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Sprung über seinen Schatten

Mit dem neuen Sonata möchte Hyundai die Karten in der Oberklasse neu mischen. Wir haben bereits die ersten Testkilometer absolviert und waren positiv überrascht.

Stefan Gruber

  • Hier finden Sie zahlreiche Fotos des Hyundai Sonata

    Seit nunmehr 13 Jahren gibt es den Sonata in Österreich. Jetzt wurde die vierte Generation präsentiert, mit der sich der koreanische Hersteller auch in der europäischen Oberklasse durchsetzten möchte. Immerhin wurden 2004 weltweit rund 300.000 Sonata abgesetzt, lediglich in Europa ist die Limousine nicht so populär.

    Mit ein Grund mag der bislang fehlende Dieselmotor gewesen sein, ab März 2006 wird es den Sonata auch mit einer Common Rail Dieselmotorisierung geben. Immerhin sind gerade in Österreich rund 80% der neuen Autos im Segment der Oberklasselimousinen mit Dieselmotor unterwegs.

    Bis dahin kann der Kunde zwischen einem 4-Zylinder 2,4 Liter Motor mit 161 PS oder einem 3,3 Liter V6 mit 230 PS wählen.

    Neben einem neuen Design, welches auch den europäischen Geschmack treffen soll, hat der Sonata vor allem bei der Größe und Ausstattung zugelegt. Mit 4,8 Metern ist der neue um 5,5 Zentimeter länger als sein Vorgänger. Das ist nicht viel, der Innenraum ist dennoch deutlich luftiger. Auch der Kofferraum kann sich mit 523 Litern sehen lassen und hängt somit schon hier manchen Mitbewerber ab.

    Schon in der Basisausstattung gibt es jetzt ESP und sechs Airbags, was den neuen Sonata somit auch bei der Sicherheitsausstattung einen dicken Pluspunkt einbringt.

    Motorline.cc hatte bereits die Gelegenheit, den 2,4 Liter mit Automatik und mit Schaltgetriebe zu testen. Gemeinsam ist beiden Varianten ein sehr niedriges Geräuschniveau auch bei hohem Autobahntempo, wobei die Automatik-Version noch einen Tick ruhiger ihre Arbeit verrichtet. Dafür müssen Automatik-Fans mit einem etwas zäheren Ansprechverhalten bei höherem Tempo rechnen.

    Auch bei Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung hat der Automatik-Sonata leicht das Nachsehen. Während die Schaltversion in 8,8 Sekunden den Sprint auf 100 km/h und eine maximale Geschwindigkeit von 215 km/h schafft, benötigt die Automatik-Version 9,0 Sekunden auf 100 km/h, und der Vorwärtsdrang hört bei 205 km/h auf.

    Fahrwerk und Lenkung sind bei beiden ausgezeichnet. Der Sonata ist sowohl auf engen Gebirgsstraßen wie auch auf der Autobahn souverän im Handling und folgt brav den Befehlen des Fahrers.

    Angetan waren wir auch von der kompletten Ausstattung der Testfahrzeuge. Serienmäßig verfügt jeder Sonata unter anderem über 17“ Leichtmetallfelgen, Park Distance Control, Alarmanlage, Isofix-Kindersitzbefestigung und eine Klimaautomatik.

    Wer mit der "Comfort"-Ausstattung nicht das Auslangen findet, bekommt beim „Style“ noch Ledersitze, eine Sitzheizung und eine verstellbare Armlehne für die Vordersitze dazu.

    Egal ob Comfort oder Style, der Kunde darf sich über hochwertige Materialien im Innenraum freuen. Sowohl das Aussehen als auch die Anmutung der Materialien sind top und übertrumpfen so manchen Mitbewerber.

    Der größte Trumpf des Hyundai Sonata ist aber wieder sein Preis: Für 24.500,- € bekommt der Kunde eine topausgestattete Limousine, und ist somit auch eine Alternative für alle, die eigentlich einen Gebrauchtwagen wollten.

    Sieht man sich die Daten und Fakten an, dann könnte die Rechnung von Hyundai durchaus aufgehen und der Sonata auch in Europa seinem Schattendasein entfliehen – spätestens mit dem Diesel im nächsten Jahr werden die Karten neu gemischt sein!

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