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Raumschiff Enterprise: Das Auto der Zukunft

Nur 4 Räder bleiben

Der Weg zum automatisierten Fahren ist längst im Gange und nur noch eine Frage der Zeit. Der Trend zum reinen Nutzgerät beschleunigt die Entwicklung.

mid/ari

Der Straßenverkehr - unendliche Kilometer. Wir schreiben das Jahr 2022. Dies sind die Abenteuer des Automobils der Zukunft. Wir dringen in Bereiche der Technik vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Das Lenkrad bewegt sich von allein, niemand muss sich auf die Straße konzentrieren. Wer hinter dem Steuer sitzt, kann sich auf dem Weg ins Büro mit seinen E-Mails beschäftigen und Nachrichten lesen. Sicher wie auf Schienen bewegt sich der Wagen wie von Geisterhand geführt durch die Straßen der City, hält bei Rot an Ampeln, erkennt, dass Fußgänger über Zebrastreifen gehen, umkurvt Baustellen und lässt uns entspannt den Alltag beginnen.

Dieses Zukunftsszenario klingt nach Raumschiff Enterprise, ist aber in der Realität schon angekommen. Bosch will den Autopiloten bald auf die Straße bringen. Dr. Volkmar Denner von der Geschäftsführung des Unternehmens ist überzeugt davon, dass hochautomatisiertes Fahren ab 2020 möglich sein wird. Bis 2030 werde seiner Überzeugung nach das vollautomatisierte Fahren kommen.

Auf dem Weg hin zum automatisierten Fahren wird der Straßenverkehr aufgrund von mehr Assistenzsystemen in den Fahrzeugen komfortabler, sicherer und effizienter. Dazu gehört ein Sensorkonzept mit exakter 360-Grad-Umfelderfassung ebenso wie eine bessere Kartengenauigkeit in den Navigationsgeräten. Ein Meter reicht dann längst nicht mehr aus. Für vollautomatisierte Fahrfunktionen wird eine Auflösung von zehn Zentimetern benötigt, um vorausschauend auf dem richtigen Weg zu bleiben. Autos werden künftig vernetzt sein und miteinander kommunizieren.

Das ermöglicht beispielsweise eine schnelle Warnung vor Gefahrenstellen wie dem Stauende oder einem sich nähernden Rettungsfahrzeug. Bosch geht davon aus, dass Autofahrer der neuen Technik gegenüber aufgeschlossen sind. Eine Umfrage des Unternehmens in sechs europäischen Ländern hat ergeben, dass knapp 60 Prozent automatisiertes Fahren gut finden. Sie möchten es aber aktiv ausschalten können.

Die großen Veränderungen in der Fahrzeug-Elektronik bringen nach Ansicht von Bosch vor allem ein Plus an Sicherheit, die Leben retten kann. Der Mensch ist nach wie vor der größte Schwachpunkt beim Autofahren. In Deutschland werden fast 90 Prozent aller Verkehrsunfälle vom Fahrer verursacht. Und hier kann eine Unterstützung in kritischen Situationen sowie bei monotonen Fahrsituationen die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Ein weiterer Vorteil der technischen Fortentwicklung der Fahrzeuge mit dem Ziel des automatisierten Fahrens ist die Wirtschaftlichkeit.

Mit Hilfe der Software kann man spritsparender und umweltschonender unterwegs sein. Bosch-Geschäftsführer Denner sieht in der automobilen Zukunft auch eine soziale Komponente, denn dadurch würden ältere Menschen mobiler. Das Bosch-Projektteam "Automatisiertes Fahren" ist bereits seit rund drei Jahren am Start. Demnächst automatisiert Bosch aber erst einmal das Parken. Dabei wird das Auto fahrerlos per Smartphone-App in die freie Lücke bugsiert. In ein paar Jahren findet es dann im Parkhaus von ganz allein den Weg zum freien Stellplatz.

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