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ORM: Jännerrallye 2018

Birklbauer: 60 Jahre und sehr weise

Es war vor allem kluge taktische Voraussicht, die es Gerhard Birklbauer und Erik Fürst ermöglichte, sportliches Kapital zu schlagen.

Fotos: Christa Feichtner

Mit einem zweiten Platz in der Kategorie 6.6 bewies das Mazda-Team aus Oberösterreich eine solide sportliche Leistung, kombiniert mit sehr viel Übersicht. Weiters geplant sind einige Ausflüge in die Austrian Rallye Challenge. Zu den vielen Privat- und Hobbyfahrerteams, die Veranstaltungen wie der Jännerrallye ihre unverwechselbare Note geben, gehört das Mühlviertler Duo Gerhard Birklbauer und Erik Fürst. Beide wohnen in Grünbach bei Freistadt und beide bringen sie eine gehörige Portion Leidenschaft für diesen tollen Sport mit. Durch einige Freunde, die sie im Motorsport haben, sind sie überdies erheblich vorbelastet und somit prädestiniert dafür, sich einer Herausforderung vom Format der Jännerrallye zu stellen.

Für den 28jährigen Co-Piloten Erik Fürst, der 2014 mit Gerhard Birklbauer seinen Einstieg feierte, war es die erste Jännerrallye im Wettbewerbseinsatz. Er meisterte seine Aufgabe ebenso bravourös und klug wie sein Fahrer, nunmehr 60 Lenze zählend, der den überwiegend in weiß gehaltenen Mazda 323 BG Turbo mit weiser Voraussicht, aber auch einer gewissen Dynamik über die anspruchsvollen Prüfungen steuerte. Selbst die vereiste Kehrenkombination bei Pierbach, bei vielen Fahrern gefürchtet, konnten die Grünbacher unbeschadet hinter sich lassen. Damit konnten sie die erste Prüfung als viertbeste ihrer Klasse beenden. Aufgrund ihrer Konstanz schafften sie es bis zum Ende der ersten Tagesetappe sogar, bis auf den zweiten Klassenplatz vorzudringen.

Ähnlich gut verlief der zweite Tag: Auf der SP Unterweißenbach gab es zwar einen kleinen Ausritt bei einem Abzweig, bei dem der Motor neu gestartet werden musste. Da sonst aber weiterhin alles rund lief und auch technisch keinerlei Unregelmäßigkeiten auftraten, gab es am Ende dennoch einen sicheren zweiten Platz in der Klasse 6.6, obwohl man die gesamte Rallye mit nur einem Satz Reifen (handelsübliche Hakkapeliitta-Spikes, die vor einigen Jahren angeschafft wurden) und somit ohne einen einzigen Reifenwechsel über die Runden brachte.

Gerhard Birklbauer, nunmehr Pensionist und seit Mitte der 80er Jahre im Rallyesport aktiv, sowie sein als Produktionstechniker tätige Co-Pilot durften sich somit über ein Ergebnis freuen, das sie in dieser Form selber nicht erwartet hatten; Grund genug, mit der Platzierung mehr als zufrieden zu sein – auch für das betreuende Mechanikerteam, das sich aus engen Freunden des Duos zusammensetzte und den Verlauf der Rallye mit großem Enthusiasmus verfolgte.

Erfreut waren die Lokalmatadore auch über die gelungene Organisation der Jännerrallye, deren Rückkehr in den österreichischen Rallyekalender als absolute Bereicherung gewertet werden kann. Das "Sahnehäubchen" bildete schließlich der Empfang in der Messehalle Freistadt, der dieser tollen Veranstaltung die Krone aufsetzte.

Wie es nach solchen geglückten Auftritten häufig der Fall ist, haben Gerhard Birklbauer und Erik Fürst Appetit auf weitere Rallyeläufe bekommen. In diesem Fall locken einige ausgewählte Veranstaltungen der Austrian Rallye Challenge, vor allem die Mühlstein-Rallye bei Perg wird anvisiert – für die Mühlviertler im wahrsten Sinn des Wortes ein naheliegender Plan.

Simon Wagner im Interview Simon Wagner im Interview Bericht Stockinger Bericht Stockinger

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