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Hügelstürmer

Für alle Abenteuerlustigen bringt VW ein besonderes Spielzeug auf den Markt: den Golf Alltrack Variant. Wir fuhren den höher gelegten Golf.

Fabian Bonora

Auf den Spuren des Passat Alltrack wandelt nun auch der Golf. "Alltrack" steht bei VW - im Gegensatz zu den zahlreichen "Cross"-Modellen - nicht nur für Höherlegung und resche Kunststoff-Beplankung, sondern auch für verbindlichen Allradantrieb.

Der ausschließlich als Kombi "Variant" erhältliche Golf Alltrack will nun auch in der Kompaktklasse den Gipfelstürmern und Skiurlaubern das richtige Werkzeug für schwierige Herausforderungen bieten.

Beim Alltrack sticht die Kunststoff-Panzerung an Frontschürze und Seitenschweller sowie an den ausgestellten Kotflügel hervor. Optisch steht der Neo-Offroader bulliger und gleichzeitig erhabener da als seine Brüder. Auch ein silberner Unterfahrschutz trägt zur Offroadoptik bei. Eigens für den Alltrack designte, markante 17-Zoll-Räder sind serienmäßig dabei.

Im Innenraum bietet der Golf Alltrack eine veredelte Atmosphäre. Die Materialien in der Mittelkonsole sowie der Instrumententafel sind hochwertiger und der Alltrack bietet ebenso eigenständige Stoffe für Polsterung oder Dachhimmel. Lederlenkrad und Ambientebeleuchtung zählen beim Alltrack Variant zur Serienausstattung, ebenso die Klimaautomatik „Climatronic“ und das große Touch-Display in der Mittelkonsole.

Den notwendigen Platz auf Urlaubsfahrt oder für den Spontan-Mountainbike-Trip hält der Golf Alltrack Variant mit über 1.620 Litern maximalem Kofferraumvolumen bereit, steht die Rückbank aufrecht, sind es immerhin noch 605 Liter. Im Fond sitzt man angenehm und mit ausreichend Platz, zwei Riesen sollten allerdings nicht hintereinander sitzen.

Die Karosserie liegt um 20 Millimeter höher als beim Standard-Golf, auch ist das Fahrwerk einen Tick weicher ausgelegt. Der längere Federweg macht sich auf unebenen Landstraßen deutlich bemerkbar, ruhig und gutmütig gleitet der Alltrack dahin. Jede Bodenwelle tariert das Fahrwerk sanft aus und wirkt kaum je überfordert.

Jedoch wankt der Kombi bei sportlicher Fahrweise vergleichsweise deutlich. Der Grip bleibt dabei immer optimal. Neben dem Allradantrieb helfen dabei die neutrale Gewichtsverteilung des Variant und die auf alle vier Räder wirkende Antriebsschlupfregelung.

Für Ausflüge ins Gelände bietet der Golf Alltrack einen Offroad-Modus. Dieser verändert die Abstimmung von Gaskennlinie und Gangwahl, variiert aber auch die Differenzialsperren und das ESP. Im Gelände kann man damit seine Geschwindigkeit oder den resultierenden Schlupf exakter regeln.

Ebendieser hält sich ohnehin in Grenzen: Die Haldex-Kupplung ermöglicht nämlich eine 100-prozentige Sperre beider Achsen. Die Kraft gelangt damit immer an das Rad mit der meisten Traktion.

Lediglich das DSG-Automatikgetriebe zeigte im Offroad-Modus eine ungewohnte Ruckeligkeit. Die soll bis zur Auslieferung noch ausgemerzt werden.

Die elektronischen Differenzialsperren sowie der Allradantrieb der neuesten Haldex-Generation gepaart mit dem DSG harmonieren im Gelände tadellos. Die Grenze gibt gewöhnlich der Straßenreifen vor. Wo das Auto noch weiter könnte, stößt er an sein (Traktions-)Ende, aber man geht ja auch nicht mit Laufschuhen ins Hochgebirge.

Sollte ein steiles Gefälle auftauchen, ist der Alltrack mit einem Bergabfahr-Assistenten ausgerüstet. Dieser hält die Geschwindigkeit durch automatische Bremseingriffe konstant und lässt sich, auch während der Abfahrt, stufenlos variieren.

Drei Dieseltriebwerke sowie ein brandneuer Benzinmotor stehen beim Alltrack zur Auswahl. Letzterer leistet sportliche 180 PS aus 1,8 Litern Hubraum. Die drei Diesel sind mit 110 (1,6 TDI), 150 und 184 PS (2,0 TDI) angeschrieben, in der jeweiligen Top-Motorisierung hat man immer ein DSG an Bord.

Auch als Zugpferd kann sich der Alltrack sehen lassen, denn zwei Tonnen Anhängelast dürfen damit herumkutschiert werden. Zu empfehlen, gerade für Anhängerfahrten, ist die Diesel-Top-Motorisierung wegen üppigen Drehmoments bei gleichzeitig bemerkenswerter Laufruhe über den gesamten Drehzahlbereich.

Zügig stürmt der Diesel nach vorne, in knapp acht Sekunden ist der Sprint auf Tempo 100 erledigt. Das gleiche Aggregat wie im GTD arbeitet äußerst sparsam und ruhig. Die Werksangabe laut ECE-Norm liegt bei mageren 4,8 Litern.

Ein Eco-Modus hilft zusätzlich beim Sprit sparen. Der hält die Drehzahl weit unten im Keller und „segelt“, Sprich: schaltet bei Nullast in den Leerlauf.

Für alle Hobby-Offroader steht der Golf Alltrack ab 32.190 Euro - mit 110-PS-Einstiegsdiesel und manuellem Getriebe - ab Anfang Mai beim Händler.

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