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Hanide Adam 1946-2014

Hanide Adam 1946-2014

Mit Hanide Adam verliert der Rallyesport nicht eine Copilotin, die über 30 Jahre aktiv im Sport tätig war, sondern auch einen einzigartigen Menschen.

Michael Hintermayer
Foto: Stiplovsek

Hanide Adam verstarb am 11. Februar 2014. Sie hinterlässt ein unglaubliches Erbe und wird vielen als Mutterfigur des Sports in Erinnerung bleiben. 30 Jahre lang saß sie neben ihrem Mann Kurt Adam am „heißen Sitz“ und erlebte dabei so manches Abenteuer. Ihre letzte Rallye fuhr Hanide Adam im Jahr 2010, danach musste sie sich wegen einer schweren Krankheit vom Sport zurückziehen.

„Rallye war ihr Leben und ohne sie hätte ich das nie so hinbekommen. Hanide hat alles organisiert und mir viel Arbeit abgenommen“, so Kurt Adam gegenüber motorline.cc. „Sie war eine gute Seele. Ich habe nicht nur eine Frau verloren… sie fehlt an allen Ecken und Enden.“

Kurt und Hanide Adam bestritten in 30 Jahren an die 250 Rallyes im In- und Ausland. Doch um das Wesen der Hanide Adam zu beschreiben, sind Zahlen und Fakten ungeeignet. Darum möchten wir an dieser Stelle ein paar Wegbegleiter zu Wort kommen lassen, welche die quirlige, kleine Dame während ihrer langen Motorsport-Laufbahn kennen und schätzen lernten.

Dietmar Hinteregger: „Wenn ich an Hanide denke, fällt mir als sofort wieder eine Szene ein, ich glaube, es war im Zuge der Schneerosen-Rallye. Ich war damals noch als Copilot aktiv, also muss es vor 1983 gewesen sein. Wir hatten einen Unfall in einer SP und saßen auf einer Anhöhe fest. Als der Wagen der Adams vorbeikam, öffnete Hanide das Fenster und warf während der Fahrt ein Sackerl heraus. Im Sackerl waren zwei oder drei Wurstsemmeln, damit wir während des Wartens nicht hungern mussten. Sie hatte ein Herz für alle, auch für ein Team, das auf einer Sonderprüfung liegen blieb. Hanide Adam war ein Rallyemensch von A bis Z und genau so werde ich sie auch in Erinnerung behalten.“

Helmut Schöpf: „Eigentlich war sie unbeschreiblich, eine eigene Nummer. Es fällt mir schwer Worte zu finden. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Semperit-Rallye 1984, als wir an einer Tankstelle standen und der Kadett der Adams neben uns hielt. Mein Beifahrer sagte damals zu mir 'Schau, die alten Adams fahren auch noch immer'. Wenn man bedenkt, wie lange das jetzt schon her ist, kann man ihre Leistung nicht genug würdigen.“

Sepp Pointinger: „Sie war immer locker und gut drauf. Immer mit einer Zigarette im Mund, das ist das Erste, das mir einfällt, wenn ich an sie denke. Der Kurt musste immer spuren, sie war die Chefin. Wenn einer der alten Garde geht, ist das immer sehr bedauerlich. Aber auch wir Dinosaurier des Sports sterben langsam aus. Ich glaube nicht, dass es viele geben wird, die diesen Sport über so lange Zeit ausüben werden.“

Rudi Stohl: „Auf sie war immer zu hundert Prozent Verlass, ihr ging es um den Sport und um die Kameradschaft. Ihr Ableben ist ein großer Verlust.“

Franz Wittmann jun.: „Ich habe sie des Öfteren bei Rallyes getroffen. Sowohl Hanide als auch Kurt waren immer nett und offen, richtige tolle Leute. Das ist ein riesiger Verlust für den Sport.“

Die Verabschiedung von Hanide Adam findet am Montag, den 17. Februar um 14:30 in der Pfarrkirche Wolfurt statt.

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