4WD

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Fahrverhalten, Verbrauch & Preis

Der zwei Liter große Vierzylinder-Diesel gibt seine Leistung von 124 PS bei 3.600 Touren ab. Aber bereits ab knapp über 3.000/min spielt sich gefühlt nicht mehr allzu viel ab. Darunter dank des kraftvollen Drehmoments von 310 Nm ab 1.600/min umso mehr. Müdigkeit kann man dem RAV4 2,0 D-4D nicht vorwerfen.

Die 5,2 Liter Normverbrauch erreichten wir im Test nicht, ein Liter mehr musste es schon sein. Wenden und Einparken geht spielerisch, die relativ gute Übersicht unterstützt dabei. Einzig die breiten D-Säulen stören bei der Rundumsicht - dafür gibt es die Rückfahrkamera ja serienmäßig.

Die Fahrwerkabstimmungist straff, zumal in Verbindung mit den 19-Zoll-Felgen. Etwas mehr Fahrkomfort würde dem RAV4 gut anstehen. Positiv wiederum: die geringe Seitenneigung.

Der Allradantrieb agiert unmerklich und sorgt auf losem Terrain, allerdings auch schon auf nasser Straße für souveränes Vorankommen. Viel Drehoment und vier angetriebene Räder passen nun einmal gut zusammen.

Der RAV4 lenkt überaus agil ein, ist extrem leise und verleitet dadurch zu flotter Fahrt. Die goutieren die auf unserem Testwagen montierten Yokohama Geolandar aber nicht unbedingt.

Auf trockenem Asphalt quietschen sie bereits bei Geschwindigkeiten, wo andere Reifen sich noch absolut still verhalten. Böse Blicke von Passanten sind dann unabwendbar. Ein RAV4 und vermeintlich pubertäres Fahrverhalten? Das geht gar nicht.

Den 124 PS starken 2,0 D-4D gibt es neben der getesteten 4WD-Version auch als 2WD. Der Preisunterschied liegt in der von uns gefahrenen Topausstattung "Executive" bei vernachlässigbaren 1.370 Euro. Sprich 36.612 Euro zu 35.242 Euro.

Generell deutlich günstiger geht es mit dem "City" (manuelle Klima serienmäßig), der bei gleicher Motorisierung mit 4WD 30.112 Euro, als Fronttriebler 28.005 Euro kostet. Interessanterweise liegt hier der Preisunterschied zwischen den Antriebsvarianten bei über 2.000 Euro - was wohl einem attraktiven 2WD-Einstiegspreis geschuldet ist.

Plus
+ agile, präzise Lenkung
+ gutes Raumangebot
+ geringer Verbrauch
+ fünf Jahre Fahrzeuggarantie
+ sehr gute Verarbeitung und Materialqualität

Minus
- mit 4WD entfällt Start-Stop-System
- Serienbereifung stößt onroad früh an ihre Grenzen

Resümee
Allradantrieb zum Basisdiesel mag für den Toyota RAV4 luxuriös erscheinen, der Aufpreis bleibt beim getesteten "Executive" mit rund 1.370 Euro aber handzahm. Fünf Prozent Aufpreis für Souveränität bei jeder Wetterlage - eine Überlegung wert. "Souveränität": Das ginge auch gut als Überschrift für den RAV4 an sich durch.

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