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Opel Astra 1.6 Turbo Sport – im Test

Innenraum

Im Innenraum werden die angesprochenen Erwartungen weiterhin erfüllt. Wer genau hinschaut, findet einige Bedienelemente aus anderen GM-Produkten (z.B. das Lenkrad samt Bedienhebeln oder den Lichtschalter), insgesamt wirkt die Formensprache aber eigenständig und sagt "ich bin ein Opel". Die Ergonomie passt ohne Einschränkungen.

Die Mittelkonsole wirkt etwas überladen mit Knopferln und Funktionen. Das ist auf Anhieb nicht sehr übersichtlich, hat aber auch einen Vorteil: Man muss sich nicht auf der Suche nach Funktionen durch Menüs und Untermenüs klicken.

Dazu muss man sich erst einmal die Position der einzelnen Funktionen einprägen; nach der ersten Orientierungsphase hat man die gesamte Batterie dann im Griff. Was die Oberflächen betrifft, so bewegt man sich hart an der Grenze zum echten Premium-Ambiente. Die Verarbeitungsqualität ist ansprechend, ein paar Faltenwürfe rund um den Armaturen-Cluster sind vielleicht etwas unnütz.

Bemerkenswert: Der Astra ist um über 16 Zentimeter länger als sein Modell-Vorgänger, aber der Kofferraum ist jetzt kleiner: 370 statt 380 Liter. Mit umgelegten Rücksitzlehnen hat man 1.235 Liter Stauraum zur Verfügung, im Vorgänger waren es 1.295. In unserem Testwagen war der Laderaumboden in drei Stufen höhenverstellbar, zwischen zusätzlichem Volumen und komplettem Wegfall der Ladekante.

In Sitzreihe 1 ist das Platzangebot üppig, die Verstellungsmöglichkeiten der Sitze und des Lenkrades auch für groß Gewachsene ausreichend. Es gibt clevere Details wie den Getränkehalter mit doppeltem Boden – nein, nicht zum Alkoholschmuggel, sondern wenn man größere Becher oder Flaschen verstauen will.

Für die Passagiere in Reihe 2 ist das Platzangebot ebenfalls durchaus ausreichend; allerdings hat sich das Raumgefühl im Vergleich zum Vorgänger verändert: Die schnittigere Karosserieform bedingt subjektiv kleinere Fensterflächen, es geht also weniger in Richtung "luftig-offen" als vielmehr "heimelig-behütet". Krimskrams und Getränke können auch hier verstaut werden; es gibt Leselampen für die Passagiere. Die hinteren Kopfstützen könnten ruhig etwas höher sein.

Eine Krankheit sämtlicher neuer Autos ist die mangelnde Übersichtlichkeit nach schräg hinten, weil ja die Dachsäulen immer stärkere Überschläge im Crashtest überstehen müssen und daher immer dicker werden. Dazu kommt neuerdings auch die fußgängerfreundliche Gestaltung des Vorderwagens, der die "Nase" des Autos aus der Sicht des Fahrers verschwinden lässt. Der Astra ist da vergleichsweise übersichtlich; die Distanzwarner vorne und hinten waren beim Einparken aber dennoch gern gehörte Assistenten. Das kleine Dreiecksfenster in der C-Säule hilft auch durchaus.

Acht Airbags schlummern in der Struktur, Isofix-Halterungen gibt es an den äußeren Rücksitzen.

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