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E-Autos: Kohlestrom als Killer-Argument

Mörderische E-Autos?

Laut einer US-Studie bringen E-Autos einen Gesundheitsnachteil, wenn der Strom für Herstellung und Betrieb nur aus Kohlekraftwerken kommt.

Georg Koman

Grüne machen sich dafür stark, Promis und Unternehmen hängen sich mit ihrer Hilfe ein Umweltschutz-Mäntelchen um: die E-Autos. Aber wie jede Medaille hat auch diese zwei Seiten.

Unbestritten ist, dass E-Autos dank ihres enormen Drehmoments fein zu fahren, leise und lokal emissionsfrei sind. Ein weiteres Plus sind die günstigeren Stromkosten im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen und die geringeren Servicekosten.

Knackpunkt an der Sache ist allerdings, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt - zumindest nicht ursächlich -, sondern zunächst einmal hergestellt werden muss. Und hier offenbaren Elektroautos auf einmal zwei extrem unterschiedliche Gesichter, wie Forscher der University of Minnesota (USA) in ihrem aktuellen Bericht laut ORF nachgewiesen haben.

Kommt die Energie nämlich ausschließlich aus Kohlekraftwerken, verursachen Elektroautos 3,5 Mal mehr Feinstaub als moderne Benziner. Stiege die Zahl der Elektroautos bis 2020 auf zehn Prozent, würde das jährlich zu 3.000 zusätzlichen Todesfällen allein in den USA führen. Das Beispiel ist natürlich fiktiv, weil der Strom in den USA nicht nur aus Kohlekraftwerken kommt, aber es gibt zu denken.

Auch Biokraftstoffe kommen in der Studie schlecht weg. Zwar sind sie erneuerbar, aber sie erzeugen enorme landwirtschaftliche Staubemissionen im Zuge von Züchtung und Abbau. Kraftstoff aus Mais liegt dabei übrigens deutlich schlechter als jener aus Pflanzenresten.

Top sind Elektroautos dagegen, wenn der Strom aus Wasserkraft, Wind- oder Solarenergie kommt. Laut der Studie aber auch nur dann, wenn die Kraftwerke bereits existieren. Müssen sie zunächst erst gebaut werden, drücken sie die Bilanz einige Jahre lang.

Für eine positive Bilanz sorgen übrigens auch klassische Hybrid-Antriebe (keine Plug-In-Hybride) sowie erdgas-betriebene Autos.

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