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Feinschliff

BMW renoviert den 3er. Das wichtigste Modell der Marke soll in Sachen Fahrdynamik weiterhin Maßstäbe im Segment setzen.

Michael Specht/mid

Es kommt nicht oft vor, dass im Zuge einer Modellpflege, bei BMW intern LCI (Life Cycle Impulse) genannt, nahezu alle Motoren ausgetauscht werden.

Neues Highlight ist dabei der Dreiliter-Biturbo - intern B58 genannt - im Topmodell 340i. Der Sechszylinder-Reihenmotor hat in der Dreier-Baureihe seine Premiere und entstammt einer neu entwickelten, modular aufgebauten Motorenfamilie.

Diese ist, wie man es von BMW kennt, natürlich in erster Linie ausgelegt auf Agilität und Leistung. Gleichzeitig aber wurde der Fokus auf einen sparsamen Umgang mit Sprit gelegt.

Dass ein 326 PS starker Benziner in einer 1,5 Tonnen schweren Limousine auf einen Normverbrauch von 6,5 l/100 km kommt, zeigt was heute im modernen Motorenbau möglich ist.

Gekoppelt ist das neue Dreiliter-Aggregat mit der bekannten Achtgangautomatik von ZF. Eine optimale Kombination, die an Geschmeidigkeit und Souveränität keine Wünsche offen lässt. Geändert wurde lediglich die Schalt-Charakteristik. Bei Kickdown kann das Getriebe nun gleich zwei Gänge auf einmal runterschalten, was Überholvorgänge zu noch kürzeren Angelegenheiten macht.

Schon nach wenigen Kilometern Testfahrt scheint man eins mit dem Dreier zu werden. Alles wirkt perfekt abgestimmt, der Komfort wurde nicht der Agilität geopfert. Irgendwie haben die Ingenieure beides optimal hinbekommen. Leicht und zielgenau lässt sich die bayerische Mittelklasse-Limousine durch die Kurven treiben und zeigt einmal mehr, warum der Dreier als das Herz der Marke gilt.

Ebenfalls brandneu ist der 252 PS starke Vierzylinder im 330i. Das Modell mit dem alten Motor hieß noch 328i und hatte 245 PS. Den Verbrauch konnte BMW auf 5,5 Liter senken.

Absoluter Sparmeister der Dreier-Reihe ist jedoch der 320d in der Efficient Dynamics Edition. Die Limousine mit immerhin 163 PS soll nur 3,8 Liter verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 99 g/km entsprechen würde.

Um mehr als 50 Prozent wird diesen Wert jedoch Anfang nächsten Jahres der 330e unterbieten. Das kleine "e" steht bei BMW künftig für die Plug-in-Hybrid-Variante. Sie kann an der Steckdose aufgeladen werden und schafft eine elektrische Reichweite von 35 Kilometern. Die Systemleistung beträgt 252 PS.

Was das Äußere des facegelifteten Dreiers angeht, muss man schon etwas genauer hinschauen, um zu erkennen, was die Designer geändert haben. Das Blech blieb unberührt. Die Werkzeugkosten hierfür wären unverhältnismäßig teuer. Günstiger ist es, nur die Kunststoff-Anbauteile und die Leuchten zu ändern. So wurden die Stoßfänger und das Innenleben der Scheinwerfer überarbeitet.

Sie gibt es erstmals auch in Voll-LED-Technik, was dem Dreier deutlich hochwertiger aussehen lässt. Am Heck bekamen die LED-Rückleuchten eine neue Grafik. Man wollte hier die Breite des Autos betonen.

Innen blieb prinzipiell alles beim Alten. Ein paar Chrom-Umrandungen und schwarz lackierte Flächen sollen ein bisschen mehr Premium-Ambiente vermitteln. Zum Händler rollen die neuen Dreier-Modelle (Limousine und Touring) Ende. Juli.

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