
Ford Kuga 2,5 Turbo - im Test | 30.04.2009
Weder spaßarm noch sparsam
Der mit dem bekannten Fünfzylinder-Turbo befeuerte Ford Kuga ist ein Auto für Genießer die Fahrspaß wollen und höheren Verbrauch nicht scheuen.
Während die großen SUV’s - oft zu unrecht - als Spritfresser und Öko-Sünder verteufelt werden, erleben die Kompakt-SUV’s einen regelrechten Boom. Toyota hat mit dem RAV4 dieses Segment lange Jahre beherrscht, seit der Einführung des Tiguan hat aber VW die Nase vorne.
Einer der direkten Konkurrenten des Wolfsburger Erfolgsmodells ist der Ford Kuga. Optisch dem Kinetic-Design verschrieben, weiß er durchaus zu gefallen. Bis vor kurzem war die Motorenwahl alles andere als eine Qual, gab es doch ausschließlich den 136 PS starken TDCi Motor aus dem PSA-Konzern.
Jetzt hat Ford nachgelegt, wenngleich der neue Motor mit Sicherheit ein Nischenprodukt bleibt. Es handelt sich dabei um den aus Focus ST und Mondeo bekannten 2,5 Liter Fünfzylinder, der im Kuga 200 PS leistet. Allein der Klang zaubert den Passagieren ein Lächeln ins Gesicht, die Soundkulisse ist zwar dezenter als im sportiven Focus ST, bleibt aber auch im Kuga kernig.
Das Triebwerk harmoniert gut mit dem Allradler, Tempo 100 km/h steht nach nur 8,4 Sekunden auf dem Tacho, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 208 km/h. Der Fünfzylinder ist über das gesamte Drehzahlband sehr elastisch, in Kombination mit dem Sechsgang-Getriebe - alternativ dazu gibt es auch eine Fünfgang-Automatik - bleibt auch der Fahrspaß nicht auf der Strecke.
Kehrseite der Medaille: Auch der Tankwart hat seinen Spaß, unter 11 Litern ist der Power-Kuga fast nicht zu bewegen, die Regel sind eher zwischen 12 und 13 Liter Super. Wer das verschmerzen kann, könnte allerdings durch die dann geringe Reichweite genervt sein, definitiv kein Auto für Leute die viele Kilometer fahren, mit Sicherheit aber ein Auto für Genießer.
Der Innenraum des Kuga besticht mit hoher Verarbeitungs-Qualität und durchwegs hochwertigen Materialien, das Platzangebot im Fond und im Kofferraum ist allerdings nicht allzu üppig.
Unser Testwagen war übrigens mit der Vierschicht-Spezial-Lackierung “frost-white” versehen, die satte 1.255,- Euro Aufpreis kostet. Die Intensität dieses Weiß ändert sich je nach Lichteinfall, hat aber immer einen gewissen Graustich.
Unser Tipp: Wenn schon weiß - und die Farbe steht dem Kuga hervorragend - dann einfach zum Uni-weiß greifen und den Metallic-Aufpreis zur Gänze sparen oder gleich in die 18-Zoll-Leichtmetallräder investieren, die zwar ein optisches Muss sind, aber auch Mitschuld am hohen Verbrauch tragen.
Den Kuga 2,5 Turbo gibt es ab 37.650,- Euro, unser Testwagen mit Extras wie dem Blaupunkt-Navigations-System, der erwähnten Speziallackierung, 18-Zoll-Alufelgen, einem elektrisch verstellbaren Fahrersitz und einigen optischen Goodies beträgt 44.040,- Euro.
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