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Richtig verbunden

Zwei Jahre lang war der Ford Tourneo connect offline. Jetzt ist der Family-Van wieder da - moderner, dynamischer und praktischer denn je.

Georg Koman

Der Ford Tourneo Connect ist die familientaugliche Version des Transit Connect, somit also der Bruder eines Nutzfahrzeugs. Aber erstens handelt es sich beim kompakten Transit um den aktuellen "Van of the year" und zweitens liefert Ford damit den Beweis, dass Nutzfahrzeuge fesch sein dürfen, ohne dabei ihre praktischen Werte einzubüßen.

Der Tourneo Connect ist nämlich in erster Linie ein Ford, mit Cinemascope-Scheinwerfern, hochgestellten Rückleuchten, einer markant ansteigenden Schulterlinie und kräftig ausgestellten Radhäusern.

Die Motorvarianten umfassen einen 1,6-Liter-Diesel in den Leistungsstufen 55 kW/75 PS, 70 kW/95 PS und 85 kW/115 PS, den feinen Einliter_Dreizylinder mit Turboaufladung und 74 kW/100 PS sowie einen 1,6-Liter-Turbobenziner mit 110 kW/150 PS. Letzterer ist als einziger mit Automatikgetriebe erhältlich, dafür aber ausschließlich. Diesel mit Automatik gibt es noch nicht, soll aber in absehbarer Zeit folgen.

Wie gewohnt heißen die Ausstattungsvarianten "Ambiente", "Trend" und "Titanium". Bestellbar ist der im spanischen Valencia gebaute Tourneo Connect ab sofort, in Empfang nehmen kann man ihn aber erst im 1. Quartal 2014.

Neben dem Standardformat von 4,42 Metern Länge gibt es auch den um satte 40 Zentimeter längeren Grand Tourneo Connect. Letzterer kostet gut 3.500 Euro mehr, was sich aber zumindest für Unternehmer und Selbstständige relativiert, die Langversion ist nämlich vorsteuerabzugsberechtigt.

Stichwort praktische Werte: Oberhalb der Windschutzscheibe findet man eine durchgehende Ablage, um 191 Euro gibt es ein weiteres Staufach für den Dachhimmel. Zwei Geheimfächer sind ebenfalls an Bord: Eines im Fahrzeugboden unter der zweiten Sitzreihe und eines über den Armaturen. Außerdem findet in jeder Tür eine 1,5-Liter-Flasche Platz.

Das Lade-Grundvolumen beträgt satte 1.029 Liter (Langversion: 1.529 Liter), legt man die Einzelsitze der zweiten Reihe um (sie versenken sich dabei zum Teil im Boden und bilden eine ebene Ladefläche) sind es sogar 2.410 Liter (Langversion: 2.761 Liter).

Für den "Grand" gibt es um 636 Euro zwei Einzelsitze in Reihe drei, sie sind verschieb- sowie im Boden versenkbar und stören nicht die ebene Ladefläche. Weitere Pluspunkte: Die Beifahrersitzlehne ist serienmäßig vorklappbar, was das Einladen von bis zu drei Meter langen Gegenständen erlaubt, die riesige Heckklappe schwingt weit nach oben auf, und die Ladekante ist extrem niedrig.

Die Serienausstattung ist selbst in der Basisversion herzigbar, lässt sich aber auch nach Lust, Laune & Geldbörse erweitern - etwa durch den "Active City Stop" (vermeidet oder mindert Kollisionen bis 30 km/h) um 700 Euro oder das sprachgesteuerte Multimedia-System Ford "Sync" samt Notruf-Funktion ab 528 Euro.

Einen sehr guten Eindruck machte auf ersten Testkilometern der kleine Ecoboost-Benziner, ein bisschen grummeln die drei Zylinder soundmäßig durch, was aber weit eher sportlich als nervig klingt. Er ist im Einführungsangebot um 15.290 Euro zu haben und verfügt als einzige Motorisierung serienmäßig über ein Start-Stopp-System - bei den beiden schwächeren Dieseln kann man es um 290 Euro dazukaufen.

Den Grand Tourneo Connect gibt es nicht mit diesem Motor, die Einstiegsvariante ist der 75 PS starke 1.6 TDCi "Ambiente", im Einführungsangebot um schlanke 18.690 Euro brutto zu haben.

Für zügiges Vorankommen empfiehlt sich allerdings eindeutig der 115-PS-Diesel, der ist ab der Ausstattung "Trend" erhältlich und kostet 22.693 für die Kurzversion bzw. 24.728 Euro für den "Grand".

Der kraftvolle Diesel erweist sich in Verbindung mit dem exzellenten Fahrverhalten, der präzisen Lenkung und der knackigen Schaltung via griffgünstig hoch platziertem Schalthebel als wohl schlagkräftigste Kombination für die Langversion, während man beim kurzen Tourneo Connect unbedingt den 1,0-Liter-Ecoboost-Benziner unter die Lupe nehmen sollte.

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