Renault Megane Coupe R.S. - im Test | 10.12.2014
Fahrverhalten, Verbrauch & Preis
Weit unten auf der Mittelkonsole versteckt sich der Startknopf. Läuft der R.S. schließlich, ist man überrascht, wie gelassen er auf gut asphaltierten innenstädtischen Straßen mitschwimmt. Schön unmittelbar lässt es sich um die Ecken wuseln, ohne einen Hauch von Wankneigung.
Raus aus der Stadt! Der Motor dreht fröhlich auf, untermalt von kernigem Gesang, der nächste Gang ist schnell eingelegt und weiter geht es bis zur nächsten Kurve. Die Bremsen packen fest, der Richtungswechsel erfolgt unmittelbar darauf. Antriebseinflüsse an der Lenkung sind kaum zu spüren. Am ehesten, wenn die Walzen ihren Grip verlieren. Das lässt sich leichter provozieren als man denkt, da die Kraft schon früh und mächtig anliegt.
Eine Spur leichter könnte er gerne noch antreten. Zum Beispiel durch den Rauswurf der Rückbank, denn die ist mit den aufpreispflichtigen und empfehlenswerten Recaro-Sitzen vorne ziemlich überflüssig, da die Sitzschienen gar keinen Unterschlupf für die Füße der Fond-Gäste überlassen.
Per optionalem "RS-Monitor" lassen sich unter anderem Gaspedalstellung, Ladedruck, Drehmoment, Quer- und Längs-Beschleunigung, Bremsdruck, Öltemperatur und Stoppuhr anzeigen.
Die Übersicht ist nicht optimal, der Megane ist leider auch kein Schmaler. Schulterblick nach links ist leider auch vergebene Mühe. Kritik auf hohem Niveau.
Sonst stört noch der Warnton vor zu hohen Drehzahlen. Da dies bereits vor dem roten Bereich passiert, kommt es durchaus öfter vor. Warntöne fürs Nichtanschallen haben ihre Berechtigung, sie sollten aber wieder aufhören, wenn das Auto per Handbremse und Leerlauf gesichert ist und sich der Fahrer gar nicht mehr im Auto befindet.
Überraschenderweise zeigte uns der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch klar unter neun Litern an. Angesichts des Laborverbrauch von 7,5 Litern und teils freudiger Fahrweise ein sehr vernünftiger Wert.
Für 32.490 Euro kann man sich das Renault Megane Coupe R.S. in die Garage stellen. Mit dabei sind 18-Zoll-Felgen, Diffusor, Heckspoiler, Seitenschweller, Sportauspuff, Einparkhilfe hinten und LED-Tagfahrlicht.
Der Megane R.S. öffnet schlüssellos. Das hervorragende Cup-Fahrwerk kostet 1.257 Euro Aufpreis. Mit im Paket sind auch Sperrdifferenzial und rote Bremssättel. Darauf basierend gibt es das "Cup-Recaro"-Paket für 2.618 Euro, das zusätzlich Sportsitze enthält. Für weitete 1.000 Euro gibt es diese und weitere Teile in Leder. Der R.S.-Monitor kostet nur 137 Euro extra.
Plus
+ Antrieb
+ Fahrwerk
+ Bremsen
+ Performance
+ Verbrauch
+ manuelle Handbremse
Minus
- Übersicht
- Fondraum
- Kofferraum
- Warntöne
Resümee
Das Renault Megane Coupe R.S. macht riesig Spaß. Ein Auto, das noch mit seinem Fahrer kommuniziert, aber mit seiner Unübersichtlichkeit vorheriges intensives Kennenlernen vom Piloten fordert. Die optionalen Cup-Erweiterungen machen Sinn und einen präzisen Sportler aus dem Kompakten. Dass Kofferraum und Ladekante nicht seine Stärken sind, interessiert beim R.S. wohl niemanden.
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