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ORM: Niederösterreich-Rallye

ORM2WD-Meisterschaftsführender Luca Waldherr: „Schneller als Willi und Sack zu!”

Luca Waldherr wirkt relaxt wie nie – nach dem großartigen 2WD-Sieg in Pinggau, führt der 24jährige Thomasberger in der Punktetabelle. Kommendes Wochenende geht es zum ORM2WD-Finale im Rahmen der neuen NÖ-Rallye.

Foto: Harald Illmer

Wie schon im Vorjahr, in der wahrscheinlich besten Rallye-Saison seit vielen Jahren, darf sich die ORM2WD, die Rallye-Staatsmeisterschaft für zweiradgetriebene Fahrzeuge, wieder auf ein spannendes Grande Finale freuen: Drei Fahrer, respektive Teams, haben noch die Chance, den begehrten Staatsmeistertitel einzufahren…

Dass er bei seinem großen Heimspiel und dem seines Sponsors, bei der Wechselland-Rallye, im von Waldherr-Motor-Sport eingesetzten Adam R2, seinen einstigen Teamchef und Markenkollegen Willi Stengg nach einem knappen Finish besiegen konnte, hat das Selbstbewusstsein des Luca Waldherr gestärkt.

Sieg in Pinggau

Zumal die beiden Adam R2-Piloten nicht um die “goldene Ananas” kämpften, sondern um den Sieg in der ORM2WD. Schöner “Nebeneffekt”: Luca Waldherr und sein Copilot Tobias “Jack” Unterweger konnten in der Gesamtwertung den fünften Platz belegen und punkteten damit auch fleißig in der “großen Spielklasse”. Und: Mit seinem Sieg konnte sich Luca in der Tabelle der ORM2WD an deren Spitze katapultieren.

Zum Grande Finale der heimischen Rallye-Staatsmeisterschaften im Rahmen der brandneuen Niederösterreich-Rallye Melk kommt Luca Waldherr demnach als ORM2WD-Tabellenleader – doch der Vorsprung auf Willi Stengg beträgt gerade einmal einen Punkt. In der ORM2WD-Staatsmeisterschaft der Copiloten liegen “Jack” und Stengg-Co Jürgen Klinger mit jeweils 91 Punkten gleich auf.

”War zuletzt stets schneller als Willi”

Am kommenden Wochenende könnte Luca Waldherr zum ersten Mal in seinem Leben den Staatsmeistertitel erringen – erhöht das den Druck auf den 24jährigen Thomasberger? Luca muss nicht lange nachdenken: “Es ist ganz einfach – viel einfacher als man wahrscheinlich denkt: Ich gehe in die Niederösterreich-Rallye wie in jede andere Rallye, voll konzentriert und motiviert. Erst im Ziel schaue ich auf die Ergebnisse anderer, vor allem natürlich auf Willi Stengg. Ich war die letzten fünf Rallyes immer schneller als er und ich habe ihn daheim in Pinggau geschlagen – ich vertraue auch kommendes Wochenende auf mein Können, damit sollte es mir gelingen den Sack zuzumachen.”

Nicht wenige Motorsportler würden sich ein dermaßen ausgeprägtes Selbstbewusstsein wünschen – doch Luca Waldherr versucht die Lage realistisch einzuschätzen: “Ich rechne bei trockenem Wetter mit Platz drei, denn bei diesen Bedingungen ist es nahezu unmöglich, mit einem R2-Auto die viel stärkeren R3 oder S1600 anzugreifen. Aber ich hoffe natürlich auf Regen...”

Sollten sich Luca Waldherr und Tobias “Jack” Unterweger am Samstag die “Staatsmeisterkrone” der als “Jungpilotenbrunnen” geltenden ORM2WD aufsetzen, wäre das “etwas, mit dem wahrscheinlich keiner gerechnet hat”.

Auf den Spuren des Vaters...

Konkret geht es um den Einsatz mit dem eigenen Team, den Luca heuer zum ersten Mal gewagt hat. Zunächst mit relativ großem Understatement: “Anfangs haben uns viele belächelt – denn wir kamen mit einem Zelt und Wagenhebern. Zunächst bestanden wir nur aus zwei Leuten, jetzt haben wir schon ein beachtliches und tolles Team von Waldherr-Motor-Sport und eines ist klar: Wenn es uns gelingt, ORM2WD-Staatsmeister zu werden, würde das all meinen Helfern und Unterstützern auch etwas zurückgeben...”


ORM2WD Stand 2018 nach 6 von 7 Rallyes:

1. Luca WALDHERR (NÖ/Opel Adam R2) 91
2. Christoph ZELLHOFER (NÖ/Suzuki Swift S1600) 90
3. Willi STENGG (St/Opel Adam R2) 88
4. Kristof KLAUSZ (H/Peugeot 208 R2) 73
5. Christoph LIEB (St/Opel Corsa OPC) 36
6. Enrico WINDISCH (St/Citroen C2 R2) 34
7. Max ZELLHOFER (NÖ/Suzuki Swift S1600) 27
8. Manuel PFEIFER (ST/Opel Corsa OPC) 25
9. Michael RÖCK (ST/Ford Fiesta ST150 M1) 21
10. Franz PAIREDER (OÖ/Peugeot 206) 20

Noch ausstehende Rallye:
28. & 29.9. NÖ Rallye Melk

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