AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Eh, Golf!

Heimlich, still und leise hat der VW-Konzern seine Elektroauto- und Hybrid-Flotte kräftig ausgebaut. Wir fühlten dem Elektro-Golf auf den Zahn.

Georg Koman

Der VW-Konzern war zunächst nicht vorne dabei in Sachen Hybrid- und Elektromobilität. Schließlich steckt noch viel Potenzial im Verbrennungsmotor, ganz gleich, ob er nun drei oder 16 Zylinder hat - und die Liebe zur guten, alten Hubkolbenmaschine ist in Wolfsburg halt noch größer als anderswo.

Dennoch: Als Konzern, der früher oder später ganz oben stehen will, muss man auch bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden mitreden, deshalb strapazierte man schnell einmal das größte Entwicklungsbudget der Welt - und schon steht sie da, die Palette.

Von reinen E-Autos wie dem VW e-up! und dem e-Golf,
über Plug-in-Hybrid-Modelle wie den Audi A3 e-tron, den Golf GTE und den Passat GTE (ab 2016), bis hin zu Luxusgeschöpfen wie Porsche Panamera und Cayenne S E-Hybrid oder gar den Porsche 918 Spyder mit 887 PS Systemleistung.

Bei VW sieht man für die Plug-in-Hybriden in näherer Zukunft die besten Chancen (ist ja auch ein Verbrennungsmotor mit an Bord), dennoch nahmen wir uns den e-Golf als aussichtsreichen Vertreter der reinen Elektro-Lehre zur Brust.

Der ist schon einmal nichts für Leute, die Elektroautos primär wollen, um ihr supersauberes Umweltgewissen gut sichtbar vor sich herzutragen. Weil er viel mehr nach Golf aussieht als nach e. Einzig die aerodynamischen Felgen, bogenförmige Tagfahrlichter und ein paar blau gehaltene Farbtupfer weisen auf die stromernde Kraftquelle hin.

Auch innen gibt es keine Unterschiede zu anderen Gölfen, lediglich der Drehzahlmesser wurde durch eine Art Power-Anzeige ersetzt, von der man ablesen kann, ob der Motor bereit ist, wieviel der möglichen Kraft man gerade abruft, und ob man entlädt oder rekuperiert.

Startet man - per Startknopf - tut sich elektroauto-typisch nichts, gibt man Strom, reißt es ansatzlos die Vorderräder vom Asphalt.

Bei Nässe steht die Traktionskontrolle auf verlorenem Posten, da muss das Gefühl im Fuß einspringen. 270 Nm Drehmoment von der ersten Umdrehung an schüttelt kein Verbrennungsmotor aus dem Ärmel.

115 PS sind ebenfalls eine solide Ansage, auf 100 km/h geht es in 10,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt abgeregelte 140 km/h.

Will man es wissen, geht es etwas träger um die Kurve als gewohnt, schließlich erhöht die über 300 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie das Fahrzeuggewicht auf fast 1.600 Kilo.

Laderaum kostet sie dagegen fast keinen, dem Volumen des Normal-Golf von 380-1.270 Litern stehen beim e-Golf 343-1.233 Liter gegenüber.

Die nach dem Normzyklus errechnete Reichweite lautet 190 Kilometer, VW schränkt das aber gleich selbst, mit dem Zusatz "praxisnah", auf 130 bis 190 Kilometer ein. In der Realität wird man sich wohl an der niedrigeren Zahl orientieren.

Der Preis von NoVA-freien 36.200 Euro liegt spürbar über dem Golf GTI, immerhin hat man es geschafft, unter dem Topmodell Golf R zu bleiben. Somit ist auch der e-Golf ein Minderheitenprogramm. Aber eines, das die derzeitigen e-Möglichkeiten perfektioniert.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Toyota Aygo X Play im Test

Von A nach B unter 20.000 Euro

Selbst wenn man zum Aygo X Play das Design- und das Komfort-Paket dazubestellt, steht noch lang kein Zweier an erster Preisstelle. Unterwegs mit 998 ccm und 72 PS: Da ist immer Schwung nötig und hoffentlich fährt hinten keiner mit.

Auf der Suche nach einem neuen Autoreifen, kann man schnell feststellen, dass moderne Reifen mit Hinweisen auf besondere Witterungsresistenz versehen sind. Grund hierfür sind die klimatischen Veränderungen der vergangenen Jahre.

Was passt zu Ihrem Alltag?

Auto-Abo, Carsharing oder eigenes Fahrzeug

Mobilität als Alltagskonzept verändert sich. Während das eigene Auto jahrzehntelang als selbstverständlich galt, stehen heute gleich mehrere Alternativen zur Verfügung. Auto-Abos, stationsbasiertes oder freies Carsharing und klassische Kaufmodelle konkurrieren miteinander.

Aber nur für 18-jährige!

Seat Leon ab sofort schon ab 16.990 Euro

Dank eines Bonus bekommen Führerscheinneulinge den Seat Leon nun um 2.000 Euro günstiger. Das Angebot gilt ab dem ersten Tag im Besitz der Fahrerlaubnis.

Suzuki Snowfox mit Swift, S-Cross und Vitara

Bei Suzuki tollen wieder die Schneefüchse

Bis Ende März legt der Suzuki-Importeur die beliebten Modelle Swift, S-Cross und Vitara als Sondermodelle Snowfox auf. Das Motto dazu lautet "Baut auf Technik, vertraut auf Instinkt".

Die Welt-Leitmesse zum Thema Caravan

Gradmesser der Branche: Caravan Salon Düsseldorf

Die Strahl- und Anziehungskraft der größten Leistungs-Show von Reisemobilen, Caravan und Tourismus ist erneut auch durch die 64. Ausgabe – seit 1994 in Düsseldorf – bestätigt worden. Fast 270.000 Besucher – nicht nur aus DACH, Benelux und den weiteren zentraleuropäischen Anrainern, sondern aus 41 Ländern sorgten für die zweitbeste Resonanz in den Hallen am Rhein.