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Verkehrszeichenerkennung im ÖAMTC-Test

Hilfreich, aber noch nicht zu 100 % verlässlich

Mittlerweile haben fünf Hersteller solche Systeme im Angebot, der ÖAMTC hat sie nun genauer unter die Lupe genommen.

ÖAMTC

„Gilt hier noch 100 oder darf ich schon wieder 130 fahren?', hat wahrscheinlich schon jeder einmal seinen Beifahrer gefragt", sagt ÖAMTC-Techniker Thomas Stix. "Bei den ständig wechselnden Geschwindigkeitsbegrenzungen kann es schon einmal passieren, dass man den Überblick verliert." Ein neues Fahrerassistenz-System, die Verkehrszeichenerkennung, soll nun Abhilfe schaffen.

Da mittlerweile fünf Fahrzeughersteller, BMW, Mercedes, Opel, VW und Audi das System im Angebot haben, war es für den ÖAMTC an der Zeit, dieses genauer unter die Lupe zu nehmen.

"Tempolimit-Anzeigen sind durchaus hilfreich, aber noch nicht zu 100 Prozent ausgefeilt", fasst der ÖAMTC-Techniker das Ergebnis zusammen. "Es hat sich sehr schnell herausgestellt, dass die Erkennungsquote abhängig von der gewählten Strecke ist." Insbesonders auf Autobahnen und Schnellstraßen sind die erzielten Ergebnisse aber bereits nahezu perfekt. Selbst bei Regen oder in der Nacht leisten sich die neuartigen Systeme kaum Schwächen.

Das Testurteil

Testsieger wurde das von BMW entwickelte System, knapp vor jenem von Mercedes und Audi. "Bei variablen Überkopfanzeigen basierend auf LED-Technik stoßen jedoch alle getesteten Assistenzsysteme an ihre Grenzen", berichtet der ÖAMTC-Techniker.

"Da die Schilder um Strom zu sparen 'getaktet' sind, kann es vorkommen, dass sie von der Kamera nur teilweise oder gar nicht erkannt werden." Zurzeit arbeiten die Hersteller mit Hochdruck an einer Optimierung der Kamerasysteme, um die Erkennungsquote in Zukunft zu erhöhen. "Erschwerend kommt hinzu, dass die LED-Schilder je nach Hersteller unterschiedlich 'getaktet' sind", kritisiert Stix. "Aus Sicht des ÖAMTC sollten daher möglichst bald gemeinsame Standards definiert werden."

Herzstück des Assistenzsystems ist eine oben mittig an der Windschutzscheibe montierte Kamera. "Das erfasste Bild wird nach möglichen Verkehrszeichen analysiert", erklärt der ÖAMTC-Techniker. "Sind Tempobegrenzungen zu erkennen, werden diese dem Fahrer zur Kenntnis gebracht."

Einzig Opel zeigt dem Fahrer das Limit direkt an. Alle anderen Hersteller beziehen Informationen wie Uhrzeit, Wetter oder zeitliche Beschränkungen mit ein und geben das Tempolimit mit dieser Abhängigkeit an. "Ortsschilder werden von keinem System erkannt", stellt Stix fest.

"Diese Lücke wird bei BMW, Audi, Mercedes und VW durch das Navigationssystem geschlossen. Allerdings je nach Aktualität des Kartenmaterials mehr oder weniger gut." Für den ÖAMTC erscheint es in diesem Punkt sinnvoll, dass ein allfälliges Update des Kartenmaterials künftig bei Autoherstellern nicht teurer ist als bei mobilen Geräten. "Die Kartendaten sind weitgehend identisch, dann sollten es die Lizenzgebühren auch sein", fordert Stix abschließend.

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