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ORM: Rallye Liezen

Christian Mrlik feiert Karriere-Highlight

Bei seinem Comeback im Rallye-Subaru konnte Christian Mrlik mit seiner Copilotin Julia Baier mit Platz vier das beste Gesamtergebnis seiner Karriere einfahren. Von der neuen Rallye Liezen zeigt sich Mrlik rundum begeistert.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Daniel Fessl

Ein halbes Jahr lang fuhr Christian Mrlik keine Rallye mehr, stattdessen musste der Waldviertler nach einer erfolgreichen Operation seines bei einem Skiunfall lädierten Knies eine intensive Physiotherapie absolvieren, bis er endlich das heiß ersehnte „grüne Licht“ von seinem Arzt Dr. Wolfgang Kaltenbrunner erhielt...

Am vergangenen Wochenende gab Christian Mrlik bei der Rallye Liezen ein Comeback, das für Aufsehen im Servicepark sorgte…

Denn mit Platz vier konnte Christian Mrlik mit seiner Copilotin Julia Baier im Subaru Impreza WRX STI das bislang beste Gesamtergebnis seiner Karriere einfahren – und das bei einer neuen Rallye, die sehr anspruchsvolle Sonderprüfungen aufzuwarten hatte.

Selektive Sonderprüfungen

Christian Mrlik erzählt: „Wir konnten konstant schnelle Zeiten fahren, obwohl wir eher vorsichtig begonnen haben. Wir wollten nicht alles riskieren und dann abfliegen – denn man hat bei dieser Rallye gesehen, dass man auf den selektiven Sonderprüfungen schnell im Abseits landet. Die Sonderprüfungen haben sich für mich schwieriger dargestellt, als ich das vermutet hätte. Da waren enge, winkelige Straßen bergauf und bergab, mit einem welligen Asphalt – und am Samstagvormittag war die Straße noch feucht, da musste man also wirklich aufpassen. Wir wussten zudem, dass wir mit unserem Gruppe N-Auto ohnehin chancenlos gegen die S2000- und R5-Boliden sein werden, daher sind wir einfach eine runde Linie gefahren und haben unseren Speed den Gegebenheiten angepasst.“

Rallye-Tross trifft Alm-Idylle

Ins Schwärmen gerät Christian, wenn er von der Sonderprüfung Liezen-Hinteregg respektive Hinteregg-Liezen erzählt: „Das war eine Auffahrt auf eine Alm, dort haben wir Pause gemacht und dann wurde die Prüfung bergab gefahren – da hatte nicht nur ich großen Respekt vor dieser schwierigen Prüfung. Was noch dazukommt: Diese Prüfungen SP 4 und SP 5 hatten einen ganz eigenen Flair, nach dem Motto: Rallye-Tross trifft Alm-Idylle. Leider war diese SP nur schwer für Zuschauer zugänglich, denn so etwas sieht man nicht alle Tage. Vor der Retourfahrt sind Kühe zwischen den Rallyeautos umher gegangen, die ließen sich nicht aus der Ruhe bringen.“

Nicht aus der Ruhe bringen ließ sich auch Christian Mrlik, als er auf dem Rundkurs Arena Treglwang die falschen Reifen am Auto hatte: „Es hat geheißen, dass es dort vielleicht regnen könnte – so habe ich hinten Intermediate-Reifen montieren lassen. Doch der Regen kam nicht – so hatten wir ein instabiles Heck, das hat uns etwas Zeit gekostet.“

Zweitbeste Zeit auf dem Stadtrundkurs

Ein absolutes Highlight dieser neuen, von PWRC-Weltmeister sowie Production Cup-Europameister Andi Aigner organisierten Rallye war der Stadtrundkurs in Liezen am Sonntag. Christian Mrlik zeigt sich begeistert: „Das war ein totaler Zuschauermagnet – und ein ganz tolles Publikum, man konnte deren Begeisterung für den Rallyesport regelrecht spüren!“

Diese Begeisterung motivierte Christian Mrlik und Julia Baier zur Höchstleistung: Nur 2,9 Sekunden hinter Bestzeithalter Raimund Baumschlager im S2000-Boliden konnte das Subaru-Duo zeitgleich mit S2000-Pilot Mario Saibel die zweitschnellste Zeit markieren. Mrlik zeigt sich verwundert: „Ich habe nicht erwartet, dass ich nach dieser doch recht langen Pause so schnell wieder meinen Speed finden werde – aber das war eine dermaßen tolle Rallye, das hat richtig Spaß gemacht.“

Perfekte Arbeit von Stengg Motorsport & Copilotin Julia Baier

Ein weiterer Grund für die großartige Leistung beim Rallye-Comeback ist wohl auch das Team von Stengg Motorsport, welches gemeinsam mit den Mechanikern von Christian Mrlik den Subaru betreut und eingesetzt hat: „Ich möchte mich bei meiner Service-Crew und bei der Mannschaft von Stengg Motorsport herzlich bedanken – die haben perfekt gearbeitet und sich wirklich ins Zeug gelegt.“

Schlussendlich verdankt Christian Mrlik sein bestes Karriere-Ergebnis auch jener Dame, die ihm professionell den Weg angesagt hat: „Meine Copilotin Julia Baier hat wie immer eine perfekte, hoch konzentrierte Arbeit geliefert – ich finde das beachtlich für ihre noch junge Karriere!“

Heißer Rallye-Herbst

Nach diesem grandiosen Comeback ist Christian Mrlik bis auf die Fingerspitzen motiviert für einen heißen Rallye-Herbst: „Wir werden die beiden Rallyes in Niederösterreich bestreiten, die Leiben- und dann die Waldviertel-Rallye. Wir wollen noch in der Niederösterreich Rallye Trophy kräftig mitmischen – ich bin jetzt einfach nur überglücklich und auch stolz auf unser erfolgreiches Comeback. Und ich bin bereit für den Rallye-Herbst!“

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