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Innenraum

Ohne zu übertreiben: Selbst überzeugte Jaguarfahrer konnten ihre Begeisterung ob des gelungenen Passat-Innenraums nicht verbergen. Und wirklich, was VW da auf die Räder gestellt hat kann problemlos mit Luxuskarossen vom Schlage eines Audi oder Mercedes mithalten.

Die Auswahl der Materialien und Oberflächenstrukturen, das scheinbar frei schwebende Armaturenbrett und eine ebensolche Armlehne in der Fahrertüre und die beinahe Quadratmeter-große Holzvertäfelung stehen im Wettstreit mit den fein verarbeiteten Leder-Alcantara-Sportsitzen inklusive edler Versteppung der Bezüge.

Vornehme Chromdetails an Schalthebel, Tachometer und Türgriffen zaubern noch das letzte Quäntchen an möglicher Noblesse in den „Volks“wagen.

Wo Licht, da ist leider oft auch etwas Schatten. Wie auch im Falle des Testwagens: Hier waren Teile der Armaturenverkleidung verkehrt zusammengesteckt, nervten Polter- und Klappergeräusche das ansonsten panzerhafte Massivitätsgefühl des Passats.

Hinzu kamen noch undefinierbare Knarrgeräusche aus der Lenkung bei kühler Witterung. Durch das frühe Produktionsdatum des Testautos kann so etwas mal passieren. Bei den Fahrzeugen, die wirklich an Endkunden ausgeliefert werden, sollte aber alles in bester Ordnung sein.

Genug genörgelt, denn alleine das großzügige Platzangebot auf allen fünf Plätzen entschädigt vollends für etwaige Verarbeitungsmängel. Selbst Zwei-Meter-Lackeln auf den Frontsitzen lassen im Fond noch genügend Raum für bequemes Reisen über hunderte von Kilometern. Die komfortabel gepolsterten Sitze bieten neben ausgezeichnetem Seitenhalt auch einen weiten Verstellbereich.

Mit 565 Litern Kofferraumvolumen setzt der Passat Maßstäbe in seiner Klasse. Da sich in solchen Höhlen auch Menschen problemlos verstauen lassen, installierte man aus Sicherheitsgründen kurzerhand einen beleuchteten Kofferraumöffner auf der Innenseite des Deckels. Nettes Detail: Ein kurzer Druck auf der Fernbedienung genügt, schon öffnet sich die Ladeluke wie von Geisterhand.

Weniger gut steht es um die Übersichtlichkeit nach hinten und schräg hinten: Der hohe Heckabschluss lässt einen andere Fahrzeuge beim Einparken allenfalls erahnen, die breite C-Säule stört etwas beim Schulterblick. Die Einparkhilfe ist also eine durchaus sinnvolle Investition.

Deutsche Perfektion wiederum bei der Ergonomie des Passats: Alle Bedienelemente befinden sich dort, wo man sie auch blind ertasten würde. Die Instrumente sind unter allen Bedingungen hervorragend abzulesen. Erfreulicher Trend: Statt Knöpferlkonvolut gibt es hier nur große Schalter und Drehknöpfe. Bravo!

Keine Bedenken muss man auch um die eigene Sicherheit haben: Mit serienmäßig sechs Airbags (2 weitere Seitenairbags im Fond gegen Aufpreis), ABS mit EBV, ESP, aktiven Kopfstützen, Notbremsassistent inkl. Aktivierung der Warnblinkanlage, Kopfstützen und Dreipunktgurte inkl. Gurtstraffer auf allen Plätzen sowie ISOFIX-Halterungen ist man allzeit gut unterwegs.

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