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Ziele auf der Wald4tel Rallye erreicht.

Auf der Wald4tel Rallye 2002 hatte sich das Team Holzmüller ehrgeizige Ziele gesteckt, leider war ein Erdhaufen im Weg.

Ein Ergebnis unter den Top 20 und den Top 10 der N4 sollte es schon sein. Nachdem man sich auf der ersten Runde des ersten Tages mit den Reifen ein wenig vergriffen hatte (wie so viele andere auch), konnte Johann Holzmüller den Evo V im zweiten Umlauf schon deutlich motivierter um die Ecken zirkeln.

Man hatte relativ schnell die Balance zwischen publikumswirksamen "Querfahren" und schneller Linie gefunden und auch die äußerst selektiven Verhältnisse der diesjährigen Rallye sondiert. "In einigen Passagen der Prüfungen war es wie auf Eis und Schnee, was meinem Fahrstil besonders entgegen kommt", meinte Johann Holzmüller am Ende des ersten Tages.

Das Team hatte sich auf einer passablen Zwischenposition eingefunden und so musste man dementsprechend am Samstag zeitig aufstehen, um den zweiten Tag mit den Klassikern Hollenbach und Grafenschlag in Angriff zu nehmen.

Auf der ersten Hollenbach schließlich ging die Rechnung voll auf und auf der Ergebnisliste war eine doch sehr erfreuliche 9.Gesamtzeit zu finden. Motiviert durch diese Zeit ging es für das Team dann auf den darauf folgenden Prüfungen mit viel Herz und Elan zur Sache. Ein 15. Gesamtrang konnte vor Beginn der letzten Runde verbucht werden. Mit dem Wissen um die interessanten Bedingungen auf der Strecke wollte man dann die Anzahl der "Agrareinsätze" im letzten und entscheidenden Umlauf so gering wie möglich halten.

"Ich glaube es gab fast kein Team, das nicht irgendwo einmal neben der Strecke gewesen ist" meinte Copilot Stefan Langthaler "Die Breite der Fahrspuren im Acker hatten teilweise richtiges Süd-Ost Tangenten Format" Und wie es oft so ist, wenn man es perfekt machen will, ging es auf einer Rechts-drei auf der Lichtenberg prompt in einen halb-Evo hohen Erdhaufen. Zu allem Überfluss hat es natürlich genau an dieser Stelle auch keine begeisterten Rallyefans gegeben, die dem dann nicht mehr so weißen Mitsubishi auf die Strasse hätten helfen können.
Also sind Hans und Stefan dann gemeinsam vor dem Evo gekniet und haben in einer Rekordzeit von 4 Minuten den Haufen mit den bloßen Händen weg gegraben und den Mitsubishi mit Hilfe des Allrad- und Beifahrerantriebes über das natürliche Hindernis gewuchtet. Deutliche Kampfspuren an den Overalls haben die Fans und Mechaniker am Serviceplatz ziemlich entzückt.

Aber nach dem Motto "aufgegeben wird maximal ein Brief" hat man mit dieser Aktion nur 3 Plätze verloren und ist dann doch ziemlich erleichtert in Waidhofen mit dem Auto auf der Zielrampe gestanden.

"Das war die schwerste Rallye, die ich je gefahren bin" waren die Worte eines glücklichen und erleichterten Johann Holzmüller, Chef des gleichnamigen KFZ Betriebes und Rallyeteams in Nondorf bei Gmünd.

Ein ganz besonderes Dankeschön gilt unseren unermüdlichen Technikern Gerry und Roland, die wie immer perfekt und on-time die Wartungsarbeiten am Mitsubishi erledigt haben. Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Partnern und Fans eine gute Show und ein gutes Resultat liefern konnten und sehen zuversichtlich in eine Saison 2003. "Im Namen des MSV-Litschau möchten wir uns bei den Organisatoren, allen voran Helmut Schöpf für die Rettung unserer geliebten Heimrallye von ganzem Herzen bedanken." sagte Johann Holzmüller nach Beendigung der Veranstaltung.

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