4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Fahrverhalten, Verbrauch & Preis

Text und Fotos: Johannes Toth

Nissan will – vor allem mit der Maximal-Ausstattungsvariante Tekna – eindeutig in den Gewässern der deutschen Premium-Marken nach Kunden fischen. Das mag in den Fällen gelingen, wo die Motorleistung keine entscheidende Rolle spielt.

Denn der einzig angebotene 130-PS-Dieselmotor von Renault ist brummig und braucht Drehzahl, um beim Wegfahren an der Kreuzung nicht zu verhungern. Immerhin bringt es der lediglich 1,6 Liter große Motor auf 320 Nm Drehmoment.

Abseits der Motorisierung herrschen mehr Wahlmöglichkeiten, etwa zwischen Schalt- und Automatikgetriebe, oder zwischen Frontantriebs- und Allrad-Modell. Die drei Ausstattungsvarianten Visia, Acenta und Tekna starten preislich mit dem frontgetriebenen 6-Gang-Schalter bei knapp 27.990 Euro. Unser optimal bestückter Tekna kostet mit 4x4i-Antrieb 40.463 Euro.

Wer sich für den Allrad entschieden hat, findet in der Mittelkonsole einen Drehknopf mit den drei Optionen Frontantrieb, intuitiver Allradantrieb – der die Antriebskraft je nach Radschlupf zwischen Vorder- und Hinterrädern verteilt – und permanenter Allradantrieb mit fixierter Kraftverteilung. Dieser ist fürs Gelände gedacht und schaltet sich ab 40 km/h wieder ab.

Im täglichen Leben mit dem X-Trail fällt zum Beispiel das riesige Staufach in der Mittelkonsole positiv auf. Da können wir sogar eine Spiegelreflexkamera vor den neugierigen Blicken etwaiger Interessenten verstecken. Gleich davor finden wir je nach Bedarf beheiz- oder kühlbare Becherhalter eingebaut.

Ein feines Zubehör ist auch das riesige Panorama-Glasschiebedach. Die Kinder sind gleich begeistert, weil die Aussicht so toll ist und uns gefällt es, die heiße Luft des durch die Sonne überhitzten Innenraums schnell aufsteigen zu lassen und effektiv lüften zu können.

Der Wagen bietet viele zeitgemäße Features, aber manches ist unverständlich. Die Fensterheber sind nur in der Fahrertür mit einmaligem Kurzdrücken zu öffnen. Bei den anderen Fenstern muß der Schalter so lange gedrückt werden, bis das Fenster in der richtigen Position ist.

Für unser gutes Gewissen und um dem ökologischen Aspekt genüge zu tun, erstellt der Bordcomputer einen Eco Drive Report und errechnet die CO2 Ersparnis des aktuellen Trips. Damit bringt uns Nissan in spielerischer Art dazu, in einem Crossover-SUV doch auch was für die Umwelt zu tun.

Je nach Getriebeausstattung und Antriebsart gibt der Hersteller für den X-Trail bis zu 5,3 Liter Diesel auf 100 km an. In der Praxis kann der Diesel-Verbrauch auch einen bis eineinhalb Liter mehr betragen.

Plus
+ angenehmer und bequemer Familienreisewagen
+ umfangreiche Ausstattungsvarianten möglich
+ zeitgemäßer Crossover mit Geländeeigenschaften
+ kleiner Wendekreis

Minus
- wird nur mit einer - etwas brummigen - Motorvariante ausgeliefert
- Sitze in der dritten Sitzreihe sehr kompakt

Resümee
Wenn die Motorleistung eine eher untergeordnete Rolle in der Kaufentscheidung spielt, ist der Nissan X-Trail eine gute Wahl. Viel Platz und bequeme Sitze auch auf langen Strecken machen ihn zu einem guten Familien-Reisewagen. Die optionalen Zusatzsitze im Kofferraum sind für lange Fahrten weniger bequem, bieten aber spontane Mitfahrgelegenheiten.

Weitere Testdetails:

Preise, Ausstattung & Technik

News aus anderen Motorline-Channels:

Nissan X-Trail 1,6 dCi Tekna - im Test

Weitere Artikel:

Viel Lob vom F1-Weltmeister

Lewis Hamilton testet Ineos Grenadier

Sir Lewis Hamilton durfte in Begleitung von INEOS-Vorstandsvorsitzendem Sir Jim Ratcliffe höchstselbst den Grenadier auf der Straße und im Gelände einer schonungslosen Testfahrt unterziehen.

"Wir sind bereit, das Offroad-Segment mit dem Fisker Ocean Force E aufzumischen!" tönt Fisker selbstbewusst im Rahmen der Enthüllung der neusten Version ihres Elektro-SUV, das ab dem vierten Quartal 2023 bereits in den Handel kommen soll.

Fords Aushängeschild für Inklusion

Goodwood: Ford zeigt den "Very Gay Raptor"

Einfach nur cool, dieses Gefährt: Ford wird bei dem diesjährigen Festival of Speed im südenglischen Goodwood (bis 26. Juni 2022) unter anderem mit dem besonders kräftigen Ranger Raptor-Pick-up der nächsten Generation vertreten sein. Und zwar mit einem ganz besonderen Exemplar.

Mehr als 40 Prozent der in den letzten fünf Jahren verkauften Range Rover tragen den Zusatz Sport. Zuletzt wurde das Luxus-SUV zusammen mit dem kleineren Evoque und dem Discovery Sport zum meistverkauften Modell der Briten. Noch in diesem Jahr fährt die dritte Generation des Range Rover Sport vor. Wir konnten den kommenden großen Rangie bereits in Augenschein nehmen.

Marktstart ist bereits dieses Jahr

Ford Ranger Raptor enthüllt: bulliger Look, viel Power

Die letzten werden die ersten sein, heißt es doch: Während er "normale" Ranger erst 2023 auf den Markt kommt, darf der nun vorgestellte Ranger Raptor, samt seinen 288 PS und feinstem V6-Sound bereits dieses Jahr mit uns in Sand und Dreck spielen. In manchen Märkten gar schon im Sommer.

Startschuss der Serienfertigung in Hambach

Ineos Grenadier: Produktion gestartet

Ineos Automotive hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: den Start der Serienproduktion des Geländewagens Grenadier im eigenen Werk in Hambach, Frankreich. Die ersten Auslieferungen stehen somit für Dezember 2022 an.