elke 40 Prozent.“ Aigner: „Was, nur 40? Nein, mindestens 50 Prozent.“ Kainer: „Na gut, schreib ma 60!“ Bitteschön, gern geschehen.

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