RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Jännerrallye 2019

Stürmer/Zauner: Wintertour mit Bravour

Wenn sich Horst Stürmer/René Zauner dem Rallyewettbewerb stellen, ist trotz bescheidener Motorisierung meist viel Action angesagt.

Foto: Christa Feichtner

Bei der diesjährigen Jännerrallye kamen Horst Stürmer und René Zauner im Audi Coupé Quattro die Verhältnisse entgegen: Tief winterliche Fahrbahnen und ein geradezu sagenhafter fahrerischer Einsatz verhalfen ihnen zu einem elften Gesamtrang sowie zu einem zweiten Platz in der Kategorie 6.6.

Traditionell gilt die Jännerrallye als große fahrerische Herausforderung, auch die Ausdauer der Sportler ist enorm gefordert. In diesem Jahr kamen diese Faktoren besonders stark zum Tragen, denn es herrschte fast durchgehend ein starkes Schneegestöber, was das Befahren der Rallyestrecken deutlich erschwerte: Verstärktes Einsetzen der Driftkünste war angesagt. Einer, der die schwierigen, tief winterlichen Verhältnisse bravourös für sich nützte, war Horst Stürmer aus dem Traunviertel, der mit seinem mittlerweile auch schon sehr routinierten Co-Piloten René Zauner sowie seinem bewährten, wenngleich etwas untermotorisierten Audi Coupé Quattro eine beeindruckende Vorstellung lieferte: Er holte in Blomqvist-Manier das Letzte aus seinem Wagen heraus. Ein elfter Gesamtrang mit einem Auto, der sich unter der 200-PS-Marke bewegt: So etwas ist kaum irgendwo anders als bei der Jännerrallye möglich – zumal bei einer ansehnlichen Besetzung in der Vierradkategorie.

Ihren Anspruch auf eine eventuelle Führung in der Kategorie 6.6, in der einige der älteren Rallyefahrzeuge gewertet werden, machten Horst Stürmer und René Zauner schon auf der ersten Prüfung, der überaus selektiven Pierbach I, deutlich: Ihre härtesten Konkurrenten, Günther Königseder und Lukas Holzer in einem feurigen Lancia Delta Integrale 16V, waren jedoch um 1,5 Sekunden schneller. Stürmer und Zauner versuchten, so gut wie möglich dranzubleiben, mussten sich aber erst einmal der Übermacht des Lancia-Teams beugen. Dann gelang Stürmer beim ersten Durchfahren der Prüfung Schönau - St. Leonhard jedoch ein persönlicher Geniestreich: Mit einer neunten Gesamtzeit konnte er sich in der Zwischenplatzierung vor dem Lancia einreihen. Beim zweiten Durchlauf dieser Prüfung war es dem Audi-Team sogar vergönnt, seine Führung in der Kategorie 6.6 auszubauen.

Die Motivation, in der Klasse vorne zu bleiben, war bei Horst Stürmer und René Zauner sehr groß, sie wurden von dem beherzten Lancia-Team auch erst auf der vierten Prüfung des zweiten Tages wieder überholt. Danach war wieder einmal die Prüfung Tragwein - Bad Zell - Aisttal der Schauplatz für einige spektakuläre Änderungen im Zwischenergebnis: Horst Stürmer und René Zauner beendeten die Sonderprüfung als insgesamt Fünftschnellste, aber die Lancia-Crew blieb ihnen dicht auf den Fersen – zu dicht, als dass sie die Klassenführung wieder an sich hätte reißen können. Mit einer achten Gesamtzeit verlief auch die Prüfung Lasberg I hervorragend, allerdings war der Lancia von Günther Königseder wieder schneller, und zwar um 6,3 Sekunden. Überdies ging nach einer übersehenen Schikane ein Federbein kaputt, das jedoch von den Mechanikern zügig und perfekt repariert werden konnte. Auf der vorletzten Prüfung, wiederum Tragwein - Bad Zell - Aisttal, probierten Horst Stürmer und René Zauner noch einmal alles und schlugen sich mit einer erneut achtbesten Zeit beachtlich; jedoch wurde durch die übermotivierte Fahrt die Spur des Fahrwerkes verstellt. Schließlich wurde die 16. und letzte Prüfung auf Sicherheit gefahren, um den zweiten Platz in der Klasse sowie den elften Gesamtrang nicht zu gefährden. Dies gelang mit einer zehnten Gesamtzeit letztlich ebenfalls hervorragend.

Nach dem großartigen Erfolg im Jahr 2015 war die jüngste Ausgabe der Jännerrallye für Horst Stürmer und René Zauner erneut ein tolles Erlebnis, sowohl in fahrerischer als auch in sportlicher Hinsicht. Sie profitierten sicher von den aus ihrer Sicht wettermäßigen Topbedingungen, die Freude über ihre SP-Zeiten wie auch über die perfekte Organisation der Veranstaltung war sehr groß. Es wird gewiss auch im Jahr 2020 ein Antreten von Stürmer Motorsport bei der Jännerrallye geben.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Jännerrallye 2019

- special features -

Weitere Artikel:

Lavanttal Rallye: Vor dem Start

Wolfsberg wartet auf das Startsignal

Die 48. LASERHERO Lavanttal-Rallye 2026 powered by Dohr Wolfsberg / SG TOOLBOX beginnt heute Nachmittag und endet morgen Abend

Österreicher @ Veszprem & Ciocco

Stohl nach starkem ersten Tag out

Manfred Stohl und Peter Müller lagen nach Tag 1 der Veszprem Rallye in Führung - am verregneten zweiten Tag blieb man auf Platz zwei stromlos liegen. Lichtenegger/Ettel in Ciocco auf Rang 22.

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau

Frische Gesichter und neue Chancen im Lavanttal

Die Austrian Rallye Challenge geht nach dem grandiosen Saisonauftakt mit der ARC Rallye Triestingtal mit der Lavanttal Rallye in die zweite Runde. Dort könnten ungewohnte, neue Teams die ARC-Tabelle erobern. Für Spannung ist also gesorgt.

ORM/ARC/MRC, Lavanttal: Local Heroes

Rallye-Klassiker ist wieder Quotenhit

Bei der heurigen Lavanttal-Rallye am 10. und 11. April wollen auch 39 Teilnehmer mit Kärntner Wurzeln die Fans rund um Wolfsberg begeistern

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau Nothdurfter

One more try – one more chance

Nach zwei Jahren steht für Alfons Nothdurfter wieder einmal ein Start in Wolfsberg und Umgebung auf dem Programm, es wird sein erstes Antreten im Lavanttal mit Christian Roschker und dem noch nicht lange im Besitz befindlichen Ford Fiesta Proto sein.