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ORM: Niederösterreich-Rallye

Andreas Aigner im siegreichen M1-Subaru

Ex-PWRC- und ERC2-Gesamtsieger Andreas Aigner wird beim ÖM-Finale 2018 im Subaru des M1-Masters-Siegers Jürgen Rausch Platz nehmen.

Bildquelle: Bamminger Contiger Rallye Team

Mit Andreas Aigner ist beim Finale der Rallye-ÖM einer der wenigen österreichischen Piloten am Start, der auch international bereits große Rallyeerfolge feiern konnte – genauer gesagt sogar der einzige Österreicher, der im Rallyesport sowohl einen WM- (2008) als auch einen EM-Titel (2013) für sich verbuchen konnte, beide in der Produktionswagenklasse. Der letzte Titelgewinn des Obersteirers vor fünf Jahren gelang am Steuer eines Subaru; in Österreich war Aigner zuletzt 2017 in einem Škoda Fabia R5 erfolgreich unterwegs – nach zwei ÖM-Läufen war er letztes Jahr sogar an der Spitze der Staatsmeisterschaft gelegen.

Bei der Zeitenjagd, die an diesem Wochenende ab Freitag Abend im Rahmen der Niederösterreich-Rallye im Großraum Melk starten wird, wird Aigner also auf eine ihm bekannte Marke, jedoch nicht auf ein ihm bekanntes Fahrzeug treffen. Das Meisterauto Subaru WRX STI, 2017 und 2018 vom Duo Knobloch/Rausch siegreich pilotiert, ist nach dem M1-Reglement aufgebaut. Dieser M1-Subaru ist noch seriennäher als der von Stohl Racing für die EM 2013 vorbereitete Subaru. Aigner muss also auf gewohnte Rallyefeatures wie ein schnell schaltbares Getriebe, ein erhöhtes Drehmoment, ein Anti-Lag-System und ein gewichtsoptimiertes Chassis verzichten.

Ganz neu ist dem Familienvater das Fahren von M1-Fahrzeugen jedoch nicht: Zuletzt war Aigner bei der Lavanttal-Rallye mit einem heckgetriebenen BMW 650i M1 unterwegs. Nicht nur deswegen kam dem Rallyechamp die Einladung, das Finale mit dem Subaru zu bestreiten, sehr gelegen. Der Obersteirer hat so auch die Möglichkeit, die 18-Zoll-Reifen eines britischen Herstellers zu testen, die Aigner seit Jahresbeginn in Österreich vertreibt.

Aigner: "Ich hatte heuer eigentlich leider kein Rallyeprogramm. Da ich zuletzt 2015 so wenige Rallyes gefahren bin, kam der Anruf aus dem Hause Bamminger zu einem sehr guten Zeitpunkt. Als auch Jürgen Rausch, der die letzten beiden Jahre als Co in dem Auto unterwegs war, Zeit hatte, war die Sache schnell besprochen. Ich freue mich schon auf die Möglichkeit und die Rallye. Ich hoffe natürlich, dadurch auch für unsere Reifenkunden im 18-Zoll-Bereich interessante Erfahrungen gewinnen zu können."

Auch die Gebrüder Bamminger und alle Teammitglieder freuen sich auf eine sehr interessante Rallye, schließlich hat man nicht immer die Möglichkeit, mit einem Welt- und Europameister zusammenarbeiten zu können. Auf die neue Erfahrung freut sich auch Co-Pilot Jürgen Rausch, der somit einen weiteren Spitzenpiloten zu seinen Cockpitpartner zählen darf.

Rausch: "Nach zwei Jahren mit 'Knobi' in dem Auto bin ich schon auf die Rallye mit Andi gespannt. Auch wenn ich mich schon sehr darauf freue, nach zwei Jahren gemeinsamer Aufbauarbeit mit 'Knobi' 2019 in das Škoda-Fabia-R5-Cockpit wechseln zu können, ist der Start mit Andi beim ORM-Finale in dem M1-Subaru für mich und das ganze Team ein sehr erfreulicher Abschluss von dem erfolgreichen Projekt."

Zu einer Ergebnisprognose wollte sich Andreas Aigner nicht hinreißen lassen, schließlich ist bei zwölf R5-Boliden und vielen weiteren, leistungsstärkeren Fahrzeugen am Start. Mit einem seriennahen Fahrzeug ist bei so einem Starterfeld auch schon ein Top-10-Ergebnis eine echte Herausforderung. Wer Andreas Aigner kennt, der weiß aber auch, dass er schon oft für Überraschungen sorgen konnte. Viele Fans und Rallyefreunde freuen sich daher schon auf den Start und die Show des Champions.

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