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VW & Porsche: Fusion statt Übernahme

Kompromiss in Sicht?

Die geplante Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist gescheitert, jetzt wird eine Fusion der beiden Unternehmen angestrebt.

mid/hh

Spielstand: Unentschieden - es geht in die Verlängerung! Porsche gibt seine Übernahmepläne für Volkswagen auf.

Die Hauptaktionäre des Sportwagenbauers sowie die Familien Porsche und Piech intendieren nun eine Fusion der beiden Unternehmen.

In dem neuen Konzern soll Porsche dann nur mehr eine von zehn Marken sein.

Beste Lösung?

Für den deutschen Automobilexperten Ferdinand Dudenhöffer vom Center of Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen ist eine Fusion die beste Lösung in der jetzigen Zeit. Aus beiden Unternehmen entstehe ein finanzstarker Konzern, der auf dem Weltmarkt eine wichtige Rolle spielen könne und auf Augenhöhe mit der Nummer 1 Toyota operiere.

VW werde vor allem vom erfolgreichen Porsche-Modell profitieren, zudem müssten die Mitarbeiter nach dem Scheitern der ursprünglichen Pläne nicht das Gefühl einer feindlichen Übernahme haben. Der Vorteil für Porsche bei der Einbettung in den VW-Konzern liege in der gemeinsamen Stärke, Finanzierungsengpässe habe das Unternehmen nicht mehr zu befürchten.

Für die nähere Zukunft rechnet Dudenhöffer mit einer Unternehmensführung durch eine Doppelspitze, auf der einen Seite VW-Chef Martin Winterkorn, auf der anderen die Familien Porsche und Piech. In einer eindeutigen Machtposition sieht er keine der beiden Fraktionen. Die Gefahr eines Arbeitsplatzabbaus sieht der Experte zunächst nicht.

Allerdings müsse sich VW auf eine Änderung der Unternehmenskultur einstellen. Die Zeit der "Selbstbedienungsläden" sei vorbei. Die Zukunft von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist offen.

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