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Endgültig aus: GM lässt Saab sterben

Schlussverkauf

Der schwedische Hersteller Saab steht vor dem Aus. Laut Mutterkonzern GM sind die letzten Verhandlungen mit Interessenten gescheitert.

mid/hh

Als erster ernsthafter Kaufinteressent ist bereits im November der schwedische Sportwagenhersteller Koenigsegg ausgestiegen.

Auch mit dem letzten verbliebenen Kandidaten, dem niederländischen Luxusfahrzeughersteller Spyker, konnte jetzt keine Einigung erzielt werden. Jetzt soll das "geordnete Herunterfahren" der traditionsreichen Marke beginnen.

Der chinesische Konzern BAIC, bereits beim Koenigsegg-Deal als Partner im Gespräch, hat Patente und Produktionsmaschinen erworben, übernimmt jedoch nicht den Fertigungsbetrieb.

60 Jahre Saab

Das Ende in Trollhättan kommt sechzig Jahre nach dem Serien-Debüt des ersten Automobils aus dem Hause Svenska Aeroplan Aktiebolaget (SAAB). Der Flugzeughersteller diversifizierte in der Folge weiter, 1969 wurde die Lkw-Firma Scania erworben, sie blieb bis 1995 im Konzern.

Anfangs prägten Zweitaktmotoren die Modellpalette von Saab, ab den späten 1960ern kam ein V4-Motor von Ford zum Einsatz. 1977 waren die Schweden dnan die Pioniere der Turboaufladung im Serienautobau.

Im Jahr 1989 kam mit General Motors ein 50-Prozent-Partner bei der Saab Automobile AB an Bord. 2000 übernahm GM die Firma dann vollständig.

Irrläufer

Vor allem an das amerikanische Publikum wurde in Hinkunft gedacht, die Autos wurden größer und teurer. Man versuchte sich auch im SUV-Geschäft mit Versuchen wie dem 9-7X (modifizierter Chevrolet Trailblazer) oder 9-2X (modifizierter Subaru Impreza Wagon).

Auch im SUV-Mekka Nordamerika war diesen Autos kein großer Erfolg beschieden. In der Zwischenzeit wurde Pkw-Modellpalette immer älter. Im Frühjahr war die Insolvenz perfekt; im Juni wurde zum ersten Mal ein Deal mit der Koenigsegg-Gruppe bekanntgegeben – er hat sich letztlich zerschlagen.

Ausgerechnet jetzt ist mit dem neuen 9-5 und dem Crossover 9-4X eine neue Generation von Saab-Automobilen in den Startlöchern – ob bzw. unter welcher Marke sie jemals gebaut werden, ist unklar.

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