RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Jännerrallye 2019

Aigner: Angriff mit Baumschlagers Hilfe

Bei der Jännerrallye startet Gerhard Aigner in einem Škoda Fabia R5 des BRR-Teams; Martin Sztachovics-Tomasini ersetzt Marco Hübler.

Fotos: Daniel Fessl

Die Spannung steigt von Tag zu Tag: Am Freitag startet mit der Jännerrallye in Freistadt die Staatsmeisterschaft 2019, und so wie alle anderen 51 Teams, die ihre Nennung dafür abgegeben haben, juckt auch Gerhard Aigner der Gasfuß schon beträchtlich. Der 43jährige Oberösterreicher hat hierbei sein bislang bestes Resultat bei dieser Traditionsveranstaltung zu verteidigen. 2018 durfte er als Gesamtzweiter den Jubel der Fans in der Freistädter Messehalle genießen. Dass er heuer mit einem anderen Fabrikat bzw. überhaupt angreifen kann, hat der Vorchdorfer Busunternehmer neben einigen Gönnern auch dem Entgegenkommen von Škoda Austria zu verdanken – überdies dem Einsatz seines diesmaligen Teamchefs.

Dieser heißt Raimund Baumschlager, hat u.a. die Jännerrallye vier Mal gewonnen und habe Aigner zufolge ebenfalls einen Teil dazu beigetragen, dass ihm mit dem Škoda Fabia R5 des BRR-Teams ein konkurrenzfähiges Fahrzeug zur Verfügung stehe – zumindest mal bei der Jännerrallye, denn eines hat sich für den ÖM-Dritten der letzten Saison nicht geändert. "Meine finanzielle Situation hat sich trotz ständiger Suche nach Sponsoren nicht wirklich entspannt. Das heißt, dass die Saison keineswegs 'ausbudgetiert' ist und ich mich auch heuer [i.e. 2019; Anm.] wohl oder übel wieder von Rallye zu Rallye weiterhanteln muss", so Gerhard Aigner.

Personell hat sich freilich im Cockpit sehr wohl etwas getan: Gerhard Aigners Stamm-Co-Pilot Marco Hübler musste berufsbedingt w.o. geben. "Marco ist von seinem Job bei Magna her viel unterwegs, vor allem oft in den USA, und dann hat er auch noch eine Familie, die auf ihn wartet. Das geht sich leider alles zeitlich nicht mehr aus. Daher war ich leider gezwungen, mich um einen neuen Co-Piloten umzusehen", bedauert Aigner den Rücktritt des verlässlichen Kärntners.

Fündig wurde der Oberösterreicher im Ländle: Martin Sztachovics-Tomasini ist die neue Stimme im Auto. Der 1975 in Wien geborene Projektmanager lebt in Wolfurt in Vorarlberg und kann auf eine über 20jährige Erfahrung als Rallyebeifahrer verweisen. Fünf Jahre lang, von 2007 bis 2011, dirigierte er beispielsweise Michael Böhm durch die Prüfungen. 2018 holte er bei der Jännerrallye mit Sebastian Kletzmayer im Škoda Fabia R5 einen tollen fünften Platz. Auch Willi und Lukas Stengg oder Michael Röck zählten u.a. zu seinen Rallyepartnern.

Für die nächstjährige Jännerrallye erwartet Gerhard Aigner wieder ein enges Rennen: "Von den neun R5-Piloten, die am Start stehen, sind zumindest acht dazu fähig, ganz weit vorne zu landen. Ich werde mich wieder auf zwei sehr anstrengende Tage vorbereiten. Rechnen braucht man mit nix, weil die Jännerrallye einfach unberechenbar ist, aber genau das macht halt auch ihren besonderen Reiz aus. Wenn man mit etwas rechnen kann, dann nur damit, dass es wieder eine hohe Ausfallsquote geben wird."

Auf dieser Liste der Ausfälle hofft Gerhard Aigner seinen Namen natürlich nicht zu finden: "Da wär mir was anderes schon lieber." Der frenetische Applaus der Fans bei der heurigen Siegerehrung klingt nämlich noch immer in seinen Ohren – ein Geräusch, an das man sich gewöhnen könnte, und das vermutlich auch für weitere Gespräche mit möglichen Sponsoren von Vorteil wäre.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Jännerrallye 2019

- special features -

Weitere Artikel:

Dacia und KTM haben in Saudi-Arabien gewonnen, aber wie sieht es in den anderen Kategorien aus? - Ein Überblick mit den Ergebnissen der deutschsprachigen Fahrer

Nasser Al-Attiyah gewinnt die zwölfte Etappe und steht vor dem Gesamtsieg - Duell Ekström gegen Loeb um Platz drei - Ricky Brabec führt bei den Motorrädern

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.

WRC Monte-Carlo: Nach SP3

Solberg führt bei Eis, Schnee und Nebel

Bei extrem tückischen Bedingungen auf der ersten Etappe der "Monte" behält Toyota-Neuzugang Oliver Solberg trotz "hundert Beinahe-Abflügen" kühlen Kopf. Keferböck/Minor auf Platz 19 der RC2 liegend bei den WRC Masters in Führung.

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.