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Popcorn zum Dessert

Downsizing von acht auf sechs Zylinder klingt nach Spaßverzicht. Bei Porsche stehen unterm Strich dennoch 420 PS. Wir testen den Panamera 4S.

Bernhard Reichel

Der Panamera, Porsche für betuchte Familienväter, wird seit 2009 gebaut und wurde kürzlich geliftet. Die Form des Hecks polarisiert weiterhin. Die einen lieben es, andere sähen lieber die klassische Form eines Aston Martin Rapide in ihrer Garage. Formal ist der Panamera die Fortsetzung von Ferdinand Piëchs Luxusprojekt VW Concept D, das Bugatti 16 C Galibier-Concept lässt ebenfalls grüßen.

Die aktuellen optischen Verfeinerungen finden sich in Details, sie fallen nur Porsche-Liebhabern sofort auf. Die Scheinwerfer verloren den unteren, freundlich und weich geschwungen Knick. Die inneren Scheinwerferecken sind aggressiver angeschnitten. Die Lufteinlässe wurden größer und unterstreichen die schärfere Linienführung.

Änderungen auch hinten: Die Heckschürze ist anders gestaltet, nimmt auch die Kennzeichen-Ausbuchtung auf. Durch diese tiefere Position wirkt das Heck breiter. Die Heckleuchten sind neu geschwungen und ebenfalls an ihren Innenkanten schräg angeschnitten. Die Heckscheibe wurde breiter und flacher, die Zierleiste ist verschwunden.

Die wichtigste Neuheit steckt unter der Haube. Porsche ersetzt im S-Modell den 4.8 Liter großen V8 durch einen drei Liter kleinen V6. Puristen finden den V8 weiterhin im Turbo und im GTS, dort sogar als echtes Säugetier. Allen anderen sei gesagt: was Porsche im Soundlabor geboren hat, zerstreut jegliche Trauer.

Das Facelift bereichert 4S und Turbo um eine 15 Zentimeter verlängerte „Executive“-Version. Die Hybridvariante hört nun auf den Namen S E-Hybrid. Der E-Motor wurde doppelt so stark, der Akku ebenfalls kräftiger und ist als Plug-in-Hybrid nun auch von außen aufladbar.

Die Assistenzsysteme reiften, optional sind neue LED-Scheinwerfer zu haben. Das Fehlen eines Schlüssellos-Sytems stört nicht, weil ein Porsche erstens von Hand und zweitens links vom Lenkrad gestartet werden möchte. Außerdem ist der Zündschlüssel in Porsche-Form ein Hingucker für sich.

Im Innenraum änderte sich nur wenig. Das Cockpit mutet nach wie wie das eines Jets an. Unzählige Tasten für unzählige Funktionen drängen sich entlang des Mitteltunnels und unterm Dachhimmel. Überladen wirkt dies interessanterweise nicht. Die Anordnung und Bedienung erscheint logisch.

Streitigkeiten mit mehr oder weniger sensiblen Touchscreenmonitoren und deren unzähligen, versteckten Untermenüs gibt es hier nicht. Trotzdem ist der Monitor im Panamera auch ein Touchscreen. Unwürdig wirkt das viele Plastik an Schalthebel, Türgriffen oder Schaltpaddels. Im Außenbereich stört das sichtbare Notschloss den harmonischen Eindruck.

Ob der Spaß auch Grenzen kennt? Was er sonst noch kann und was der Panamera verbraucht, lesen Sie auf Seite 2.

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