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Comeback auf allen Vieren

Nach langer Allrad-Abstinenz erinnert sich Alfa alter Tugenden und bringt mit Crosswagon 4x4 und Sportwagon Stradale 4x4 zwei vierradgetriebene Kombis.

mid/ft

  • Hier finden Sie zahlreiche Fotos des Alfa Crosswagon Q4

    Nach mehrjähriger Pause steigt Alfa Romeo wieder ins Allrad-Segment ein. Mit dem alten Kürzel Q4 als Anhang kommen im November zunächst auf Basis des Alfa 156 die beiden Kombis Crosswagon und Stationwagon auf den Markt.

    Die Preise beginnen bei ca. 33.500,- Euro für den Alfa Sportwagon 4x4 Stradale und rund 35.300,- für den Alfa Crosswagon 4x4. Weitere Modelle sollen folgen: als nächstes der Alfa 147 Q4.

    Mit dem Crosswagon und dem Stationwagon präsentiert die italienische Marke ihre eigenen Vorstellungen in Konkurrenz zum Audi A4 quattro und zum allradangetriebenen 3er BMW. Die Antriebsgruppe beider Modelle ist identisch.

    Wie bei den Vorgängern aus den 90er Jahren, dem 155 Q4 und dem 164 Q4, setzt Alfa erneut auf einen permanenten Allradantrieb mit drei Differenzialen und einer hinterachsbetonten Verteilung der Kraftübertragung.

    Das Antriebsmoment - vorn 42 Prozent, hinten 58 Prozent - verändert sich je nach Bodenhaftung bis zu einem Verhältnis von 70 zu 30 oder auch umgekehrt 30 zu 70. Die Verteilung der Kraft wird fortlaufend durch das mittlere, selbstsperrende Torsen-C-Differenzial kontrolliert. Totzeiten bei der Kraftverteilung verhindert eine ausgefeilte, von Alfa neu entwickelte Technik auf mechanisch-elektronischer Basis.

    Die Offroad-Performance vor allem des Crosswagon Q4 dürfte dennoch schnell an Grenzen stoßen. Allerdings behauptet der Hersteller, dass auch anspruchsvolle Hindernisse, zum Beispiel "Twists", bei denen ein Rad völlig frei hängt, bewältigt werden.

    Auf der Straße zeigt der Crosswagon Q4 im Zusammenwirken mit dem Stabilitätsprogramm VDC, dass Über- wie Untersteuerungstendenzen auch dank der direkten Lenkung vom Fahrer ohne Probleme souverän kontrolliert werden können.

    Für kraftvollen Vortrieb beider Q4-Kombis sorgt der bereits aus dem Fiat-Konzern bekannte 1,9-Liter-Multijet-Diesel. Der Reihenvierzylinder, kombiniert mit einem sportlich abgestimmten Sechsganggetriebe, mobilisiert 110 kW/150 PS und bringt sein Höchstdrehmoment von 305 Nm bei 2 000 U/min an die Kurbelwelle.

    Einige technische Verbesserungen des Multijet-Prinzips wirken sich nicht nur positiv auf Fahrleistungen und Drehmoment in den unteren Bereichen aus, sondern auch auf Geräuschentwicklung und Schwingungsverhalten.

    So wurden unter anderem die Einspritzungen, bisher lediglich zwei, je nach Motortakt erhöht, was den Verbrennungsablauf bei gleichem Verbrauch begünstigt und damit auch die Emissionen verringert. Trotz der Modifikationen verfehlt das Aggregat allerdings die Einstufung nach Euro 4.

    Die beiden wichtigsten Unterscheidungsmerkmale des Crosswagon Q4 von seinem weniger auffälligen Bruder sind das um 6,5 Zentimeter höher gelegte Fahrwerk und die größer dimensionierten Reifen.

    Neben den breiteren Kotflügeln unterstreichen Stahlschutzeinsätze unter den Türen sowie an Front- und Heckstoßfänger und die Dachreling den Offroad-Anspruch des Crosswagon Q4, während der Sportwagon Q4 seine sportliche Optik mit besonderen Leichtmetallfelgen hervorzuheben sucht.

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