4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Weltumrundung im Qashqai Electric

In 80 kW um die Welt

Ein eigens für den Langzeittest über drei Kontinente umgerüsteter Nissan Qashqai zeigt, dass Stromer bereits jetzt alltagstauglich sind.

mid/bp

Extreme Witterungsbedingungen sind ebenso beherrschbar wie Buckelpisten in der Mongolei und Schneestürme in den USA. Das dänische Ehepaar Hjalte Tin und Nina Rasmussen hat es nun fast geschafft.

Ihre Weltreise nähert sich dem Ende. Ausgehend von Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen, wo sie am 7. Mai zurückerwartet werden, durchquerten sie Asien und die USA. Derzeit geht es über das europäische Festland zurück in die Heimat, zuletzt wurden sie in Stuttgart und Aachen gesehen.

Im Gepäck haben die Weltenbummler spannende Geschichten und den Beweis, dass die Elektromobilität keine Zukunftsmusik mehr ist. Unterwegs mit ihrem auf Elektroantrieb umgerüsteten Nissan Qashqai mussten die dänischen Buchautoren einige Hindernisse meistern.

Bei hohen Temperaturen ging es durch Russland und die Wüste Gobi, ein Härtetest für Mensch und Material. Zumal die Route auch über Stock und Stein führte, so dass der Fahrer stets aufpassen musste, nicht die unterflurig angebrachten Lithium-Ionen-Akkus zu beschädigen.

Daher die Parole: Tempo raus! Eine Maßnahme, die zugleich auch die Reichweite erhöhte. Bis zu 250 Kilometer weit kann man mit dem Elektro-Crossover maximal fahren, ehe ein Besuch an der Steckdose fällig ist.

Ist keine Schnellladestation in der Nähe, braucht das "Auftanken" an der herkömmlichen Haushaltsteckdose allerdings stolze 19 Stunden - womit das Fahrzeug den Insassen jedesmal eine ausgiebige Nachtruhe verordnet.

Das andere Extrem erlebten die Dänen in den USA. Bei Schnee, Eis und Temperaturen von minus zehn Grad Celsius ist der Ladestand der Batterie rasch geschwunden.

Obwohl der 82 PS starke Elektromotor noch überraschend gut und natürlich vollkommen lautlos ansprang, war die Reichweite enorm begrenzt. Ein weiteres Problem verursachten die Stromstecker.

In den örtlichen Motels gab es nur 110-Volt-Anschlüsse, nicht aber die mindestens benötigten 220 Volt. Die Folge: Ein Aufladen war teilweise unmöglich. Abhilfe schaffte ein mitgenommenes Notstromaggregat, das die Batterien im Bedarfsfall geladen und so die Weiterfahrt auch in unbewohntem, unwegsamem Gelände sichergestellt hat.

Gut, dass das geräumige Crossover-Modell neben fünf Sitzen auch reichlich Platz für Utensilien und technisches Equipment bereithält. Bei den derzeit auf dem Markt befindlichen E-Mobilen sähe es da schon anders aus, sie sind meist zu klein für großes Gepäck.

Mit der Rückkehr nach Europa ist es fast vollbracht. Von Spanien aus ging es gen Deutschland, wo die auf der Welt nahezu einzigartigen, im Tempo unbeschränkten Autobahnen auf dem Programm stehen.

Bis zu 130 km/h fährt der Qashqai Electric, womit er durchaus ein alltagstaugliches Reisetempo erreicht. Eine höhere Geschwindigkeit ist weder möglich, noch nötig, da in anderen Ländern sowieso nicht mehr erlaubt ist und dies nur die Reichweite unnötig schmälert.

Wenn jetzt keine unerwarteten Überraschungen auftreten, trifft der Reisetrupp Anfang Mai in Dänemark ein. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Getreu diesem Motto lässt sich mit Elektroautos bereits jetzt eine Weltumrundung durchführen, wie die 10.000 Kilometer lange Fahrt eindrucksvoll beweist.

Mit zunehmender Verbreitung der Stromer werden auch die bis dato noch bestehenden strukturellen Probleme schwinden, so dass einer elektrischen Zukunft nichts mehr im Wege stehen dürfte.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Einer für alle Fälle

Toyota Hilux im Hänger-Alltagscheck

Der Toyota Hilux ist der ideale Alltagsbegleiter für all jene, die eine Vielzahl von Transportaufgaben zu bewältigen haben - in der gesamten Bandbreite im privaten wie im professionellen Einsatz

Preise zum Marktstart bekanntgegeben

Nissan X-Trail startet bei 38.950 Euro

Wie Nissan Österreich heute bekannt gab, startet der neue X-Trail hierzulande zu Preisen ab 38.950 Euro und ist in den fünf bekannten Ausstattungslinien Visia, Acenta, N-Connecta, Tekna und Tekna+ erhältlich.

Acht "Grenadiere" stehen zur Verfügung

Ineos Grenadier am Red Bull Ring erlebbar

Der Red Bull Ring ist erneut um eine Attraktion reicher. Ab April darf der neue Ineos Grenadier auf dem Offroad-Gelände von Österreichs berühmtester Rennstrecke zeigen, was er kann.

Offroad-Klassiker wagt 2023 Sprung über den großen Teich

Ford Bronco kommt nach Europa

Die US-amerikanische Geländewagen-Ikone, der Ford Bronco, kommt Ende des nächsten Jahres als Viertürer und Linkslenker in begrenzter Stückzahl in ausgewählten europäischen Ländern auf den Markt. Darunter auch in Österreich und Deutschland.

Double Cab Pick-Up mit BMW-Power

Ineos Grenadier Quartermaster enthüllt

Robust, praktisch und im Gelände unschlagbar; das und nicht weniger verspricht Grenadier für ihr nunmehr zweites Modell, den Quartermaster. Dieser kann ab 01. August in Österreich bestellt werden.

150.000 Euro nur für den Umbau

Das ist der delta4x4 Rolls Royce Cullinan

Ein Rolls-Royce parkt fast immer in der Garage oder steht an der Pforte eines Palast-Hotels parat. Doch geht es auch ganz anders, wie die Off Road-Experten von delta4x4 demonstrieren.