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Yamaha XJ6 Diversion F ABS – im Test

Goldene Mitte

Mit der XJ6 Diversion F ABS hat Yamaha jetzt wieder eine vollverkleidete 600er im Programm, die das Potential zu einem Topseller hat.

mid/uho

Dank umfangreicher Modifikationen im Bereich des Zylinderkopfes und der Einspritzanlage können die maximal 60 Nm Drehmoment bei moderatem Drehzahlniveau erreicht werden. Untermauert von präsentem, aber zu keiner Zeit aufdringlichem Raunen aus der unterhalb des Motors platzierten Auspuffanlage zieht der 57 kW/78 PS starke Reihenvierzylindermotor der Japanerin überraschend früh kräftig an.

Dabei vermittelt er den angenehmen Eindruck eines hubraumstärkeren Motorrades. Genau das ist es, was sowohl Freizeitfahrer als auch erfahrene Routiniers im normalen Biker-Leben zu schätzen wissen. Permanentes Hochjubeln, so wie man es von den sportlicheren FZ6/R6-Modellen kennt, ist bei der XJ6 nicht erforderlich.

Mittelmacht

Besonders gern bewegt man sich im mittleren Drehzahlbereich zwischen 4.000 und 8 000 U/min. Das freut auch beim entspannten Kurvenräubern und urbanen City-Swingen. Für schlanken Knieschluss fällt der Sitzpolster für den Fahrer recht straff aus. Erfreulich niedrig sind die Bedienungskräfte für die Kupplungsbetätigung des Sechsganggetriebes. Auch Windschutz, Sitzposition, Ergonomie und Instrumente geben keinen Anlass zur Kritik.

Passend dazu präsentiert sich das auffallend leicht zu dirigierende Fahrwerk, das selbst im flotten Solo-Betrieb prima funktioniert. Dass es sich bei dem Rahmen im Gegensatz zur FZ6 um eine stählerne Konstruktion handelt, stört nur notorische Nörgler.

Die fahrfertigen 222 Kilogramm des ABS-Modells sind gut ausbalanciert; die gewichtsoptimierten 17 Zoll-Alu-Räder helfen zusätzlich, das Handling zu optimieren. (Ohne ABS ist die Maschine um einen Tausender billiger.)

Kühler Kopf

Dynamisch genommene Wechselkurven werden zu einer leichten Übung. Lediglich mit Sozius/Sozia an Bord wären trotz Federvorspannung am hinteren Zentralfederbein etwas mehr Reserven wünschenswert.

Verzögert wird vorne über zwei Bremsscheiben, die jeweils von einem Doppelkolben-Schwimmsattel in die Zange genommen werden. Am Heck genügt die Einfachscheibe voll und ganz.

Das bekanntermaßen sportlich abgestimmte Yamaha-ABS tut ein Übriges, um auch in heiklen Situation einen kühlen Kopf zu bewahren. Auch die Tankkosten halten sich in Grenzen: Der fesch geformte, 17 Liter fassende Tank ermöglicht bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6 Litern Superbenzin auf 100 Kilometer eine Reichweite von rund 280 Kilometern.

Wer fleißig Gas gibt, wird deutlich früher an die Zapfsäule müssen. Für diesen Kundenkreis gibt es die quirlige FZ6 mit 72 kW/98 PS und den 91 kW/124 PS starken Feuerspucker R6. Wem 205 km/h Endgeschwindigkeit genügen, der ist mit einer XJ6 Diversion F ABS in jedem Fall günstiger und stressfreier unterwegs.

Teststeno XJ6 Diversion F ABS:

Vollverkleidetes Mittelklasse-Motorrad mit wassergekühltem Vierzylinder-Reihenmotor, 599 ccm Hubraum, 57 kW/78 PS Leistung bei 10 000 U/min, max. Drehmoment 60 Nm bei 8 500 U/min, Höchstgeschwindigkeit 205 km/h, Verbrauch 6 Liter Superbenzin/100 km, vier Ventile/Zylinder, DOHC-Steuerung, Kraftstoffeinspritzung, digitale Transistorzündung, G-Kat, Sechsganggetriebe, E-Starter, Sekundärtrieb über Kette, Stahlrahmen mit verschweißtem Rahmenheck, Radstand 1,44 Meter, Sitzhöhe 78,5 cm, Gewicht fahrfertig 222 kg, Tank 17 Liter, Preis: 9.999,- Euro.

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