AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Audi GFK Federn - 40 Prozent leichter

Federn lassen

Audi zieht die Spirale im Teile-Leichtbau weiter an. Der Einsatz von Schraubenfedern aus GFK drückt das Gewicht um 40 Prozent.

mid/wop

Jedes reduzierte Gramm spart Kraftstoff. Bei dem Ringen haben nun die Ingolstädter Entwickler mit einer speziellen Diät das Gewicht um gleich mehrere Kilogramm verringert: Durch den erstmaligen Einsatz von Schraubenfedern aus Glasfaser-Kunststoff drückten sie das Bauteilgewicht um 40 Prozent.

Der für den Herbst angekündigte facegeliftete Audi A6 wird erstmals serienmäßig mit Schraubenfedern aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ausgerüstet sein. "Die heutige Stahlfeder am Audi A6 wiegt 2,66 Kilogramm", so Joachim Schmitt, der bei Audi Federsysteme entwickelt. "Bei der Schraubenfeder aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) sind es weniger als 1,6 Kilogramm, also gut 40 Prozent weniger und das bei ebenso guten Eigenschaften."

Und sie unterscheidet sich schon optisch von einer Stahlfeder, weil der Kunststoff hellgrün gefärbt, ihr ?Draht? (Faserstrang) dicker als der einer Stahlfeder und ihr Gesamtdurchmesser bei geringerer Windungsanzahl etwas größer ist.

Insgesamt wird allein durch den Einsatz der vier GFK-Federn das Fahrzeuggewicht um rund 4,4 Kilogramm vermindert und das ?an entscheidender Stelle im Fahrwerkssystem. Denn dadurch erhöhen wir zusätzlich die Fahrpräzision und verbessern den Schwingungskomfort?, erklärt Professor Dr.-Ing. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung bei Audi.

Die Idee der GFK-Feder stammt vom französischen Physiker Dr. Max Sardou. Gemeinsam mit dem in Mailand angesiedelten Zulieferer und Patentinhaber Sogefi Group hat Audi die Feder aus Faser-Kunststoff-Verbund zur Serienreife entwickelt. Die neuartige Feder lässt sich exakt auf gewünschte Eigenschaften abstimmen.

Sie ist unempfindlich gegen Umwelteinflüsse wie Korrosion, gegenüber Chemikalien wie Felgenreiniger und auch Steinschlag macht ihr nichts aus. Nicht zuletzt soll die Fertigung der GFK-Feder sehr viel weniger Energie verbrauchen als die von Stahlfedern.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Was passt zu Ihrem Alltag?

Auto-Abo, Carsharing oder eigenes Fahrzeug

Mobilität als Alltagskonzept verändert sich. Während das eigene Auto jahrzehntelang als selbstverständlich galt, stehen heute gleich mehrere Alternativen zur Verfügung. Auto-Abos, stationsbasiertes oder freies Carsharing und klassische Kaufmodelle konkurrieren miteinander.

Leser-Fahraktion: Super-Test-Sommer 2025

Leser im vollen Testeinsatz

Quer durch Österreich fuhren unsere sechs Testwagen – mit Ihnen am Steuer! Die Palette umfasste diverse SUVs, wobei die Range vom Diesel über den Hybrid bis zu Elektromodellen reichte.

Do-it-yourself-Wartungen und -Reparaturen

Die perfekte Heim-Werkstatt für Motorrad- und Autoliebhaber

Für viele Motorrad- und Autoliebhaber ist eine eigene Heim-Werkstatt die Idealvorstellung. Zwischen Werkzeugschrank, Hebebühne und Schrauberhocker soll ein Bereich entstehen, in dem Wartungen, Reparaturen und Umbauten in Ruhe durchgeführt werden können.

Übergabe des Adventkalender-Hauptpreises

Ein Skoda Octavia um 35 Euro

Katharina Gritsch aus der Wachau war im Dezember bei Hofer einkaufen. Was unspektakulär begann, endete mit einem Hauptpreis: Ein Skoda Octavia wurde Anfang Februar der Gewinnerin des Hofer Adventkalenders übergeben.

Elektrische Souveränität: Was moderne Elektroautos heute leisten

Elektroautos und was sie können

Elektroautos markieren einen Wendepunkt der Mobilität. Der elektrische Antrieb arbeitet präzise, leise und effizient, die Fahrzeuge integrieren sich in digitale Ökosysteme und in das Stromnetz.

Auf der Suche nach einem neuen Autoreifen, kann man schnell feststellen, dass moderne Reifen mit Hinweisen auf besondere Witterungsresistenz versehen sind. Grund hierfür sind die klimatischen Veränderungen der vergangenen Jahre.