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Peugeot Traveller und Citroen SpaceTourer - erster Test Peugeot Traveller 2016

Zweieiige Zwillinge

Sie sind technisch baugleich, die französischen Vans Citroen SpaceTourer und Peugeot Traveller. Unterschiedlich sind primär die Gesichter.

mid/wal

Sie sind technisch baugleich, die französischen Vans Citroen SpaceTourer (Bild unten) und Peugeot Traveller (Bild oben). Etwas unterschiedlich gestaltete der Mutterkonzern indes die Gesichter der Familienkutschen. Auch die Ausstattungen weichen voneinander ab.

Beim Fahren finden die Zwillinge der zwei Schwestermarken dann allerdings schnell wieder zueinander. Kein Wunder: Verfügen sie doch sowohl über das identische Fahrwerk, als auch dieselbe Palette an Dieselmotoren.

Die Vans erinnern stark an die beiden Nutzfahrzeug-Paare Citroen Jumpy und Peugeot Expert, wie die Modelle baulich ohnehin immer näher zusammenrücken. Plattform und viele andere Elemente sind auch hier gleich. Doch vermarktet PSA den Citroen SpaceTourer und Traveller nicht als Nutzfahrzeug, sondern als Pkw.

Dafür wurden die Vans mit allerhand Komfort ausgestattet. In gehobenen Ausstattungsversionen wie dem Citroen SpaceTourer "Business" nehmen die Fahrgäste in Ledersesseln Platz. Und Assistenzsysteme sowie Infotainment-Einbauten befinden sich auf dem aktuellen Stand elektronischer Helfer, wie man sie von den meisten heutigen Pkw gewohnt ist.

 Citroen SpaceTourer 2016

Unterdessen kann man mit den Vans flott unterwegs sein: Der stärkere Dieselmotor mit zwei Liter Hubraum und 130 kW/177 PS beschleunigt den Achtsitzer in rund zehn Sekunden von 0 auf 100, er erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 170 km/h.

Das sind keine sportlichen Werte, doch für einen kleinen Bus schon beachtlich. Es gibt allerdings auch Basis-Ausstattungen ohne Navigationssystem und mit Motoren, die nur im Stadtverkehr souverän vorankommen, wie den 1,6 Liter Diesel mit 70 kW/95 PS oder 85 kW/116 PS.

Nun sind kastenförmige Fahrzeuge ab einer gewissen Größe wenig handlich. Doch den Franzosen ist es gelungen, dank geringer Wendekreise das Manövrieren auch in engeren Straßen- und Parkhaus-Bereichen zu vereinfachen.

Zwischen 11,6 Meter und 12,4 Meter liegt der Wendekreis je nach Abmessungen der Vans, die es sowohl bei Citroen als auch bei Peugeot bei gleicher Breite und Höhe in drei verschiedenen Längen gibt: 4,60 m, 4,96 m und 5,30 m.

Die Rückfahrkamera sorgt zusätzlich für Durchblick im ansonsten etwas unübersichtlichen Van. Sogar die spartanisch ausgestatteten Versionen ohne Navigationssystem und Touchscreen besitzen eine Rückfahrkamera, deren Bilder auf dem Rückblickspiegel auftauchen - eine smarte Lösung.

Der Einstieg ist dank der großen Schiebetür auf der rechten Seite mit über 90 Zentimeter Öffnungsbreite sehr bequem. Gleich zwei Klimaanlagen für vorn und hinten sorgen für angenehme Temperaturen auf allen Plätzen. Vorn sind Einzelsitze mit Armlehnen montiert, auf der Fahrerseite höhenverstellbar und mit einer Lendenwirbelstütze.

Der Beifahrersitz ist umklappbar. In der zweiten Reihe bietet eine Sitzbank mit einzelnen Rückenlehnen bis zu drei Passagieren Platz. Eine weitere Rückbank, mit der der Peugeot Traveller zum Achtsitzer wird, ist zusätzlich lieferbar und macht den Van zum praktischen Shuttle-Fahrzeug. Für den Citroen gibt es derweil eine Camping-Version mit ausstellbarem Zeltdach. Auf diese Weise kann man sich im großen Fond des Spacetourers aufrecht hinstellen.

So ähnlich Citroen und Peugeot auch geworden sind: Gemeinsam bieten die Marken zumindest im Bereich kleiner Vans eine ungeheure Bandbreite an Varianten - vom einfachen Großraum-Taxi über den edlen VIP-Shuttle bis hin zum kompakten Campingwagen. Für fast jeden Geschmack und Bedarf ist etwas dabei.

Die Preisliste beginnt in Österreich bei 36.350 Euro (SpaceTourer) bzw. 38.850 Euro (Traveller), in Deutschland bei 34.380 Euro. Am oberen Ende der Preisliste steht mit über 50.000 Euro der größte SpaceTourer mit stärksten Motor, Automatikgetriebe und allen erdenklichen Extras wie Glasdach, Head-up-Display, Sicherheitsassistenten, Massagesitzen und Lederausstattung.

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