4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Pingpong-Effekt

Hochwertige Raffinesse - dieser Begriff taucht bei der Präsentation des DS 3 Crossback öfters auf. Aber genau das trifft es auf den Punkt. Erster Test.

mid/brie

Nun geht der DS 3 in die zweite Runde und ergänzt dabei die sportliche dreitürige Limousine (die in Sondereditionen weiterleben soll) als kompaktes SUV. Zu seinen Konkurrenten zählen der Mini Countryman und der Audi Q2. Im Gegensatz zum niedrigeren und kürzeren Bruder ist der Crossback beim Fahrverhalten mehr auf Komfort getrimmt.

Der Crossback nimmt Holperschwellen ziemlich gelassen, wehrt sich jedoch in flott gefahrenen Serpentinen, willig dem Lenkeinschlag zu folgen. Da muss der Fahrer beim Lenkradkurbeln häufig noch etwas nachlegen, um die ausgeprägte Untersteuer-Tendenz auszugleichen.

Dagegen weiß der Antrieb zu gefallen: Der 155-PS-Dreizylinder-Benziner, mit dem wir überwiegend unterwegs waren, knurrt tatendurstig und lässt sich beim Beschleunigen nicht lumpen. Selbst die schwächere Variante mit 130 PS fühlt sich nicht untermotorisiert an. Einen dicken Anteil am positiven Gesamteindruck kann dabei das 8-Gang-Automatikgetriebe für sich generieren. Der Wandlerautomat schaltet nicht hölzern, sondern diskret und unterbindet souverän die Heularien, die wir aus Autos dieser Kategorie kennen, die mit stufenlosem CVT-Getriebe offeriert werden.

Seine Schokoladenseite zeigt der DS Crossback mit seinen Innenmaterialien und deren Verarbeitung. Immer wieder zitieren seine Erbauer die traditionelle Handwerkskunst in der Lederverarbeitung, die hier mit modernen Technologien angereichert wurde. Man staunt über die Strukturen der Sitz- und Lehnenflächen und die geschmackvollen Lederfarben - zum Beispiel dunkelrot. Hier trumpft sie auf, die hochwertige Raffinesse.

Auch beim Design haben sich Gestalter des Wagens einiges einfallen lassen. Neben der typischen Haifischflosse an der B-Säule, die allen modernen DS eigen ist, gibt es viele Details zu entdecken. Der Drang nach Raffinesse macht auch vor dem Innenraum nicht Halt. Die Mittelkonsole mit dem außergewöhnlichen Rautenmuster könnte man getrost als Blickfang über das heimische Wohnzimmersofa hängen. Aber warum wurde den Ergonomie-Experten der Einspruch verwehrt, als die Entscheidung fiel, dieses Teil in ein Auto einzubauen? Zu groß ist die Verwechslungsgefahr bei den darauf verstreuten Schaltern.

Besonders kurios wird es im unteren Teil der Konsole, wo - in nahezu identischem Design und in einer Reihe platziert - die Schalter für die Fensterheber und die elektrische Handbremse gemeinsam eingepflanzt sind.

Bei den Testfahrten passierte es nicht nur einmal, dass der vermeintliche Befehl zum Schließen der vorderen linken Seitenscheibe eine ungewollte Vollbremsung auslöste. Zum nervenden Suchspiel geriet es auch jedes Mal, die Schalter für einige Fahrerassistenz-Funktionen im dunklen unteren Knieraum zu finden.

Auch hier beweist der DS, dass er sich nicht unbedingt an den technisch orientierten Kunden wendet, der für flugzeugähnliche, funktionale Cockpits im Auto schwärmt. Insofern überrascht es dann schon positiv, dass auch ein Head-up-Display zu haben ist.

Hochwertige Raffinesse lässt sich eben sehr weiträumig definieren. Es ist einfach die Andersartigkeit, die an diesem SUV fasziniert. Dazu gehören auch die bündig eingesetzten äußeren Türklinken, die beim Annähern des Schlüsseleigners höflich nach außen klappen und zum Einsteigen einladen.

Zur Markteinführung im Mai 2019 geht der DS 3 Crossback mit drei Benzinmotoren (Basis 100 PS) und einem Diesel an den Start. Die Preisliste beginnt bei 28.149 Euro (Deutschland: 23.400 Euro). Ende 2019 kommt eine rein elektrische fahrende Version als E-Tense (mit absolut identischer Karosserie) hinzu, bei der trotz dicker Batterien keine Abstriche an den Innenraummaßen hingenommen werden müssen, und die eine große Reichweite verspricht.

Und was steckt hinter dem in der Überschrift genannten Pingpong-Effekt im Armaturenbrett? Ganz einfach: Beim Betätigen des Blinkers entsteht ein Geräusch wie bei einem Tischtennis-Spiel. An dieser Stelle wird die Raffinesse auch akustisch erlebbar.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Mehr als 40 Prozent der in den letzten fünf Jahren verkauften Range Rover tragen den Zusatz Sport. Zuletzt wurde das Luxus-SUV zusammen mit dem kleineren Evoque und dem Discovery Sport zum meistverkauften Modell der Briten. Noch in diesem Jahr fährt die dritte Generation des Range Rover Sport vor. Wir konnten den kommenden großen Rangie bereits in Augenschein nehmen.

Subaru Forester Sondermodell: Black Edition

Ein Klassiker in Schwarz

Seit den späten 1990ern bevölkert der Subaru Forester das – damals noch junge – SUV-Segment. Mit besonderen Designelementen in schwarz kommt nun die Black Edition zu den Händlern.

Dritte Sitzreihen in Autos sind oft nur Notlösungen; gerade geräumig genug für Kinder und kurze Strecken. Hier nicht. Im größten Defender aller Zeiten haben tatsächlich acht Erwachsene Platz. Ja verdammt, in der dritten Sitzreihe gibt’s sogar Sitzheizung und ein eigenes Panoramadach!

Einer für alle Fälle

Toyota Hilux im Hänger-Alltagscheck

Der Toyota Hilux ist der ideale Alltagsbegleiter für all jene, die eine Vielzahl von Transportaufgaben zu bewältigen haben - in der gesamten Bandbreite im privaten wie im professionellen Einsatz

Premiere für 7. Juli 2022 bestätigt

Vorgeschmack auf den neuen VW Amarok

Der Amarok ist der Premium-Pickup von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN). Das neue Modell feiert am 7. Juli 2022 seine Digital-Premiere und zeigt sich damit der Welt im Live-Stream erstmals unverhüllt und ohne Tarnung.

Elektrifiziert und komfortabler ohne Offroad-Abstriche

Neuer Nissan X-Trail vorgestellt

International gesehen ist der X-Trail nicht neu. Für die USA und China gibt es den Wagen schon zu kaufen (wenn auch in den USA unter dem Namen "Rogue"). Nun aber wurde in Japan die Version für den Heimatmarkt und in weiterer Folge auch für Europa vorgestellt.