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Oktaven höher

Der Skoda Octavia in der dritten Generation ist nicht bloß ein nächster Kombi aus dem deutschen Tschechien. Er ist viel mehr als das und weniger. Im Test.

Rainer Behounek

„Ich möchte viel Platz. Und ein normales Auto, mit vier Türen und Raum für Zeugs.“ Diese Sätze machen aus dem Kombi in Europa eine metallene Cash-Cow. Kombis und Europa, das ist wie Tennis und weiße Socken, wie Kino und Popcorn oder ja sogar wie Skoda und Kombi, denn das erste Raumwunder der Tschechen, der 440 Combi, stammt aus dem Jahre 1961.

Jetzt, über 50 Jahre später, bringt Skoda die dritte Generation des Octavia Combi auf den Markt. Es gibt eine Handvoll Autos, die so integriert sind, in unserem täglichen Autoleben, dass man sie design-technisch gar nicht groß verändern darf, sondern immer nur leicht ins neue Jahrzehnt hieven sollt’.

So einer ist der Skoda Octavia. Manche würden das evolutionäre Design konservativ nennen… und das ist es auch. Stolz braucht man auf die neuen Details nicht unbedingt sein. Eine neue Kante da, neue Falten dort und klare, strukturierte Lichter vorne und hinten. Aber: Braucht es wirklich mehr? Muss es immer überdrüber sein?

Und so ist der neue Octavia Combi gerade so weit verändert worden, dass man ihn sofort als Frischling erkennt aber so weit unverändert worden, dass er seine Funktionalität und sein sympathisches Äußeres bei behält.

Knapp 4,8 Meter ist er lang, 1,8 Meter breit, knapp 1,5 Meter hoch und mit 1,3 Tonnen in etwa 100 Kilogramm leichter als die Vorgängerversion. Das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 610 und 1.740 Liter und genau das möchte man doch, oder nicht? 610 Liter bei aufrechter Rücksitzbank ist schon super aber 1.740 Liter sind äußerst super – zum Vergleich, ein BMW X6 fasst 300 Liter weniger, nämlich 1.450.

Wir sitzen in der 1,6 Liter-TDI Version mit 105 PS und 250 Nm, das an einem 7-Gang-DSG-Getriebe hängt. 190 km/h Spitze und 11,1 Sekunden auf 100 sind damit möglich. Ausgestattet ist der Combi genau so, wie man es gerne hätte. 2-Zonen-Klima und touchsensitives Display mit Navi aber Stoffsitze, kein Abbiegelicht, kein Schiebedach oder Abstandstempomat.

Mehr braucht es gar nicht, um sich im Octavia wohl zu fühlen. Natürlich kann man ihm auch im Innenraum einen altmodischen Touch unterstellen – das Kombiinstrument mit seinen alte-Casio-Uhr-Nummern und das gerade Armaturenbrett mit wenig Verschnörkselungen generieren zumindest schnell den Eindruck.

Auf der anderen Seite kann man es auch aufgeräumt nennen oder funktionell. Die Drehregler und Knöpfe sind da, wo man sie haben möchte und das Touchdisplay funktioniert hervorragend.


Die Fahrt, der Verbrauch und der Preis – dass alles erfahren Sie auf Seite 2.

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